Airlie Beach – Cape Hillsborough (Qld)
(Montag, 8.6.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 28 Grad / Wind: 3 – 4 Bf.
Unser nächstes Ziel, der Nationalpark "Cape Hillsborough", liegt nur etwa 100 km weiter südlich. Nach zwei Stunden Fahrt, davon 10 km auf "Gravelroad", sind wir dort. Auf dem Damm zu dieser Halbinsel liegt das "Nature Resort", wo wir uns ein sonniges Plätzchen aussuchen.
Obwohl der Campingplatz direkt am wunderschönen Sandstrand liegt, steht wegen des "Box-Jelly-Fish", der hier während der "Wet Season" das Baden im Meer verunmöglicht, ein grosser Swimmingpool zur Verfügung.
Am Strand werden wir von den Wallabis herzlich begrüsst. Sie sind hier selten zutraulich.


Ein Wallabi am Sandstrand ist eher ein ungewöhnliches Bild. Die Tiere trinken hier Meerwasser um dadurch ihr Salzmanko auszugleichen.
Die hüpfenden Tiere fühlen sich hier auf der Halbinsel scheinbar ausgesprochen wohl.

Um die Mittagszeit suchen sich die Tiere ein schattiges Plätzchen um zu ruhen.
Nach dem Lunch unternehmen wir eine stündige Wanderung entlang des "Andrews Point Tracks" auf die Halbinsel.
Der Track beginnt am Strand und endet auch wieder am selbigen. Allerdings kann der ganze Rundgang nur bei Ebbe auf diese Art begangen werden.
Der Weg führt teilweise steil über Felsstufen bergauf. Gutes Schuhwerk wird empfohlen.

Vom "Lookout" aus haben wir einen wunderbaren Ausblick auf den Sandstrand und die vorgelagerte Insel, "Wedge Island", welche bei Ebbe über einen Damm ebenfalls erreicht werden kann.


Zurück an den Strand geht es zügiger. In den Waldlichtungen wandern wir durch skurrile "Gras Trees", welche vom Aussehen her eine gewisse Ähnlichkeit mit den "Farn Trees" besitzen.
Die Ebbe gibt allmählich den Damm zu "Wedge Island" frei. Erst um 17.30 Uhr soll jedoch der Tiefststand erreicht sein.

Die Felsformationen entlang des Strandes stehen bereits frei.

Als wir zum Campingplatz zurückkommen, grast hinter unserem Büssli ein einzelnes Wallabi und lässt sich durch unsere Anwesenheit auch nicht stören.

Plötzlich hören wir das typischen Gelächter eines "Kookaburra". Frech schaut dieser putzige Vogel auf uns herab.
Kurz danach fliegen noch drei weitere dieser fleischfressenden Vögel herbei. Sie haben scheinbar etwas Essbares entdeckt, deshalb auch ihr weit hörbarer Ruf.
Noch nie waren wir freilebenden "Kookaburras" so nahe. Diese faszinierten Vögel sind hier ungewöhnlich zutraulich.

Heute gibt's wieder mal australisches Lamm. Dieses schmeckt mindestens so gut, wie das bei uns zuhause aus Neuseeland importierte.
Cape Hillsborough - Eungella (Qld)
(Dienstag, 9.6.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 25 Grad / Wind: 1 – 3 Bf.
Bereits um halb Sechs findet am Strand die Fütterung der Wallabis und Kangeroos statt.

Es ist ein tolles Erlebnis, denen an sich wild lebenden Tieren so nahe zu sein.

Die Wallabis sind ans Streicheln gewöhnt und geniessen es sichtlich.
Anschliessend machen wir entlang des Strandes eine Joggingrunde (glücklicherweise herrscht im Moment Ebbe).
Relativ spät verlassen wir heute diesen wunderschönen "Kangaroo-Strand" und fahren weiter der Ostküste entlang nach Süden. Bei "Mackay "zweigen wir ins Landesinnere ab, um uns den "Eungella National Park" anzuschauen. Als erstes schauen wir uns den "Finch Hatton Gorge" an. Bis zu diesem Nationalpark müssen wir mindestens sechs "Floodways" durchqueren. Zum Glück ist der Wasserstand nicht allzu tief und der Untergrund betoniert, so dass unser Büssli damit keine Probleme hat.

Bei der "Picnic Area" warten schon die "Kookaburras". Bisweilen fliegen sie haarscharf an unseren Köpfen vorbei, so dass wir jeweils instinktiv die Köpfe einziehen. Zum Glück sind sie Langsamflieger und nicht so schnell wie die Schwalben.

Am liebsten würde man diese "schnüssigen" Geschöpfe streicheln.
Wir spazieren über einen "Walk Trail" eine halbe Stunde durch den Urwald hinauf zu einem kleinen Wasserfall mit Pool.
Zum Schwimmen ist das Wasser allerdings viel zu kalt.

Wir fahren weiter nach "Eungella" unserem heutigen Tagesziel. Im "Pioneer Valley" wird vor allen Zuckerrohr angepflanzt.
Entlang den Feldern findet man oft die Geleise für das Zuckerrohrbähnchen.
Irgendwann queren wir noch den "Broken River".
Allmählich wir das Tal enger und die Strasse steiler. Unser Ziel liegt auf dem Bergkamm auf 736 m Höhe über Meer.
Die letzten Kilometer steigt die Strasse bis zu 12 % an und ist für LKW und Caravans gesperrt. Oben angekommen, trinken wir im Restaurant des "Hotel Chalet" einen Cappuccino.
Die Aussicht auf das "Pioneer Valley" ist grandios.
Das Hotel verfügt auch über einen Swimmingpool.
Wir verschieben uns auf den nahen Campingplatz "Eungella Holiday Park", welcher eine ebenso traumhafte Aussicht auf das weite "Pioneer Valley" bietet. Unser Büssli steht direkt an der Kante vom Berghang. Dies ist wohl einer der schönst gelegenen Campingplätze, welchen wir in Australien je gesehen haben. Auch gratis WLAN ist vorhanden :-)
Es kühlt hier oben im Landesinnern doch ganz schön ab, so dass wir uns entschliessen im "Restaurant Chalet" essen zu gehen. Tanja und Karsten, ein Pärchen aus Deutschland, kommen ebenfalls mit. Wir haben uns auf dem letzten Campingplatz in "Cape Hillsborough" kennengelernt. Das Essen schmeckt ausgezeichnet, und wir verbringen zusammen einen gemütlichen, kurzweiligen Abend.
Im Eungella Nationalpark (Qld) (Mittwoch, 10.6.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 22 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.
Wir stehen heute früh auf, denn wir wollen das "Platypus" (Schnabeltier) anschauen. Dieses nur in Australien lebende Wassertier ist am besten in den Tagesrandstunden beobachtbar, da es eigentlich ein nachtaktiver Einzelgänger ist. Der "Platypus" ist ein eierlegendes Säugetier, welches ausgezeichnet schwimmen kann und den Grossteil seines Lebens im Wasser verbringt. Es bevorzugt saubere, stehende oder fliessende Gewässer. Es kommt in "Queensland", "New South Wales", "Victoria" und auf der Insel "Tasmanien" vor.
Die Morgendämmerung zaubert eine atemberaubende Stimmung über das "Pioneer Valley".

Allmählich erwacht das Tal aus seinem Schlaf. Wir geniessen die aufgehende Sonne beim Frühstück von der Veranda des Campingplatzes aus.
Nach dem Frühstück fahren wir direkt zum "Broken River" hinunter. Es ist heute Morgen bitter kalt. Das Thermometer zeigt nur gerade 10 Grad an. In Muldenlagen in Bodennähe sinkt die Temperatur bis auf 0 Grad ab. Wir glauben an den Strassenrändern sogar Raureif zu erkennen. Wir haben alle unsere warmen Sachen übergezogen. Um den "Platypus" zu beobachten gibt es entlang des Flusses einen Spazierweg mit verschiedenen Aussichtsplattformen.

Es gibt hier auch eine Menge Wasserschildkörten.
Nach langem Warten entdecken wir dann endlich das erste "Platypus". Sie tauchen meist nur für kurze Augenblicke auf und es ist nicht ganz einfach sie zu fotografieren.

Die seltsam anmutenden Tiere sind gar nicht gross. Die Körperlänge der Schnabeltiere beträgt lediglich 30 bis 40 Zentimeter. Der Schwanz, der als Fettspeicher verwendet wird, ist 10 bis 15 Zentimeter lang.

Zum Abschluss unseres morgendlichen Ausflugs flattert unerwartet ein farbenprächtiger, kleiner Vogel direkt vor uns auf einen Ast.

Wir fahren zurück zum Campingplatz, um uns bei einem heissen Café etwas aufzuwärmen. Unterwegs legen wir beim "Sky Window Outlook" noch einen kurzen Halt ein. Die Aussicht auf das grüne "Pioneer Valley" ist herrlich.

Die "Kookaburras" sind hier omnipräsent. Als Anita für kurze Zeit nicht aufpasst, stiehlt einer dieser lustigen Vögel doch glatt einen Grapefruit-Schnitz vom Teller.

Sie sind nicht nur frech, sie schauen auch ebenso frech drein.
Gleich neben unserem Büssli steht ein Mandarinenbaum, voll mit reifen Früchten. (Nein, wir haben die Mandarinen im Laden gekauft ;-)
Nach dem Lunch spazieren wir auf dem "Walk Track" von "Eungella" bis zum "Sky Window Lookout", ein Weg, der quer durch den tropischen Urwald verläuft.


Die saftgrünen "Palm Trees" sind immer wieder faszinierend. Sie sind hier besonders hochstämmig.

Die tropischen Bäume beherbergen oft andere Pflanzen, wie beispielsweise Orchideen. Der Weg führt mitten durch eines dieser Prachtexemplare.


Der absolute Höhepunkt des heutigen Tages ist "Susanne's Hideaway Café". Dieses Bijoux von einem Anwesen und speziell der Garten sind unvergleichliche Prachtstücke, wie aus einer anderen Welt.

Zunächst geniessen wir auf der Veranda mit wunderbarem Ausblick auf die Hügellandschaft von "Eungella" einen Cappuccino mit hausgemachtem Apfelstrudel.
Bereits der Apfelstrudel deutet darauf hin, dass wir es hier mit einem ganz aussergewöhnlichen Menschen zu tun haben. Er ist mit viel Liebe zubereitet und schmeckt hervorragend. Wir tippen auf eine deutsche oder österreichische Herkunft. Im Gespräch stellt sich dann heraus, dass sie vor 20 Jahren aus Deutschland ausgewandert ist :-)
Wir fühlen uns wie in ein bezauberndes Märchenland versetzt. Susanne ist eine wahre Künstlerin und besitzt eine Kreativität die ihresgleichen sucht. Viele ihrer Kunstwerke verschiedenster Art hat sie in einer stilvollen Galerie ausgestellt (hier aus Rücksicht auf die Kunstwerke nicht auf dem Bild).
Schlussendlich dürfen wir ihren privaten Garten betreten.
Durch ein schmuckes Gartentor treten wir ein in ein absolutes Bijoux von einem tropischen Ziergarten.
Was uns hier erwartet, schlägt alles bisher Erlebte. Uns präsentiert sich eine einzigartige Märchenlandschaft. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Millionen kleine, farbige Glassteine bilden hier kunstvolle Blumen, Ornamente, Pilze, Tiere, Engel und viele andere Kunstwerke. Der ganze Garten ist zudem mit dezenter Hintergrundmusik hinterlegt, welche aus versteckten Lautsprechern die Ohren streichelt.

Wir schweben wie im Traum durch die weit verzweigten Wege.
Einfach unglaublich, was diese Frau hier geschaffen und wieviel Zeit, Energie und Liebe sie in diesen Garten und das Haus eingebracht hat.


Dabei hat sie sich an die unterschiedlichsten Themen herangewagt, wie hier zum Beispiel eine Schatzkammer,
ein Orchideenhaus,
oder ein Lagerfeuer.
Wir finden hier auch typische Gartenelemente, wie der Schwan im Teich,
die Vögel im Walde
oder einen Früchtekorb. Alles ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet und hergerichtet.
Wir sind von dem wunderschönen Garten begeistert und bedanken uns herzlich bei dieser bemerkenswerten Frau. Zum Campingplatz zurück brauchen wir nicht weit zu gehen. Wir geniessen die warme Nachmittagssonne, denn heute ist seit langem einer der kältesten Tage (max. 22 Grad).
Wir haben gestern im "Restaurant Chalet" ausgezeichnet und erst noch preiswert gegessen, so dass wir heute ein weiteres Mal die gute Küche geniessen.
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Montag, 8. Juni 2009
Brisbane III (QLD) (im Campervan)
Kategorien (Labels):
Australien
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1 Kommentar:
Wow, wir sind begeistert vom der Tierwelt, die ihr so nah erleben könnt. Einfach grossartig. Liebe Grüsse von den Parfusses
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