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Freitag, 5. Juni 2009

Brisbane II (QLD) (im Campervan)

In Airlie Beach (Qld) (Freitag, 5.6.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 30 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.

Nach dem Frühstück fahren wir mit unserem Büssli erstmal nach "Airlie Beach" zum "Lädele". Innerhalb der grosszügig gestalteten "Esplanade" unweit des Strandes liegt ein imposanter Swimmingpool.

Dieser verfügt über alle notwendigen Einrichtungen, wie Umkleideräume, Duschen und WCs und kann kostenlos benutzt werden.


Der Grund dafür dürfte das allgemeine Problem mit den "Box-Jelly-Fish" entlang der "Sunshine Coast" sein. Während der "Wet-Season" darf an sämtlichen Stränden nicht gebadet werden. Dieses umfangreiche Schild warnt vor den Gefahren der verschiedenartigen Quallen.


Entlang des ganzen Strandes führt ein Spazierweg bis zum grossen Yachthafen.



Die Hauptstrasse von "Airlie Beach" ist gesäumt von unzähligen Boutiquen, Shops, Restaurants und Cafés.



"McCafé" ist auch vertreten :-)

Zum Lunch geniessen wir die schmackhafte Pizza beim "Pizza Beagles", wo wir bei unserem letzten Besuch im Januar schon gute Erfahrungen gemacht hatten.

Anschliessend fahren wir der Küste entlang bis zum "Shute Harbour". Dieser liegt in einer mehrarmigen Bucht südlich von "Airlie Beach", ein paar Kilometer hinter dem kleinen Flughafen. Vom "Lookout" aus geniessen wir den tollen Ausblick auf die blaugrüne Bucht.



Segelturn vor Airlie Beach (Qld) (Samstag, 6.6.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 30 Grad / Wind: 1 – 0 Bf.

Wir haben für heute einen Segelturn zum "Bali Hai Reef" gebucht. Die "SV Domino", so heisst unser Segelschiff, ist ein schneller Einmaster mit 36 foot Länge. Für diese Fahrt vorgesehen sind 8 Personen. Als wir um halb neun Uhr am Pier stehen, sind wir jedoch die einzigen Gäste für diesen Trip. Es wird sozusagen ein "Private Charter". Zusammen mit dem Kapitän stechen wir in See.

Es wird heute ein strahlend schöner Tag. Das Meer ist ruhig, nur allzu ruhig, wie sich bald zeigen wird.

Noch liegen ein paar herbstliche Nebelschwaden über den Hügeln von "Airlie Beach", als wir den Hafen verlassen.

Sobald wir das offene Meer erreichen, setzt der Kapitän Segel. Da er das Schiff alleine fährt, sind wir ihm ein wenig behilflich.

Noch haben wir Hoffnung, dass sich der Wind, der momentan mit 1 Beaufort aus Südosten weht, sich noch verstärkt.
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Eigentlich sind wir als windsuchende Windsurfer von Europa her an Flauten gewöhnt. Seit wir auf unserem Trip um Australien unterwegs sind, hatten wir jeden Tag Wind zwischen 2 und 7 Beaufort. Es ist beinahe unglaublich, aber exakt an unserem Seglertag schläft der Wind buchstäblich ein :-(

So bleibt uns nichts anderes übrig als die 33 km lange Fahrt zum "Bali Hai Reef" mit dem Hilfsmotor mit 5 bis 6 Knoten pro Stunde zu bewältigen. Wir erinnern uns noch gut an unseren letzten Segeltrip auf Hawaii vor 19 Jahren, als wir bei 6 bis 7 Beaufort und 3 bis 4 Meter hohen Wellen ziemlich flott von "Maui" nach "Molokai" gesegelt sind. Das waren noch Zeiten, als wir buchstäblich fast von der Reling geweht worden sind :-)

Unser Kapitän hat mittlerweile einen Wasserpumpenschaden lokalisiert und telefoniert über Satellitentelefon mit der Basis.

Nach zweieinhalb Stunden haben wir unser Ziel erreicht und der Kapitän macht das Beiboot flott.

Die kleine Insel liegt mitten in einer Passage zwischen den beiden grösseren Inseln "Hayman" und "Hook" und besitzt ein intaktes Korallenriff, das "Bali Hai Reef". Alleine schon die Farben des Meeres mit dem kristallklaren Wasser sind überwältigend.

Wir haben die kleine Insel praktisch für uns alleine, d.h. die Korallen, Fische, Vögel und wir.



Wir stürzen uns in den dünnen Neoprenanzug, denn obwohl das Wasser ca. 26 Grad warm ist, kühlt man beim längeren Schnorcheln ziemlich schnell ab.

Die Unterwasserwelt am "Bali Hai Reef" ist unbeschreiblich bunt, die Formen und Farben der Korallen wahre Schmuckstücke. Ein paar Bilder sagen bestimmt mehr aus, als tausend Worte.



Der Korallenteppich liegt greifbar nahe nur ca. einen Meter unter uns. Wir sind überwältigt von den filigranen Strukturen und Farben, welche die Natur hier geschaffen hat. Der Kapitän tischt inzwischen auf dem schattigen Sitzplatz unseren "Lunch" auf.

Wir greifen tüchtig zu, denn Schnorcheln macht hungrig.

Nach dem Essen fahren wir zu unserem Segelschiff zurück, bzw. Anita schwimmt mit den Fischen zusammen zur "SV Domino" zurück. Sie wird von den Fischen richtiggehend umschwärmt, weil der Kapitän eifrig Futter ins Wasser wirft :-)



Wir verlassen diese wunderbare Insel beizeiten, denn wir haben noch eine lange Rückfahrt vor uns.

Die Flaute hält leider immer noch an, so dass wir wieder mit dem Hilfsmotor vorlieb nehmen müssen. Wir machen es uns auf dem Boot gemütlich.



Was man von aussen nicht vermutet, die "SV Domino" ist eigentlich ein Holzschiff mit einem behaglichen Interieur mit Küche, WC, Dusche, Ess- und Schlafabteil. Das Segelschiff wurde in Neuseeland gebaut und ist bereits 33 Jahre alt. Der Kapitän mit seiner Frau sind damit jahrelang auf den Südwestpazifik umhergekreuzt. Nächstes Jahr wollen sie wieder eine längere Kreuzfahrt unternehmen.

Allmählich entschwindet die kleine Insel hinter uns.

Noch wartet eine Überraschung auf uns. Auf halbem Weg ruft der Kapitän plötzlich, "Delphine Steuerbord vor uns!"

Wir hasten zum Bug, um diese in dieser Region inzwischen seltenen Gäste nicht zu verpassen. Die drei Delphine gleiten im Abstand von etwa 100 Metern an unserem Boot vorüber.


Der Kapitän hat längst auf Autosteuerung umgestellt und macht von uns ein schönes Foto, wo wir wieder einmal zu zweit drauf sind.

In Ufernähe gibt es noch eine kleine Brise. Die Wasserfarbe wechselt vom weisslichen Hellblau zu Dunkelblau, so dass wir die Gelegenheit benutzen und von diesem unvergesslichen Segeltrip noch ein paar schöne Fotos schiessen.


Kurz vor unserem Ziel legt sich ein anderes Segelboot quer zu unserem Kurs und bleibt erst noch stehen, um die Segel zu raffen. Unser Kapitän bleibt hartnäckig auf seinem Kurs (Autopilot) und fordert auf dem Bug stehend, das andere Boot unmissverständlich zur Weiterfahrt auf.

Es ist höchst Zeit, als das Segelschiff mit Motorhilfe aus unserem Kurs fährt und einen Zusammenstoss verhindert :-)

Wir fahren nach 2 ½ Stunden Überfahrt in den Hafen von "Airlie Beach" ein.

Ein "Pearl Lugger" (Zweimaster) liegt zurzeit ebenfalls vor Anker.

Wir laufen in den Hafen ein.

Die Frau des Kapitäns wartet bereits am Pier und hilft beim Andocken.

Der Tagestrip mit der "SV Domino" war ein tolles Erlebnis und ist absolut empfehlenswert. Leider hat uns das aufregende Abenteuer mit Starkwindsegeln etwas gefehlt. Das Schnorcheln durch die bunte Unterwasserwelt des "Bali Hai Reef" war dafür umso eindrucksvoller.

In Airlie Beach (Qld) (Sonntag, 7.6.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 30 Grad / Wind: 3 – 4 Bf.

Der Himmel präsentiert sich heute Morgen wolkenlos und strahlend blau, von Nebel keine Spur. Das Thermometer zeigt bereits 20 Grad an. Wir verlängern unseren Aufenthalt in "Airlie Beach" um einen weiteren Tag und legen wieder einmal einen "recovery and recreation day" ein.

Als wir am späteren Vormittag an der Promenade von "Airlie Beach" entlang spazieren, trauen wir unseren Augen nicht. Es hat bereits 3 bis 4 Beaufort Wind aus nördlicher Richtung. Ironie des Schicksals: Wir haben wohl gestern für unseren Segelturn den einzigen Flautentag des Jahres in Australien erwischt.

Das "Pizza Beagles" scheint heute geschlossen zu sein. Bei "Subway", ein paar Schritte weiter, essen wir unser favorisiertes Sandwich.

Der Swimmingpool in "Airlie Beach" ist heute Sonntag gut besucht.

Am Strand badet hier kaum jemand, obwohl zurzeit keine "Jelly-Box-Fish" Gefahr besteht.

Im "McCafé" aktualisieren wir noch unser Reisetagebuch und empfangen die neuesten EMails.

Ganz entgegen meiner sonstigen Gewohnheit (Heinz), sichte ich diese nur, lese ich sie aber nicht durch. Das ist ein grosser Fehler, wie sich später herausstellt, denn Sandra und Frank aus Radebeul haben eben aus einem Internet-Café in "Airlie Beach" ein EMail an uns geschrieben. Als wir dieses EMail viel später durchlesen, wird uns klar, dass wir uns diesmal vielleicht um wenige Meter verpasst haben. Allerdings gibt es alleine an der Hauptstrasse von "Airlie Beach" mindestens 20 Internet-Ecken. Sogar "Global Gossip" ist hier zweimal vertreten. Vielleicht klappt's beim nächsten Mal :-)

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