Zusammenfassung unserer "Tipps beim Reisen im Aussie Land"
Australien ist ein Land mit vielen verschiedenen Gesichtern. Bei der Weite des Kontinents ist dies auch nicht weiter verwunderlich. Die Schweiz hätte mit ihrer bescheidenen Grösse immerhin 189 Mal innerhalb Australiens Platz! Dabei gibt es allerlei zu beachten, um dieses wunderbare Land unbeschwert und ohne vermeidbare Probleme zu bereisen. Nachfolgend haben wir versucht, die wichtigsten Punkte zusammenzufassen, die bei der Reiseplanung und während der Reise beachtet werden sollten.
Saisonale Reiseplanung
Um die unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten, Vegetationen und Naturschönheiten geniessen zu können, muss man oftmals enorme Strecken zurücklegen. Wie im Reisetagebuch bereits mehrfach erwähnt, sollten für die Reiseplanung unbedingt die Jahreszeiten mit den unterschiedlichen klimatischen Verhältnissen, wie Regen- und Trockenzeit einbezogen werden. Ansonsten kann es passieren, dass man wichtige Strassen nicht passieren kann und auch ganze Nationalparks mit ihren Sehenswürdigkeiten nicht zugänglich sind.
Wir haben auf unserem "Trip around Down Under" immer wieder Reisende erlebt, die diesen Grundsatz nicht beachtet hatten und deswegen wunderschöne Gegenden auslassen bzw. umfahren mussten. Im schlimmsten Fall kann es sogar passieren, dass man an einem Ort festsitzt und Tage bzw. Wochen warten muss, um mit dem Auto weiterzukommen.
Nicht unwesentlich, aber nicht essentiell, ist die Beachtung der Ferienzeiten der Australier, wie Weihnachtsferien, Osterferien, etc. Dann sind die Campingplätze leicht einmal ausgebucht, so dass man sich während dieser Zeiten vorzugsweise einen Platz telefonisch vorreserviert. Dies erfordert allerdings eine detaillierte Reiseplanung, was nicht immer im Sinne einer unbeschwerten, terminfreien Reise liegt. Erfahrungsgemäss sind die Campingplätze in Stadtzentrumsnähe ziemlich stark belegt. Wir empfehlen darum jedermann, sich vorgängig über den Aufenthalt in Grossstädten Gedanken zu machen und telefonisch einen Platz zu reservieren. Dies betrifft vor allem die Städte "Sydney", "Brisbane", "Melbourne", "Adelaide" und "Perth".
Dank unserer vorzüglichen Reiseplanung hatten wir kaum derartige Probleme :-) Lediglich in "Melbourne" mussten wir für eine Nacht auf ein Bungalow ausweichen, weil schon alle Parzellen belegt waren.
Auch mit den Jahreszeiten, bzw. Regen-/Trockenzeiten sind wir optimal gefahren. Vielleicht würden wir beim nächsten Mal eine Woche später ins "Northern Territory" hineinfahren, weil im "Kakadu National Park" selbst in der zweiten Maiwoche noch einige 4WD-Strecken zu den "Gorges" geschlossene waren. Ganz sicher kann man allerdings nie sein, denn dies hängt entscheidend von der Länge und Heftigkeit der "Wet Season" ab.
Die besten Monate für das "Northwest Australia" und "Northern Territory" sind auf jeden Fall der Mai und Juni, weil die Flüsse dann noch genügend Wasser führen und die vielen Wasserfälle wesentlich spektakulärer anzusehen sind. Hinzu kommt, dass in diesen Regionen ab Mai normalerweise stabiles Schönwetter herrscht und für uns Europäer angenehme Temperaturen.
"Nobody is perfect", oder es gibt nichts, was sich nicht noch verbessern liesse. Wir haben die Strecke "Brisbane" nach "Sydney" erst im Juli zurückgelegt. Da zu dieser Zeit Winter herrscht, wurde es bisweilen ziemlich kalt. Vielleicht wäre es besser gewesen, wir hätten unsere halbjährige Rundreise anfangs Januar in "Brisbane" begonnen, im Uhrzeigersinn zurückgelegt und Ende Juni auch in "Brisbane" wieder abgeschlossen. Allerdings hätten wir mit diesem Vorteil einen nicht unerheblichen Nachteil eingehandelt, indem wir im Januar in die Hauptferienzeit der Australier hineingeraten und die Campingplätze zu dieser Zeit ziemlich besetzt gewesen wären. Also war unsere Entscheidung gar nicht so schlecht :-)
Wetterentwicklung
Der Gesamteindruck einer Landschaft/Stadt wird beim Reisen entscheidend vom Wettergeschehen mitgeprägt. Deshalb sollte man die aktuelle Wetterentwicklung, soweit dies die verfügbare Zeit zulässt, bei der Detailplanung immer mit einbeziehen. Nebst den Wetterprognosen im australischen Fernsehen/Radio gibt es auch die Möglichkeit, via Internet zu jeder Stadt/Region Informationen über die Wetterentwicklung zu erhalten. Wir können dazu folgende zwei Wetterlinks empfehlen:
www.weather.com.au
www.weatherzone.com.au
Kartenmaterial
Für die Reiseplanung ist eine gute Australienkarte unerlässlich, um die Übersicht über das riesige Land nicht zu verlieren. Wir haben uns einer Faltkarte 1:1,4 Mio. bedient. Für die Detailplanung und die Reise selbst ist dieser Massstab und der Detailreichtum eindeutig zu klein. Dafür gibt es in den meisten Mietfahrzeugen einen 140-seitigen "Australia Road and 4WD-Atlas" mit Massstäben zwischen 1:100'000 und 1:800'000, welche mit nützlichen Hinweisen für Campingplätze, Tankstellen, Roadhouses, Sehenswürdigkeiten u.v.a.m. ausgestattet sind.
Darüber hinaus haben wir bei den "Visitor Information Centers" jeweils aktuelle Informationen eingeholt und zusätzliche Unterlagen und Kartenmaterial für Ausflüge etc. besorgt. "Visitor Information Centers" gibt es in Australien vielerorts (sind im Navi als POIs enthalten). Diese verfügen meist über Orts- und Städtekarten mit allen wichtigen Angaben für die Touristen und Reisende. Oftmals bieten sie Informationen über gute Campingplätze ähnliche Dienstleistungen an.
Navigationsgerät
Zusätzlich zum konventionellen Kartenmaterial empfehlen wir wärmstens für die Reise ein modernes Navigationsgerät zuzulegen. Für lediglich A$ 200 erhält man beispielsweise einen "TomTom XL" mit vollständiger Australienkarte. Dieses Navigationsgerät hat uns bei der Suche nach Campingplätzen, "Kea-Depots", "Shopping Centers", "Visitor Informations Centers", Tankstellen, Poststellen, Bankomaten und öffentliche Parkplätze wertvolle Dienste geleistet. Damit haben wir uns manchen Mehrweg, viel Zeit und Stress erspart. Besonders in den Städten war es uns eine grosse Hilfe, um nervenschonend, geradewegs ohne aufwendige Umwege an unser Ziel zu gelangen.
Sonnenschutz
In Australien ist die Sonneneinstrahlung besonders stark, insbesondere in den tropischen und subtropischen Gebieten. Ein Sonnenschutzmittel 30+ oder höher ist unbedingt zu empfehlen. Das Tragen einer Sonnenbrille mit genügendem UV-Schutz (min. Schutzklasse 3) ist in Australien selbstverständlich. Ebenso wichtig ist das Tragen eines breitkrempigen Hutes, welcher auch Nacken und Ohren von der harten Sonnenstrahlung schützt. Normale "Caps" (Dächlikappe), wie sie bei uns häufig getragen werden, schützen zu wenig. Als Sonnenschutz beim Schnorcheln und und längerem Schwimmen sind darüber hinaus Lycra-Shirts mit UV-Protection empfehlenswert.
Mücken und Fliegenschutz
Für die tropischen und subtropischen Gebiete sind Insektensprays und "Roll-ons" in tropisch extra starker Ausführung (tropical strenght) ein absolutes Muss. Diese sind in Supermärkten, Camping- und Outdoor-Shops oder Pharmacies erhältlich. Die Marke "Aerogard" soll gegen Steckmücken besonders wirksam sein, die ja verschiedene nicht ungefährliche Krankheiten, wie "Dengue- und Ross-River-Fieber" übertragen können. "Malaria" ist unseres Wissens in Australien nicht vorhanden. Gegen Fliegen haben wir mit dem Kombinationscrème "Ultra Protect" (Sonnenschutzmittel 30+ mit Insektenschutz) gute Erfolge erzielt, gegen Stechmücken mit dem "BushMan" Kombispray, "Heavy-Duty-Ausführung".
Wichtig: Die Mückensprays enthalten Chemikalien, die Plastik und andere Kunststoffe angreifen, d.h. diese weichen dadurch auf und werden klebrig. Davor wird auf den Dosen unter den Bemerkungen auch eindringlich gewarnt. Die Sprays sind darum mit Vorsicht anzuwenden.
Um insbesondere den Kopf gegen Fliegen und Mücken zu schützen, gibt es zudem einfache Mückennetze, die ebenfalls in Camping- und Outdoor-Shops für ein paar Dollar erhältlich sind. Das Essen und Trinken mit den Netzen wird allerdings sehr eingeschränkt, bzw. beinahe unmöglich, da die Insekten sodann unter das Netz gelangen, kein sehr angenehmes Gefühl :-(
Digitalkamera
Obwohl die Speicherkarten für die Digitalkameras heutzutage beachtliche Speicherkapazitäten aufweisen, ist die Karte, vor allem bei längeren Reisen, irgendwann einmal voll. Entweder man hat eine zweite Speicherkarte zur Hand oder man ist gezwungen, die Karte für neue Fotos zu leeren. Nichtsdestotrotz sollten die wertvollen Fotodaten irgendwo gesichert werden.
Als Sicherungsmedium bietet sich die "DVD" an. Eine solche kann in Fotoshop mit den Automaten von "Fujifilm" oder in den meisten Internetcafés von der Speicherkarte direkt auf die DVD gebrannt werden. Eine DVD ist allerdings kein 100%-iges Speichermedium. Wärme, Kratzer oder die Scheibe auch nur einmal fallen lassen, und schon sind die Daten möglicherweise unrettbar verloren.
Als weiteres günstiges und auch leicht zu handhabendes Speichermedium bietet sich der "USB-Stick" an. Auf einen 8 GB-Stick bringt man schon die doppelte Menge einer DVD drauf. Die Datenübertragung kann direkt via USB-Kabel von der Kamera auf den "Stick" oder via PC erfolgen. Die Sicherheit dieses Speichermediums ist schon wesentlich höher und der Stick ist auch einfacher mitzuführen, als eine DVD oder Harddisk.
Das gleiche Vorgehen gilt, wenn man anstelle des USB-Sticks eine "externe USB-Harddisk" mitführen möchte. Der Vorteil dieser Lösung ist die mehrfache Speicherkapazität dieses Speichermediums gegenüber einem "USB-Stick", der Nachteil ist die relative hohe Schlag- und Stossempfindlichkeit.
Wenn man auf Reisen, wie wir, einen kleinen Laptop mitführt, kann die Datensicherung der Fotos auch auf diesen PC durchgeführt werden: Diese sogenannten "Netbooks", eine neue Generation von "Notebooks", sind oft weniger als ein Kilogramm schwer und spezialisiert, um via Internet zu kommunizieren. Wir benutzen unseren "Eee-Netbook von ASUS" darüber hinaus für Infos via Internet (z.B. Reiseinfos, Nachrichten und Wetter), EMail, Internetbanking und Skype-Phone.
Wichtig: Für alle Speichermedien gilt, dass sie nicht als hundertprozentig sicher zu betrachten sind. Wir empfehlen darum eine kombinierte Sicherung durchzuführen, entweder auf ein analoges oder besser auf ein andersartiges Medium (z.B. DVD und USB-Stick)
Autofahren in Australien
In Australien herrscht Linksverkehr, wie in England. Das Steuer in den Autos ist darum auf der rechten Seite positioniert. Die Gangschaltung und meist auch die Handbremse liegen somit auf der linken Seite des Steuerrades. Die Bedienelemente, wie Blinker, Scheibenwischer und die Auf-/Abblendlichtumschaltung sind leider nicht einheitlich angeordnet. Die routinierte Bedienung des Fahrzeugs erfordert deshalb einer gewisse Umgewöhnungszeit.
Besonders konzentrieren sollte man sich beim Wegfahren nach dem Parken, bei Kreuzungen, sowie bei Autobahnein-/ und Ausfahrten. Insgesamt geht die Angewöhnung an den Linksverkehr aber überraschend schnell vor sich.
Wir haben die Australier als disziplinierte, rücksichtsvolle und höfliche Autofahrer kennengelernt. Kurven schneiden, an gefährlichen Orten überholen, hinten an der Stosstange kleben, aggressives Fahren, lauter typische Unarten der europäischen Autofahrer, sind hier eher selten anzutreffen.
Reifendruck messen in Australien
In Australien wird der Reifendruck in PSI gemessen. Die Lufttanksäulen funktionieren automatisch und sind sehr komfortabel. Zuerst stellt man an der Säule den gewünschten Luftdruck in PSI ein. Dann klemmt man den Schlauch an das Ventil des Reifens an. Der Pumpvorgang startet dann automatisch, sofern der eingestellt Luftdruck nicht schon übereinstimmt. Sobald der Reifen den gewünschten Luftdruck erreicht hat, ertönt ein Piepston und man kann den Schlauch an den nächsten Reifen mit gleichem Sollluftdruck anschliessen.
Wichtig: Der gewünschte Luftdruck muss vor dem Anklemmen an das Ventil eingestellt werden! Bei unterschiedlichem Luftdruck in den vorderen gegenüber den hinteren Reifen muss der Sollluftdruck deshalb einmal umgestellt werden (zuerst beide Vorder-, dann beide Hinterreifen prüfen).
Verhalten bei überholenden "Road Trains"
An dieser Stelle ein paar wichtige Verhaltensregeln für Caravaners und Reisemobile im Kontakt mit "Road Trains", entnommen und frei übersetzt aus einer Broschüre der "Perth Caravan & Camping Show", verfasst von einem "Road Train Experten".
"Road Trains" sind "Trucks" mit einem oder mehreren Anhängern. Problematik: Die meisten Caravaner sind mit ca. 80 bis 90 km/h unterwegs, die "Road Trains" jedoch mit 95 bis 100 km/h. Dies führt dazu, dass die Caravaner oft von den Trucks überholt werden. "Trucks" verfügen üblicherweise über 18 oder mehr Gänge. Eine Verlangsamung oder Beschleunigung des Zuges verlangt häufiges Schalten. Schnelle Geschwindigkeitsänderung, wie beim PWK, sind deshalb kaum möglich.
Wenn der Caravaner im Rückspiegel einen "Truck" näher kommen sieht, soll er seine gefahrene Geschwindigkeit möglichst beibehalten, d.h. weder beschleunigen, noch verlangsamen und sich möglichst am linken Strassenrand halten (gilt für Australien). Wenn der "Truck" zum Überholen ansetzt, soll der Caravaner, um dem "Road Train" das Überholmanöver zu erleichtern, seine Geschwindigkeit vorübergehend ein wenig drosseln, bis der Überholvorgang abgeschlossen ist.
Verhalten beim Kreuzen von "Road Trains" mit Überbreite
Ab und zu kreuzt man einen Lastenzug mit Überbreite. Diese werden normalerweise vorne und hinten von Fahrzeugen mit Warnleuchten eskortiert. Da heisst es am Strassenrand möglichst weit draussen anhalten (evtl. ausserhalb der Strasse auf dem Strassenbankett) und warten bis alle Fahrzeuge vorbei gefahren sind.
Achtung: Es können auch mehrere Trucks mit Überbreite in unregelmässigen Abständen folgen; deshalb lieber noch etwas warten vor der Weiterfahrt.
Nachtfahrten
Kaum verlässt man in Australien eine Stadt landet man wieder im Busch. Vor allem in der Abend- und Morgendämmerung, sowie in der Nacht können frei lebende Tiere überraschend auf der Fahrbahn auftauchen, so dass man kaum eine Chance hat auszuweichen oder abzubremsen. Deshalb sind sogenannte "Bullbars" bei den Australiern hoch im Kurs. Eine Kollision mit einem Kangaroo oder gar einem Rind ist selbst damit kein Vergnügen. Wir raten deshalb von Fahrten während diesen kritischen Zeiten generell ab. Wenn man beim Fahren nicht genügend aufmerksam ist, kann einem dies schon bei Tage passieren.
Spartipps für Australienreisende
Wenn man, wie wir, längere Zeit über weite Strecken unterwegs ist, sind Überlegungen zum Sparen durchaus angebracht. Beispielsweise haben wir während den sechs Monaten unserer Reise um den Kontinent mit einem "Ford Transit Campervan" immerhin 20'800 km hinter uns gebracht, für europäische Verhältnisse eine gewaltige Strecke. Dabei haben wir bei einem durchschnittlichen Verbrauch von nur 10,5 Litern pro 100 km insgesamt 2'140 Liter Diesel verbraucht. Dies war nur möglich, weil wir konsequent auf eine kraftstoffsparende Fahrweise geachtet haben und selbst auf Free- und Highways selten mehr als 90 km/h gefahren sind. Bei diesen beträchtlichen Kilometerleistungen lohnt sich auf alle Fälle, über eventuelle Einsparmöglichkeiten beim Diesel nachzudenken.
Aber auch in anderen Bereichen, wie beispielsweise bei Campingplätzen, Nationalparks, beim Internet-Access oder Telefonieren ist Sparpotential vorhanden. Nachfolgend haben wir die verschiedenen Bereiche, wo auf relativ einfache Art und Weise gutes Geld gespart werden, zusammengetragen:
1. Sparen beim Benzin/Diesel tanken
Generell lohnt es sich, die Tankstellen-Preise zu vergleichen und eventuell vorgängig abzuchecken, denn die Unterschiede sind teilweise beträchtlich.
Darüber hinaus gibt es folgende Möglichkeiten günstiger zu tanken:
Verschiedene Supermärkte arbeiten mit Tankstellenketten zusammen. Mit den offerierten Rabatten lassen sich zwischen 4 bis 8 Cents pro Liter einsparen.
- "Coles-Supermärkte" arbeiten mit Coupons, welche am Kassenzettel angehängt sind. Der Mindesteinkauf für diesen Gutschein beträgt A$ 30.00. Coles-Gutscheine können dann bei speziell bezeichneten "Shell Coles-Express"-Tankstellen eingelöst werden. Die Laufzeit der Coupons beträgt allerdings nur einen Monat.
- "Woolworths" und "Safeway" arbeiten mit einer gemeinsamen Kundenkarte (gratis), die an den Kassen erhältlich ist. Diese muss vor Gebrauch unbedingt via Internet registriert werden! Ermässigungen erhält man dann an allen "Caltex Woolworths"-Tankstellen. Wer keine Kundenkarte benutzen will, kann den Kassenzettel bei Einkäufen für mindestens A$ 30.00, wie bei "Coles", behalten. Diese sind ebenfalls nur einen Monat gültig.
- "IGA" arbeitet ebenfalls mit Coupons an den Kassenzetteln. Diese können an denen, auf dem Coupon bezeichneten Tankstellen, meist BP, eingelöst werden, welche sich oftmals im gleichen Ort befinden.
2. Sparen auf Campingplätzen
Für Europäer wichtig, auf die CCI, "Camping Card International", gibt es in Australien generell keine Rabatte. Sie kennen diese Karte überhaupt nicht.
Die Preise differieren je nach Saison beträchtlich, ähnlich wie in Europa. Es lohnt sich darum dies bei der Reiseplanung für Australien zu berücksichtigen und die Reise möglichst ausserhalb der Hauptferienzeiten zu legen.
Wer bei "Kea Campers" mietet, erhält generell bei allen Campingplätzen von "Tourist Parks" 10 % Rabatt. Andere Reisemobil-Anbieter verfügen über ähnliche Sparangebote. Bei den "BIG4" Campingplätzen gibt es eine Zweijahres-Clubkarte für A$ 40.00 zu kaufen. Damit erhält man auf allen "BIG4" 10 % Rabatt. Ausserdem gibt es damit auch Ermässigung bei AVIS Car rental, Britz- und Maui- Campervans.
Wer sich längere Zeit auf einem Campingplatz aufhält, sollte nach Langzeitrabatten fragen. Fragen kostet ja nichts :-)
3. Sparen mit Nationalpark Holidaypass
Verschiedene Nationalparks in Westaustralien haben sich zusammengeschlossen und bieten so genannte "Holiday Pass Cards" an. In Westaustralien kostet eine Passkarte beispielsweise A$ 35.00 pro Fahrzeug. Der damit verbundene freie Eintritt gilt sodann für 27 Nationalparks. Leider ist der Pass nur für einen Monat gültig und das Übernachten darin nicht eingeschlossen.
Im "Northern Territory" und "Queensland" sind hingegen alle National Parks gratis zugänglich, in "New South Wales" muss man teilweise dafür bezahlen.
4. Sparen bei Internet-Access
"Global Gossip" bietet seine Internetdienste australienweit an. Seine gut ausgerüsteten Internet-Rooms, alle mit grossen Flachbildschirmen und Headphones ausgerüstet, sind in den wichtigsten Städten über ganz "Australien" und "Neuseeland" verteilt. "Global Gossip" verfügt gegenwärtig über 150 Lokalitäten mit Highspeed Internet, 21 davon alleine in "Sydney". Eine Stunde kostet zurzeit A$ 6.00. Es wird allerdings viertelstundenweise abgerechnet. Logon/Logoff sind jederzeit möglich. Die dazu notwendige Prepaid-Karte kann an jeder "Global Gossip"-Stelle gekauft und dort auch wieder beliebig aufgeladen werden. Beim Aufladen auf temporäre Rabatte achten. Hin und wieder gibt es Aktionen, wobei zwei oder mehrere zusätzliche Stunden geschenkt werden.
"NET4" bietet seine Internetdienste vorwiegend auf BIG4-Campingplätzen an. Abgerechnet wird minutenweise übers Internet, d.h. Zugriffszeit kann per Kreditkarte jederzeit übers Internet hinzugekauft werden. Eine Stunde kostet zurzeit A$ 4.00 bis 10.00, je nach dem, wieviel Zeitguthaben man gleichzeitig hinzukauft. Logon/Logoff sind jederzeit möglich.
"NomadNet" ist ein Provider, der seine Internetdienste via Satellit überträgt und auf Campingplätzen mit WLAN-Zugriff anbietet, die für die DSL-Übertragung zu weit von Ortschaften entfernt liegen. Davon merkt der Anwender jedoch kaum etwas, denn die Performance ist meist ausgezeichnet. Prepaid-Karten können normalerweise auf den entsprechenden Campingplätzen in verschiedenen Grössen gekauft werden (1 h, 5 h, 10h). Eine Stunde kostet zurzeit A$ 5.00. Abgerechnet wird minutenweise, Logon/Logoff sind jederzeit möglich.lohnt sich. Je grösser die Konkurrenz, desto tiefer liegen meist die Preise.
Viele Campingplätze über sogenannte "Internet-Kiosks" von "PieNet" oder anderen Anbietern mit fixen PC-Stationen. Das Guthaben für den Internet-Zugriff kann an den Automaten durch Einwurf von Münzen gekauft werden. Die Preise liegen eher etwas höher, als bei den übrigen WLAN-Anbietern.
"Internet-Rooms", ausgerüstet mit PCs und Headsets, gibt es in Australien praktisch in jeder Ortschaft. Ein Vergleich der Stundenpreise für den Internetzugriff lohnt sich. Zu den Anbietern gehören auch die "Librarys", die selbst in kleineren Ortschaften anzutreffen sind. Die
"McDonald's" Family Restaurants verfügen in Australien meist über "Free WiFi" (gratis WLAN-Zugriff) mit max. 50 MB Download pro Sitzung. Die Zugriffsgeschwindigkeit ist allerdings minimal, so dass die Performance bei Anwesenheit vieler Gäste massiv einbricht. Zur Bearbeitung von EMails und gelegentlichen Abfragen im Internet reicht es allemal.
Nebst "McDonald's" existieren in den meisten Ortschaften oftmals Internet-Cafés mit WLANs, welche bei Konsum ebenfalls frei benutzt werden können.
Generell ist das Internet-Angebot in Australien im Vergleich zu Europa überdurchschnittlich gross. Diese Angebotsdichte erhöht die Konkurrenz, hält die Preise relativ tief und erleichtert die Suche nach einem geeigneten Internetlokal. Mit dem eigenen "Laptop" lässt sich viel Internetzeit sparen, weil EMails, Datentransfers, Internetabfragen etc. "offline" vorbereitet werden können und dadurch die effektive Zugriffszeit kurz gehalten werden kann. Jeder muss letztendlich für sich entscheiden, welches für ihn die beste der vielen Möglichkeiten ist.
5. Sparen beim Telefonieren
Telefonieren übers "Handy" gehört heutzutage immer noch die teuerste Möglichkeit. Auch von einer öffentlichen Telefonkabine des Anbieters "Telstra" aus muss man eine Handvoll Münzen bereithalten. Vor allem Telefonieren von Australiens nach Europa kann ganz schön teuer werden.
Glücklicherweise gibt es Alternativen. Eine Möglichkeit ist der Kauf von "Prepaid-Cards", die von verschiedenen Anbietern verkauft werden. Mit einer speziellen vorangestellten Einwählnummer telefoniert man sodann über diesen Anbieter wesentlich günstiger. Lediglich die lange Einwahlprozedur ist etwas umständlich.
Unsere favorisierte Variante ist "Skype-Phone", ein Telefondienst, der via Internet auf das öffentliche Telefonnetz zugreift. Das Einzige, was man dazu braucht, ist ein Internetzugriff (siehe 4. Sparen bei Internet-Access). Für A$ 4.00 bis 6.00 pro Stunde ist man dabei. Das Telefongespräch via "Skype" kostet von Australien nach Europa nur CHF 0.026 (= A$ 0.03) pro Minute, d.h. man kann für A$ 1.45 etwa 15 Minuten bzw. für A$ 5.80 pro Stunde nach Europa telefonieren.
Die dazu benötigte "Skype-Software" ist auf den meisten Internet-PCs, wie "Global Gossip" bereits installiert. Wenn man sich bei "Skype" zum ersten Mal anmeldet, muss man für die Benutzung einen eigenen "Skype-Name" mit Passwort festlegen. Des weiteren benötigt man ein Email-Konto sowie eine Kreditkarte, um Skype-Guthaben zu erwerben. Auf diese Art kann dann auch später nach Bedarf weiteres Skype-Guthaben hinzugekauft werden. Skype ist in allen Sprachen verfügbar und enthält verschiedene Services, wie ein eigenes Telefonbuch, Videobild-Übertragung beim Gespräch, Chat-Fenster, SMS-Versand, Konferenzgespräch mit mehreren Teilnehmern, Statusanzeige anderer Teilnehmer, gratis Telefonieren zwischen zwei Skype-Teilnehmern, u.v.a.m.
"Global Gossip" selbst bietet an ihren Standorten Internet-Telefonie zu ähnlich günstigen Preisen an. Man ist dabei aber an diese speziellen Standorte gebunden. Ob jemand in Internet-Cafés oder ähnlichen Lokalen telefonieren will, bleibt jedem selbst überlassen. Ein diskretes Gespräch zu führen ist jedenfalls kaum möglich. Wir ziehen aus diesen Gründen die Variante mit dem eigenen Netbook via WLAN vor.
6. Sparen beim Bezahlen
Trotz Kreditkarte benötigt man unterwegs immer wieder mal Bargeld. Mit einer normalen "Kreditkarte" am Bankomaten oder Bankschalter Bargeld zu beziehen ist horrend teuer. Eine günstigere Variante stellt die "Maestro-Karte" dar, die von den meisten Bankomaten akzeptiert wird. Noch günstiger wird es, wenn man bei der Schweizerischen Postfinance ein "Plus-Paket" abonniert hat. Dann bezahlt man für das Abheben mit der "Post-Card" ab eigenem Postfinance Privatkonto überhaupt nichts. Die Abrechnung bzw. Umrechnung findet erst noch über den Devisentageskurs statt.
Für den Notfall empfiehlt sich die moderne Variante der "Traveller-Checks", die "Travel Cash Card". Hier bezahlt man 0,5 bis 1,0 % der abgehobenen Summe. Dafür ist die Karte bei Verlust versichert und man erhält weltweit innert nützlicher Frist eine Ersatzkarte zugestellt.
Wenn man so, wie wir, nacheinander durch mehrere Länder reist, lohnt es sich, das übrig bleibende Noten- und Kleingeld am "Exchange-Schalter des Flughafens" jeweils in die nächst benötigte Währung zu tauschen. Die Kurse dort sind fair und selbst Kleingeld wird gewöhnlich akzeptiert. Mit diesem Vorgehen schleppt man nicht unnötig Geld mit sich herum, welches man zuhause evtl. gar nicht mehr zurück wechseln kann.
Unsere "Tipps beim Reisen im Aussie Land" erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sind aus der Praxis unserer halbjährigen Reise um Australien entstanden und sollen ergänzend zu den Information eines Reiseorganisators und weiterer Reiseunterlagen helfen, eine Australienreise mit Erfolg und ohne vermeidbare Probleme zu planen und letztendlich mit Freude zu geniessen.
Anita und Heinz
(the travelling webmasters)
Verfasst anfangs August 2009

3 Kommentare:
Beeindruckend informativ, sehr viele Aspekte berücksichtigend und überaus lehrhaft zugleich, wie übrigens alles, was aus Eurer "Feder" kommt. Danke!
Helga
Vielen Dank für die vielen Tipps rundum Australien - meine erste Reise nach Australien steht ab Oktober an.
Ich bleibe 7 Monate dort.
Bin wirklich gespannt:
Hier auf mellis-australienreise.de ist meine Australienseite .
Ich werde auch regelmäßig was posten.
Liebe Grüße Melli
Hallo Melli,
auch wir werden ab Januar 2012 wieder fuer drei Monate mit einem Campervan in Australien unterwegs sein. Unsere Reise geht diesmal von Adelaide via Canberra nach Sydney. Vielleicht treffen wir uns zufaelligweise.
Wir wuenschen Dir eine erlebnisreiche und unfallfreie Reise durch diesen wunderschoenen Kontinent.
Freundliche Gruesse
Anita und Heinz
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