Bundaberg - Hervey Bay (Qld) (Sonntag, 21.6.2009)
Wetter: schön / Temp.: 27 Grad / Wind: 2 – 4 Bf.
Etwas überrascht waren wir schon, als es in der Nacht plötzlich zu regnen angefangen hat. Der Spuk hat jedoch nur ein paar Minuten gedauert, und am Morgen ist der Himmel erstaunlicherweise wieder wolkenlos.
Von den Kookaburras lassen wir uns gerne mit ihrem ansteckenden Gelächter aus dem Schlaf wecken. Lachen ist schliesslich gesund :-).

Unsere nächste Destination ist der Ferienort "Hervey Bay". Er liegt nur 118 km von unserem jetzigen Standort entfernt und ist bekannt als "Whale Watching Capital". Er verfügt über eine "Esplanade" mit unzähligen einladenden Boutiquen, Cafés und Restaurants. Ausserdem wirbt er mit den über 40 km unberührten, wunderschönen Stränden. Unmittelbar vor "Hervey Bay" liegt die ebenso bekannte Insel "Fraser Island", welche nur mit 4WD-Fahrzeugen befahrbar ist.
Nachdem die Wale dieses Jahr etwas früher eingetroffen sein sollen, möchten wir die Gelegenheit nutzen und eine "Whale Watching Tour" buchen. Mal sehen, in wie weit unsere Informationen darüber stimmen.
Obwohl heute Sonntag ist, oder vielleicht gerade deshalb, herrscht auf dem "Bruce Highway" relativ dichter Verkehr.
Wir fahren an ausgedehnten Ananas- und Macademia Nut-Plantagen vorbei.


Noch vor Mittag treffen wir in "Hervey Bay" ein. Wir sind überrascht von der Grösse und der städtischen Art des Ferienortes. Eigentlich haben wir ein Dorf, ähnlich wie "Airlie Beach", erwartet.
Auf dem "Top Tourist Park Australiana" mitten in "Hervey Bay" erhalten wir eine sonnige Parzelle. Der Campingplatz verfügt über eine sehr gute Infrastruktur. WLAN ist hier sogar gratis! Wir sind begeistert.


Als wir uns an der Rezeption über die "Whale Watching Tour" erkundigen, teilt uns die nette Frau mit, dass die Wale erst hinter der Insel "Fraser Island" gesichtet worden seien und von hier aus zurzeit noch keine Touren angeboten würden.
Am Nachmittag fahren wir der über 14 km langen "Esplanade" entlang, um uns einen Überblick über "Hervey Bay" zu verschaffen.
Der Ort besteht eigentlich aus mehreren Ortschaften, die mittlerweile zusammengewachsen sind. Wir beginnen unsere Entdeckungsreise mit dem südlichsten Teil "Urangan". Auffallend ist hier der riesen lange Bootssteg, welcher bei der zurzeit herrschenden Ebbe besonders weit aus dem Wasser ragt. Die Tide beträgt hier etwa drei Meter.
Besonders eindrücklich ist auch das imposante "Peppers Pier Resort". Das riesige Bauwerk mit einer aufwendigen Architektur erstellt, ist bestimmt eines der Formvollendetsten am Platz.

In Hervey Bay (Qld) (Montag, 22.6.2009)
Wetter: regnerisch / Temp.: 22 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.
Zunächst die gute Nachricht: Als wir um halb Sieben aufwachen, zeigt das Thermometer bereits 20 Grad an. Die Schlechte: Es fängt eben an zu regnen. Wir sind nicht überrascht, denn die Wetterprognosen für die ganze Ostküste sind für die nächsten Tage nicht eben rosig.
Die Gartenanlage unseres Campingplatzes ist, wie so oft in Australien, mit viel Aufwand gestaltet und gepflegt. Wir haben Zeit, uns etwas genauer umzusehen. Wo man oftmals achtlos vorübergeht, entdeckt man plötzlich wunderschöne Pflanzen, die diesen lauen Regen durchaus schätzen.


Das saftige Grün der Blätter kommt jetzt richtig zur Geltung.


Obwohl hier Winterzeit herrscht, treiben verschiedene tropische Palmenarten Blüten.

Inzwischen hat es sich so richtig eingeregnet und der Himmel ist für einmal grau statt blau. Für den Nachmittag sagen die Wetterfrösche zwar wieder Auflockerung der Wolken voraus :-) Wir sind aber skeptisch, denn es regnet sich so richtig ein. Es scheint der erste richtige Regentag zu werden, seit wir auf unserer Australienreise sind :-(( Somit haben wir für heute keine grossen Pläne. Wir bleiben in unserem Büssli und schalten einen Lese-/Schreib-/Computertag ein. Abendessen gibt's heute wegen des nassen Wetters beim Italiener.
In Hervey Bay (Qld) (Dienstag, 23.6.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 26 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.
Während der Nacht hat es zu regnen aufgehört. Die aufgelockerte Bewölkung lässt bereits die ersten Sonnenstrahlen durch. Wir können sogar bei Sonnenschein frühstücken :-)
Anschliessend spazieren wir an den Strand, der nur 10 Gehminuten von unserem Campingplatz entfernt liegt. Im Dorfteil "Scarness" bummeln wir etwas der "Esplanade" entlang.

Die Wolken lösen sich allmählich auf. Es wird wieder ein wunderschöner Tag. Bei "Enzo's Café", direkt am Sandstrand, genehmigen wir uns einen feinen Cappuccino.
Die Flagge auf dem Dach deutet darauf hin, dass das gemütliche Lokal in Deutsch/Italienischer Hand ist. Der Café schmeckt ausgezeichnet.
Unsere Entdeckungsreise führt uns ans südlichste Ende von "Hervey Bay", wo der "Boat Harbour" liegt. Der lebensgosse Wal weist unmissverständlich auf die Hauptattraktion des Feriendorfes hin.
Vom "Boat Club" Gebäude aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf den Bootshafen und die vielen Yachten, die hier vor Anker liegen.

Weil es hier so schön ist, beschliessen wir kurzerhand, gleich vor Ort in "Sinbad's Bistro" den Lunch einzunehmen. Und es ist eine gute Entscheidung. Das Lokal ist absolut empfehlenswert. Wir haben selten so preiswert und gut gegessen, wie hier. Für "Chilli Prawns" mit Reis und Gemüsebeilage (5 Sorten) bezahlen wir lediglich A$ 22.50 und die Portionen sind veritabel.
Nach einen kurzen Besuch bei Bekannten (die leider in den Ferien weilen), fahren wir zurück nach "Scarness". Die Ebbe lässt den Strand nicht mehr so makellos wie am Morgen erscheinen. Hinter dem nun breiten Sandstrand kommt bereits Felsgestein zum Vorschein.

Wir vergnügen uns, wie jeden Abend, an den verspielten "Rainbow Lorikeets".

Wenn wir wieder in Europa sind, werden wir sie und ihr abendliches Konzert bestimmt vermissen.
Hervey Bay – Rainbow Beach (Qld) (Mittwoch, 24.6.2009)
Wetter: schön bis heiter / Temp.: 26 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.
Der Tag beginnt abermals beinahe wolkenlos. Lediglich ein paar Nebelschwaden ziehen, vom Morgenwind getrieben, seewärts. Wir fahren beizeiten los, um den schönen Tag zu nutzen. Nach zwei Stunden Fahrt treffen wir im 130 km entfernten "Rainbow Beach" ein. Der Campingplatz "Rainbow Beach Holiday Village" liegt mitten im Dorfkern, nur ein paar Meter vom Strand entfernt.
Leider ist der Himmel inzwischen von hohen Cirrenwolken überzogen, so dass der "Rainbow Beach" seine Farbenpracht nicht so richtig entfalten kann.

Dafür gibt es andere Attraktionen am Strand zu bewundern, wie dieses im Sand versunkene Autowrack. Eigentlich haben wir das "Cherry Venture Shipwreck", ein Schiffswrack aus der Zeit der Dampfschiffe erwartet. Aber vielleicht finden wir dieses ja noch.
Der auf dem hübschen Toilettenhäuschen abgebildete Strand von "Rainbow Beach" schaut jedenfalls besser aus :-)
Bewundernswert sind die vielen "Pandanus Palms" mit diesen speziellen Wurzeln, die man entlang des ganzen Strandes sieht.

Nach dem Mittagslunch spazieren wir zum 30 Gehminuten entfernten "Carlo Sand Blow Lookout". Auf dem gut ausgebauten Weg dorthin entdecken wir auf einem Baum sogar einen "Waran".

Die Sandbank von "Cooloola's ancient Sands" hat sich über mehrere Tausend von Jahren angehäuft durch die Kraft des Windes und Wassers. Schon "Captain James Cook" hatte 1770 bei seiner Entdeckungsreise entlang der Ostküste dieses Sandphänomen beschrieben.

Der Sand ist ultrafein und leicht gelblich. Teilweise sind auch beinahe weisse Stellen darunter.

Die Sanddüne hat gewaltige Ausmasse und reicht weit in den Busch hinaus.

Unser Spaziergang hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wenigstens ist der Sonnenuntergang Dank der Wolken etwas spektakulärerer.
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Sonntag, 21. Juni 2009
Brisbane VII (QLD) (im Campervan)
Kategorien (Labels):
Australien
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