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Sonntag, 12. Juli 2009

Back to Sydney II (NSW) (im Campervan)

Southport (Qld) – Tweed Heads (NSW) (Sonntag, 12.7.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 25 Grad / Wind: 1 - 3 Bf.

Ein prachtvoller Tag kündigt sich mit einem makellosen blauen Himmel an. Alle Wolken von gestern sind weggeblasen. Zudem ist es beinahe windstill, ideal für unser sonntägliches Frühstück mit Ei.

Heute überqueren wir die Staatsgrenze von "Queensland" nach "New South Wales". Unser Ziel "Tweed Heads" liegt gleich hinter dieser Grenze, welche seltsamerweise nicht am natürlichen "Tweed River" liegt, sondern quer durch die Landschaft bzw. den Flugplatz verläuft.

Unterwegs machen wir im gefälligen "Burleigh Heads" Halt und schauen uns dort die Surfszene an. Es findet eben ein kleiner Wellensurf-Event statt, so dass die sonntägliche Strandpromenade ziemlich bevölkert ist. Wir müssen ungewöhnlich lange suchen, bis wir einen Parkplatz für unser Büssli finden. Dafür fahren wir an einem stilvollen Wolkenkratzer vorbei.

Der Strand ist total auf die Surfszene ausgerichtet.

Es werden auch jede Menge Einführungskurse und Mietboards angeboten. Der Strand bietet für alle Schwierigkeitsgrade die geeignete Welle.

Das ansteigende Parkgelände ist auch für die Zuschauer und die Jury des Wettbewerbs ideal gelegen.


Der Blick zurück nach "Southport" über das schäumende Meer ist beeindruckend.


Aber wenden wir uns doch ein wenig den unerschrockenen Surfern zu, wie sie teilweise ohne Neoprene bei 19 Grad Wasser- und 24 Grad Lufttemperatur durch die bis vier Meter hohen Wellen gleiten.



Für in Not geratene sind die mutigen "Life Guards" mit "Jet-Skis" sofort zur Stelle.

Die Wucht der Wellen ist nicht zu unterschätzen.

Wir werfen noch einen letzten Blick zurück auf die Skyline des "Surfers Paradise", bevor wir in Richtung Süden nach "Tweed Heads" weiter fahren.

Der angepeilte Campingplatz "Pyramid Holiday Park" ist ein "Top Tourist Park" mit toller Infrastruktur und "free WLAN" inklusive. Einziger Nachteil, er liegt beinahe in der Achse der Fluglandpiste :-) Obwohl der Flughafen relativ klein ist, wird er immerhin von "Sydney", "Melbourne", "Adelaide", "New Castle", "Canberra", "Townsville", "Neuseeland", "Malaysia", "Fiji" und sogar von "Japan" aus angeflogen.

Nichtsdestotrotz ist die Nachtruhe gesichert, denn das letzte Flugzeug landet kurz nach 22.00 Uhr und das erste haben wir erst gegen acht Uhr gesichtet.

Nach einem kurzen Einkauf im wunderschönen "Centro Tweed Shopping Centre" fahren wir an die gleich dahinter liegende Küste.


Die tolle Brandung wird auch hier von vielen Surfern genutzt.


Wir besteigen den "Flagstaff" Aussichtspunkt am äussersten Ende der Halbinsel von "Coolangatta" und geniessen die wunderbare Aussicht auf das brausende Meer.


Hier oben befindet sich auch ein weiteres "James Cook Denkmal" mit Glockenspiel. Das Bauwerk ist exakt in Nord-Süd-Ost-West Ausrichtung gebaut worden.


Mitten in der Brandungszone liegt ein kleiner Swimmingpool, der bei der jetzt herrschenden Flut von jeder Welle überspült wird.

Einige besonders Wasserbegeisterte stellen sich hartnäckig den mächtigen Wellen.

Die Wucht solcher Wassermassen ist nicht zu unterschätzen. Es braucht dazu schon ein gehöriges Stück Wagemut, dies ohne Neoprenanzug, nur mit Badehose bekleidet, durchzustehen.



Nach einem Cappuccino im einzigen "Café DBar" auf diesem Aussichtspunkt, spazieren wir wieder zurück zum Büssli.

Tweed HeadsMount Warning (NSW) (Montag, 13.7.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 24 Grad / Wind: 1 - 3 Bf.

Jeden Morgen um sieben Uhr findet hier auf dem Campingplatz eine Fütterung der "Rainbow Lorikeets" statt. Das Gezwitscher ist wie immer ohrenbetäubend.

Die streitsüchtigen, neidischen Vögel missgönnen einander selbst das Futter und hacken mit ihren Schnäbeln aufeinander ein.


Papageien sind trotz allem sehr gesellige Vögel. Ab und zu findet man Pärchen oft friedlich sitzend nebeneinander :-)

Wir werden die munteren Gesellen auf jeden Fall vermissen.

In der Bäumen sieht man erst, wie gut ihre Tarnung, trotz der Farbenvielfalt ihres Gefieders, ist.

Nach dem Morgenessen brechen wir unsere Zelte an der Küste ab und fahren ins Landesinnere. Unser Ziel ist der ca. 40 km entfernte "Mount Warning". Dieser ehemalige Vulkan, welcher vor 20 Mio. Jahren noch Lava und Feuer spuckte, liegt im gleichnamigen Nationalpark westlich der Kleinstadt "Murwillumbah" und ist immerhin 1157 m hoch.

Unser Weg führt uns entlang des sich durch die hügelige Landschaft schlängelnden "Tweed River" bis nach "Murwillumbah", wo wir kurz Halt machen.

Von hier aus kann man den "Mount Warning" mit seiner auffälligen Spitze bereits gut erkennen.

Eine steile, schmale Strasse führt in den Nationalpark hinauf, wo sie dann bei einem Parkplatz endet. Von dort aus können wir die Spitze des "Mount Warning" gerade noch knapp erblicken.

Für den Aufstieg ist gutes Schuhwerk obligatorisch, denn der 4,4 km "Track" ist zwar gut ausgebaut, wird im oberen Teil aber zu einer echten Kletterpartie. Zudem sind die Felsen und Steine oftmals nass und glitschig. Für die ganze Tour (8,8, km) werden 4 bis 5 Stunden angegeben, wir haben sie mit einer Stunde Mittagspause in 4 Stunden geschafft. Es wird auf Schildern darauf hingewiesen, dass man die Tour im Winter deshalb nicht nach 12.00 Uhr antreten soll, weil man ansonsten von der Dunkelheit überrascht werden könnte.

Beim Einstieg erklärt eine Tafel die Entstehung des Kontinents Australien. Erdgeschichtlich gesehen gehörte Australien einmal zum ehemaligen Superkontinent "Pangäa", welcher auch Südamerika, Afrika, die Arabische Halbinsel, die Antarktis und New Seeland beinhaltete.

"Mount Warning" verdankt seinen Namen "Captain James Cook". Die markante Bergspitze diente den Seefahrern als Warnung vor den gefährlichen Riffs in diesem Küstenbereich. Der "Mount Warning" ist übrigens der erste Punkt des australischen Festlandes, der frühmorgens von der Sonne berührt wird. Den Sonnenaufgang werden wir heute allerdings nicht geniessen können, denn dazu müsste man auf dem Gipfel übernachten. Zunächst führt der "Track" durch tropischen Urwald, wie wir ihn mittlerweile schon oft erlebt haben.


Wir kommen an mächtigen Urwaldriesen vorbei, die bestimmt um einiges älter sind, als wir selbst.

Allmählich wird der Weg steiler und felsiger.

Eine Lichtung in der sonst dichten Vegetation gewährt uns einen ersten Blick auf die unberührte Landschaft und weitere Vulkankegel.

Die Seenlandschaft mit dem "Clarrie Hall Dam" erinnert uns ein wenig ans süddeutsche "Allgäu" mit seinen wunderbaren Voralpenseen.


Die Hälfte der Strecke haben wir schon geschafft. Die Vegetation verändert sich und ist jetzt eher subtropisch.

Und dann beginnt die etwas anspruchsvollere Kletterpartie. Ein Schild am Wegesrand weist darauf hin, dass dieser Teil des Berges bei Gewitterneigung nicht bestiegen werden darf.

Zur Sicherung des mehrere hundert Meter langen Felsaufstiegs ist eine Stahlkette verankert.

Dennoch sind wir beileibe nicht die Einzigen, die diese schwierige Passage meistern. Sogar Mütter mit Kleinkindern wagen sich hier hoch. Wir haben doch tatsächlich jemanden barfuss herabkommen sehen. Irgendwie passt das allgemeine Sicherheitsdenken der Australier nicht so recht zu diesem Bild ;-)

Endlich nach eindreiviertel Stunden haben wir den Gipfel erreicht.

Rund um die Bergspitze führt ein Weg der mehrere Aussichtsplattformen miteinander verbindet.

Die Aussicht auf die umliegende Kraterlandschaft ist fantastisch.



In der Ferne können wir den "Tweed River" mit "Murwillumbah" erblicken.

Weil heute relativ klares Wetter herrscht, sieht man am Horizont sogar die Skyline von "Surfers Paradise"

Auch die Küste im Südosten, wo wir morgen hinfahren, ist noch gut erkennbar.

Der blaue Himmel spiegelt sich im Stausee des "Clarrie Hall Dam".

Beim Abstieg sind wir erstaunt, wieviele Leute zu später Stunde noch hochsteigen. Wir haben immer noch die Empfehlung der Nationalpark-Verwaltung im Kopf. Wie auch immer, wir kommen wohlbehalten unten an. Wir brechen zum "Mount Warning Holiday Park" auf, welcher nur ein paar Kilometer weiter unten am Rande des Nationalparks liegt.

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