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Sonntag, 11. Januar 2009

In Townsville V (QLD)

Ausflug nach Airlie Beach (Sonntag, 11.1.2009)

Als "James Cook", der Seefahrer und Entdecker, 1770 die traumhaften Inseln vor dem heutigen "Airlie Beach" entdeckte, war gerade Pfingsten. Die Inselgruppe heisst deshalb "Whitsundays", was in Deutsch "Pfingsten" bedeutet.

Bei schönstem Wetter fahren wir via "Ayr" und "Bowen" nach "Airlie Beach" (ca. 280 km). Eine uralte Brücke überspannt den "Burdekin River", welcher infolge der häufigen Regenfälle der letzten Tage ziemlich trübe aussieht.


Die Eisenbahn verläuft praktisch parallel zum Highway. Gelegentlich trifft man auch auf einen Güterzug, welcher sich in langsamem Tempo durch die einsame Gegend bewegt. Personenzüge gibt es kaum. Australien wird in dieser Gegend eindeutig vom Auto dominiert.

Unterwegs machen wir an einem schönen Küstenabschnitt halt.

Nach vier Stunden Fahrt kommen wir in "Airlie Beach" an und suchen zuerst ein gutes Angebot für den geplanten Inseltrip. Bei einem Agenten an der Hauptstrasse werden wir schlussendlich fündig und buchen zugleich eine wunderschön gelegene "Unit" im "Terrace Resort".

"Airliebeach" besitzt einen sehr schönen Strandpark.

Die Hauptstrasse ist zugleich die einzige Strasse mit vielen Shops, Restaurants und Bars.

Zum Mittagessen genehmigen wir uns bei "Beagles Pizzas" eine feine Pizza.

Leider werden wir von einem kurzen Regenschauer überrascht, welcher jedoch bereits nach fünf Minuten wieder durch strahlenden Sonnenschein abgelöst wird.

Kaum sind wir in unserer "Unit" angelangt, beginnt es wie aus Kübeln zu regnen, so dass wir die gegenüberliegenden Inseln nicht mehr erkennen können. Die allgemeine Wetterlage ist zurzeit leider nicht sehr stabil.

Wir gehen heute früh zu Bett, denn wir werden am nächsten Morgen bereits um 08.00 Uhr vor dem Resort für unseren Ausflug abgeholt.

3-Inseltour mit dem Motorkatamaran (Montag, 12.1.2009)

Die "Voyager", unser Motorkatamaran, steht zum Auslaufen bereit.

Der Katamaran ist gut motorisiert. so dass "Airliebeach" schnell einmal am Horizont verschwindet.

Wir geniessen die wunderschöne Fahrt auf dem Oberdeck.

Das Cockpit ähnelt dem in einem Flugzeug, nur die Intrumentierung ist ein wenig anders und natürlich einfacher. Anstelle des Höhenmessers kann ich ein Echolot ausmachen, welches die Wassertiefe in einer Kurve und digital laufend anzeigt.

Unser erstes Ziel, das "Daydream Island", ist bald erreicht. Auf der relativ kleinen Insel befindet sich im wesentlichen das "Daydream Island Resort and Spa" ein riesiges Ferienparadies mit allem was dazu gehört – "not really our style", aber wir sind ja nur zu Besuch hier ;-)

Ein Swimmingpool ist hier, trotz schönstem Sandstrand, wegen der "Box Jellyfish" leider unumgänglich.

Die ganze Ferienanlage ist aber wunderschön angelegt und bietet für jedermann etwas. Selbst ein Urwaldpfad zum Spazieren ist vorhanden.


Weiter geht's zur nächsten Insel, an den traumhaft schönen "Whitehaven Beach".

Das Besondere an dieser Insel ist der ultraweisse, feine Sand, welcher die Insel so berühmt gemacht hat. Woher dieser Sand stammt, ist den Wissenschaftlern bis heute unklar. Er besteht praktisch aus reinem Quarz und ist absolut weiss, wie das Foto mit unseren braunen Füssen eindrücklich beweist.

Für eineinhalb Stunden geniessen wir diesen einmaligen Strand. Leider sind die Meeresfarben nicht ganz so brillant, wie auf den Ansichtskarten und Katalogen meist zu sehen, weil der Himmel heute nicht strahlend blau ist.


Die letzte Insel auf unserer Tour ist das "Hook Island". Mit einem Schutzanzug, "Stinger Suit" genannt, kann man hier am nahen Riff schnorcheln und die farbenfrohen Fische und Korallen bestaunen. Anita hat auf dem Schiff leider ihren Schutzanzug vergessen, so dass sie für einmal als Zuschauer am Strand zurückbleibt.


Da der Himmel inzwischen ziemlich bedeckt ist, lässt sich dies leicht verschmerzen, denn ohne Licht ist von der Schönheit des Riffs nicht allzu viel zu sehen.

Auf der Rückfahrt beginnt es bereits ein wenig zu regnen. Trotzdem war es ein interessanter und wunderschöner Tag. Auch die Verpflegung und Führungen durch die freundliche Crew waren tiptop.

Rückfahrt nach Townsville (Dienstag, 13.1.2009)

Die ganze Nacht hindurch hat es zum Teil heftig geregnet und gewindet. Ein kräftiges Tief liegt über "Queensland" und dem Norden von Australien. Die Wetterprognosen für die nächsten drei Tage sind deprimierend: Regen – Regen – und nochmals Regen. Wir entschliessen uns nach Townsville zurückzufahren bevor alle Strassen wegen Überflutung gesperrt sind.

Während der Rückfahrt zeigt sich, dass unser Entscheid richtig war. Schon jetzt gibt es Teilstücke unter Wasser.


Je weiter wir nach "Townsville" vorankommen, umso schlimmer wird es. Die Brücke über den "Ross River" hat nur noch wenig Reserve bis zur Überflutung.

Die Strassen sind voll von Blättern, Ästen und Palmenblättern, die der Wind in der vergangenen Nach heruntergerissen hat. Auch vor dem Haus von Priska und Hans liegen etliche herum.

Wir sind froh, heil in "Townsville" angekommen zu sein. Gemäss den Meteorologen wird sich die Situation in den nächsten drei Tagen noch wesentlich verschärfen.

Im IMAX in Townsville (Donnerstag, 15.1.2009)

Gestern hat es den ganzen Tag über geregnet. Obwohl heute wieder die Sonne scheint, sehen wir uns den Dokumentarfilm "Deep Sea" an, welcher einen eindrücklichen Einblick in die geheimnisvolle Unterwasserwelt gibt.

Das IMAX-Kino in "Townsville" wurde 1987 erstellt und gehört zu den Ersten dieser Art auf der südlichen Hemisphere. Von der Eingangspartie aus kann man dem "Operator" direkt beim Einlegen der 70 mm Filmspule zuschauen.

Wir liegen praktisch in einem Liegesitz und geniessen eine 360 Grad Sicht des tollen Films.



Anschliessend bummeln wir noch ein wenig durch die "Finders-Street", eine Einkaufstrasse im Zentrum von "Townsville".



Unser Aufenthalt in "Townsville" und Umgebung neigt sich allmählich dem Ende zu. Am Sonntag fliegen wir weiter nach "Sydney", dem nächsten grossen Ziel unserer Australienreise.

Nach den eher turbulenten Etappen in "Thailand", "Hongkong" und "Singapore" haben wir in den letzten zwei Wochen wieder Kraft getankt und sind nun bereit für unseren grossen "Around-Australia-Trip". Als Start- und Endpunkt für unsere Reise mit einem "Campervan" haben wir uns "Sydney" ausgesucht. Um diese interessante Stadt zu erkunden, benötigen wir vorerst aber noch kein Reisemobil.

Goodbye "Townsville"...

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