Eungella - Mackay (Qld) (Donnerstag, 11.6.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 24 Grad / Wind: 3 – 4 Bf.
Noch einmal erleben wir einen bildschönen Sonnenaufgang über dem "Pioneer Valley". Wir verlassen heute diesen unvergleichlichen Ort und reisen weiter nach "Mackay".

Das Frühstücken mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen schätzen wir besonders, denn auch heute ist die Temperatur während der Nacht bis auf 10 Grad abgesunken.
Wir haben hier in "Eungella" eine wunderbare Zeit verbracht und können den Besuch dieser einzigartigen Gegend wärmstens empfehlen. Mit etwas Wehmut lassen wir unsere Blicke noch ein letztes Mal über auf das "Pioneer Valley" schweifen.
Dann heisst es endgültig Abschied nehmen von "Eungella", welches übrigens aus der Aborigines-Sprache stammt und "Land der Wolken" bedeutet.
"Mackay", unser nächstes Ziel, ist eine Stadt mit ca. 70'000 Einwohnern und liegt an der Einmündung des "Pioneer River" ins Meer. Sie ist geprägt von der Zuckerrohrindustrie im Hinterland. Ansonsten gibt es hier nicht allzu viel zu sehen. Wir versorgen uns mit den nötigen Lebensmitteln und füllen unseren Dieseltank auf.
Anschliessend suchen wir den "Top Tourist" Campingplatz "Andergrove Van Park" im Norden der Stadt auf. Dieser Platz ist grosszügig angelegt und verfügt über eine gute Infrastruktur.
Selbst grosse Reisemobile mit Anhänger finden hier problemlos Platz.
Etwas schade finden wir, dass der WLAN-Access satte A$ 8.00 pro Stunde kostet und nur als "continuously connection" möglich ist, d.h. kein mehrfaches Logon/Logoff. Dies ist uns dann doch zu teuer und vor allem zu unkomfortabel. Wir machen es uns vor unserem Büssli gemütlich und geniessen den Nachmittag.
Leider ist es hier ziemlich windig, so dass uns die 24 Grad nicht allzu warm vorkommen. Immer noch plagt uns auch ein wenig die Vorstellung, dass wir ausgerechnet den einzigen windlosen Tag für unseren Segelturn in "Airlie Beach" erwischt haben ;-)
Der Campingplatz sollte eigentlich "Palmgrove Van Park" heissen, denn der ganze Park verfügt über Hunderte von Palmen, welche zurzeit vollbepackt mit reifen Kokosnüssen sind. Am Boden liegen unzählige Kokosnüsse ungenutzt herum.
Anita schnappt sich eine relativ Frischgefallene, welche beim Schütteltest noch Milch enthält und macht sich mit Eifer ans Abschälen der Kokosfaserrinde. Leider haben wir dafür nur unzulängliches Werkzeug dabei. Unser "Leatherman" Multiwerkzeug hält für diesen Zweck lediglich ein Messer, eine Zange, einen Schraubenzieher und eine Holzsäge bereit.
Nachdem die Kokosfaserrinde gelöst ist, entleert man zuerst die Milch. Die Nuss besitzt drei natürliche Löcher. Eines davon ist relativ weich. Dieses bohrt man mit einem spitzen Messer auf und nimmt es als Ausguss. Damit die Milch überhaupt ausfliessen kann, bohrt man zusätzlich eine der beiden harten Öffnungen auf (mit Bohrer, Schrauben- oder Korkenzieher). Wenn die Milch angenehm riecht und dünnflüssig ist, ist auch das Fruchtfleisch essbar. Die Milch kann getrunken werden. Wer's mag?
Anschliessend schlägt man die Nuss gegen einen Stein um sie zu öffnen. Um das Fruchtfleisch von der Nuss zu trennen und zu portionieren, benutzt man ein spitzes Messer. Die dunkle Haut des Fruchtfleisches wird nicht abgeschält. Diese kann problemlos mitgegessen werden.
Um viertel vor sechs Uhr findet auf dem Campingplatz eine Fütterung der Vögel statt. Schon lange vorher warten riesige Heerscharen von Enten auf der Wiese und "Rainbow Lorikeets" auf den Palmen.


Im abendlichen Sonnenlicht kommen ihre bunten Farben besonders zur Geltung.
Als dann der Wärter mit dem Futter erscheint, ist die Hölle los.
Von überall her aus den Bäumen fliegen hunderte von "Rainbow Lorikeets" herbei. Das Gekreische wird für unsere Ohre beinahe unerträglich.
Ein Gerangel um das Futter entsteht, obwohl mehr als genug da ist.

Ob diese Überfütterung der Vögel gut für sie ist, bleibt zu bezweifeln, denn sie bewirkt in dieser extensiven Art auch eine sukzessive Abhängigkeit vom Menschen. Da die Fütterungen jeden Tag stattfinden, suchen sich die Vögel ihr Futter kaum mehr selbst. Zweifellos führt dies in dieser Gegend auch zu einer Überpopulation. Für die Gäste ist es nichtsdestotrotz ein riesen Spektakel, denn süss schauen diese putzigen Papageien alleweil aus.
Mackay - Yeppoon (Qld) (Freitag, 12.6.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 24 Grad / Wind: 2 – 3 Bf.
Trotz Meeresnähe ist es auch heute Morgen wieder bitter kalt (10 Grad). Wir verlegen unsere "Tai Chi Übungen" auf ein freies sonniges Rasenplätzchen am Rande des Campingpatzes. Anita holt sich anschliessend noch eine zweite Kokosnuss für unterwegs, denn diese schmecken vorzüglich.
Nach dem Frühstück fahren wir auf dem "Bruce Highway" weiter in Richtung Süden. Die Landschaft nach "Mackay" ist abwechslungsreich. Flachland und Hügel, Weide- und Buschland wechseln sich ab. Es herrscht eine herbstliche Stimmung.
In Dorf "Marlborough" machen wir auf einem Rastplatz einen Mittagshalt. Unser nächstes Ziel "Yeppoon" liegt direkt am Meer und verfügt über einen wunderbaren Strand. Wir steuern direkt den BIG4 Campingplatz "Discovery Holiday Park" an, der etwa 10 km südlich von "Yeppoon" an der "Capricorn Coast" liegt. Wir erhalten ein wunderschönes, sonniges Plätzchen, gleich neben einem farbenfrohen Bungalow ;-)

Der Campingplatz entspricht dem gewohnten hohen BIG4-Standard (NET4 WLAN inklusive) und ist grosszügig angelegt.
Er liegt nur ein paar Gehminuten vom Strand entfernt. Der einzige Nachteil, das Dorf "Yeppoon" liegt 10 Fahrminuten entfernt.
In der "Kitchen" haben wir wieder einmal ein nettes Schild entdeckt. Wir haben versucht, das Gebet ins Deutsche zu übersetzen und diese Übersetzung gleich in roter Schrift darunter gesetzt (ohne Gewähr).
Caravaners Prayer
Gebet eines Wohnwägelers
When I got up in the morning may the annex be quite dry.
Wenn ich am Morgen aufstehe, möge der Anhänger ziemlich trocken sein.
May the pegs be easily removed and no leaves stuck to the fly.
Mögen sich die Heringe leicht entfernen lassen und keine Blätter am Zelt kleben.
May the stabilisers wind up without that horified squeak.
Mögen sich die Hubstützen ohne schreckliches Gequitsche einfahren lassen.
And loose items give no trouble when them to stow we seek.
Und lose Gegenstände mögen keinen Ärger machen, wenn wir versuchen sie zu verstauen.
May I back up with the ball lined up precisely with its mate.
Wenn ich zurücksetze, möge die Anhängerkupplung genau dort sein, wo das Gegenstück ist.
And remember to remove the jockey wheel before it is too late.
Und erinnere mich, das Stützrad zu entfernen, bevor es zu spät ist.
May I drive away real smoothly the day's journey to begin.
Möge ich reibungslos wegfahren um die Tagesreise zu beginnen.
And not have to turn back with the key I should hand in,
Und nicht zurückfahren muss mit dem Schlüssel, den ich hätte abgeben sollen.
Let the road be sealed and free from works of the detour kind.
Lass die Strasse geteert sein und frei von Baustellenumleitungen.
May the rain refrain from falling and the wind blow behind.
Möge der Regen sich zurückhalten und der Wind von hinten blasen.
Don't let flies come in their millions when we make our morning stop.
Lass die Fliegen nicht millionenweise umherschwirren, wenn wir unseren Morgenhalt machen.
Let the thermos not be empty cause I forget to screw the top.
Lass die Thermosflasche nicht leer sein, weil ich vergessen habe den Deckel zu schliessen.
May the road signs not confuse us as we go along our way.
Mögen die Verkehrszeichen uns nicht verwirren, solange wir unterwegs sind.
And let no sheep or kangoroos on roadway stray.
Und lass keine Schafe und Kangaroos auf der Strasse umherstreunen.
Let us reach the caravan park well before the night.
Lass uns den Campingpatz erreichen bevor es einnachtet.
And dear God let there be a suitable powered site.
Und lieber Gott mach, dass es eine passende Parzelle mit Strom gibt.
May the site be large and roomy and drive through.
Möge die Parzelle gross, geräumig und durchfahrbar sein.
Or please let there somebody there to tell me what to do.
Oder bitte lass jemanden dort sein, der mir sagt, was zu tun ist.
Don't let me try for hours to get the wretched van in place,
Lass mich nicht stundenlang versuchen, den elenden Wohnwagen zu platzieren,
Whatched by others campers with a smile upon their face.
beobachtet durch andere Campers mit einem Lachen in ihrem Gesicht.
Oh if you want to punish me for some forgotten sin,
Oh, wenn Du mich bestrafen möchtest wegen einigen vergessenen Sünden,
Don't let it be by leaving me with my wife to guide me in.
lass mich nicht alleine, beim Einweisen durch meine Frau.
And there is another thing I do of you beseech.
Und da ist eine andere Sache, um die ich dich anflehe.
When finally the vans in place Please let the power cord reach,
Wenn der Wohnwagen endlich an seinem Platz ist, lass das Stromkabel lange genug sein.
They say you are a God of love and this indeed is true.
Sie sagen, du seist ein Gott der Liebe und dies ist in der Tat wahr.
Please ensure I get the site not far from the loo.
Bitte stelle sicher, dass ich einen Platz nicht weit vom WC erhalte.
If I want to go at night so desparate I will be.
Wenn ich in der Nacht gehen möchte, verzweifelt wie ich bin,
Don't let me get to the loo to find I have no key.
lass mich nicht zum WC gehen, um herauszufinden, dass ich keinen Schlüssel habe.
I pray that all the campers around and about our site,
Ich bete, dass alle Camper rundherum um unseren Platz
Are kind and considerate especially through the night,
nett und rücksichtsvoll sind, speziell in der Nacht.
And when at last I go to bed and gently close the door,
Und wenn ich endlich ins Bett gehe und leise die Türe schliesse,
O Please God don't let me be the only one to snore.
O bitte lieber Gott, lass mich nicht der Einzige sein, der schnarcht.
Amen and good night :-)
Eine typische Situation bei den Caravanern, die beidseitig immer viel Geduld und Verständnis verlangt.
In Yeppoon (Qld) (Samstag, 13.6.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 28 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.
Heute Morgen schauen wir zuerst aufs Thermometer. Mit 13 Grad ist es immerhin 3 Grad wärmer als gestern. Für die nächsten Tage haben die Wetterfrösche wieder wärmeres Wetter bis 28 Grad vorhergesagt. Mal sehen, ob's stimmt. Weil zur morgendliche Stunde gerade Ebbe herrscht, ist der nahe Sandstrand ideal zum Joggen.
Wir befinden uns zwar immer noch in der tropischen Zone. Erst südlich von "Rockhampton" gelangen wir dann wieder in die subtropische Zone. Doch die Wetterlage war in den letzten Tagen generell relativ kühl. So sind wir froh, dass wir das Frühstück seit langem wieder einmal im T-Shirt geniessen können :-)
Die australischen "Kiwis" schmecken so fruchtig süss, wie kaum anderswo. Der Hauptgrund dürfte darin liegen, dass sie in praktisch ausgereiftem Zustand vom Bauern direkt in den Laden und von dort zum Konsumenten gelangen. Wir geniessen die saftigen Früchte ausgiebig, solange wir noch hier sind.
Nach dem Frühstück fahren wir entlang der Küste nach "Yeppoon". Unterwegs besteigen wir den Outlook des "Double Head". Hier geniessen wir die tolle Rundumsicht auf die Sandstrände und die vorgelagerten Inselgruppen.


Der "Double Head" soll vor 60 Mio. Jahren ein Doppelvulkan gewesen sein.
Direkt unter uns zu Füssen liegt der "Rosslyn Bay Harbour".
Wir fahren weiter ins Dorf "Yeppoon" hinein. An der Strandpromenade spielt heute Morgen die Dorfblasmusik auf.

Ausser der Hauptstrasse mit den vielen Shops, Boutiquen, Restaurants und Cafés gibt es in "Yeppoon" nicht allzu viel zu sehen.
Beim "Subway" essen wir unseren gewohnten Lunch, etwas einfallslos vielleicht, aber schmecken tut er ausgezeichnet :-)
Jetzt wissen wir endlich, wozu die Australier all ihre vielen 4WD Fahrzeuge benötigen. Die Strassen werden oft in der Fallsenkrechten auf die Hügel hinauf gebaut. Die Steigung beträgt hier beachtliche 25%.

Die Aussicht vom Villenhügel auf das Dorf und die Küste ist jedoch eindrücklich.

Wir fahren zurück zum Campingplatz und geniessen die warme Nachmittagsonne vor dem Büssli. Überraschend werden wir von einem älteren Pärchen zum Aperitif eingeladen. Wir haben gestern ihren Büchsenöffner benützen dürfen, weil unserer für die kleine Büchse nicht brauchbar war. Wir nehmen die Einladung dankend an.
Das Reisemobile des australischen Ehepaars ist ähnlich aufgebaut wie unser eigenes Zuhause. Es hat allerdings bereits 22 Jahre auf dem Buckel, ist aber gut Instand und heimelig eingerichtet. Nancy und Ian kommen aus "Melbourne" und waren auch schon in Europa. Wir haben jede Menge Gesprächsstoff, so dass wir beinahe das Abendessen vergessen.
WICHTIG! Die Beiträge werden chronologisch absteigend angezeigt, d.h. der neueste Beitrag steht immer zuoberst. Es werden immer nur die letzten 2 bis 3 Beiträge gleichzeitig angezeigt. Weitere, ältere Beiträge können auf vier Arten im Navigationsbereich (rechts) aufgerufen (Blog-Archiv + Kategorien) oder mit Stichworten im ganzen Reisetagebuch gesucht werden (Suchfeld links oben):
- pro Jahr (z. B. ganzes Jahr 2008) --> Achtung, sehr lange Download-Zeit!
- pro Monat (z. B. November) --> Achtung, evtl. lange Download-Zeit!
- pro Beitrag (z. B. In Sydney)
- pro Kategorie (z. B. Thailand) --> Link Ältere Posts anzeigen benützen!
Zusätzlich können am Ende aller angezeigten Beiträge immer die "Startseite", "Neueren Posts" und "Älteren Posts" dazu aufgerufen werden.
NEU! Bei Ortschaften (z.B. im Titel) sind Google-Maps hinterlegt, die direkt auf die entsprechende Landkarte führen (nach Gebrauch im IE wieder zurückblättern).
- pro Jahr (z. B. ganzes Jahr 2008) --> Achtung, sehr lange Download-Zeit!
- pro Monat (z. B. November) --> Achtung, evtl. lange Download-Zeit!
- pro Beitrag (z. B. In Sydney)
- pro Kategorie (z. B. Thailand) --> Link Ältere Posts anzeigen benützen!
Zusätzlich können am Ende aller angezeigten Beiträge immer die "Startseite", "Neueren Posts" und "Älteren Posts" dazu aufgerufen werden.
NEU! Bei Ortschaften (z.B. im Titel) sind Google-Maps hinterlegt, die direkt auf die entsprechende Landkarte führen (nach Gebrauch im IE wieder zurückblättern).
Donnerstag, 11. Juni 2009
Brisbane IV (QLD) (im Campervan)
Kategorien (Labels):
Australien
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Wichtig: Mittlerweile verfügen wir über sechs unabhängige Reisetagebücher. In der Navigationsleiste (rechts) unter der Rubrik "Impressum" kann jedes der Reisetagebücher direkt erreicht werden. Zusätzlich zum aktuellen sind gegenwärtig folgende Reisetagebücher verfügbar:
- Reisetagebuch 1 (Europa-Reisen 2007)
- Reisetagebuch 2 (Europa-Reisen 2008)
- Reisetagebuch 4 (Europa-Reisen 2009)
- Reisetagebuch 5 (Europa-Reisen 2010)
- Reisetagebuch 6 (Europa-Reisen 2011)
- Reisetagebuch 7 (Neuseeland-/Australien-Reise 2011/2012)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen