In Sydney (NSW) (Freitag, 31.7.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 21 Grad / Wind: 1 - 4 Bf.
Auch an unserem letzten Tag scheint die Sonne vom strahlend blauen Himmel "Sydneys". So viel Wetterglück, wie wir auf unserer ganzen Reise hatten, ist wahrlich nicht planbar und weit mehr als wir uns je erträumt hatten. Auf unserer halbjährigen Reise um Australien hatten wir höchstens eine Woche regnerisches Wetter, das sind knapp vier Prozent der gesamten Reisezeit und dieser Regen fiel erst noch meist während der Nachtzeit. Dabei haben wir dem Wettergott nicht einmal ein Opfer gebracht. Der Spruch mit den Engeln scheint eben doch zu stimmen ;-)
Der heutige Sonnenaufgang ist nur einer von Hunderten, die wir während unserer Reise bewundert haben, aber es ist der Letzte, den wir mit unserem "Büssli" in freier Natur erleben. Darum lasst uns diesen nun ausgiebig geniessen :-)


Die Vögel scheinen sich auf ihr Frühstück zu freuen und stehen in den umliegenden Bäumen bereits Schlange. Anita braucht nur etwas mit dem Plastiksack des Brotes zu rascheln und schon braust die ganze Vogelschar heran, allen voran die "Rainbow Lorikeets".

Anita schüttelt noch jedem zum Abschied die Kralle und sagt gerührt: "Tschüss and goodbye :-)"
Als erstes geben wir heute Morgen unser "Büssli" (Campervan) im Kea-Depot ab. Dazu müssen wir ca. 28 km quer durch "Sydney" hindurch fahren. Unser "TomTom" steuert uns auch bei unserer letzten Fahrt zuverlässig durch diese Grossstadt. Als wir bei "Kea Campers" durchs Tor fahren, haben wir genau 21'793 km mehr auf dem Kilometerzähler, als bei unserer Abfahrt vor einem halben Jahr. Dabei haben wir durchschnittlich 10,5 Liter Diesel pro 100 km verbraucht, ein sehr guter Wert für ein Fahrzeug dieser Gewichtsklasse. Dies war nur möglich, weil wir konsequent auf eine kraftstoffsparende Fahrweise geachtet haben und selbst auf "Free- und Highways" selten mehr als 90 km/h gefahren sind.
Nach zwei Stunden haben wir bei "Kea" alle unsere Sachen ausgeräumt und die Formalitäten erledigt. "Kea" spendiert uns grosszügigerweise ein Gratistaxi zu unserem Hotel in die Innenstadt. Wir sind freudig überrascht. Dies hatten wir nicht erwartet. Gegen Mittag beziehen wir unser Zimmer im "Hotel Travelodge". Diesmal wohnen wir im 15. Stock und sehen direkt auf die "Central Station" hinunter.
Bei der unserem bevorzugten Italiener Restaurant, der "Trattoria Renato", ganz in der Nähe unseres Hotels, stillen wir erstmal unseren Hunger. Das Lunchangebot, eine Pizza aus dem Feuerofen zusammen mit einem Getränk für nur A$ 12.00, ist überaus preiswert, und die Pizzas schmecken hier wirklich hervorragend.
Am Abend spazieren wir durch die belebten Strassen "Sydneys", zwischen imposanten Wolkenkratzern hindurch, gemütlich zum Opernhaus hinunter.

Das Hafenbecken mit der "Harbour Bridge" im Hintergrund ist immer wieder ein faszinierender Anblick, dem man sich nicht entziehen kann.
Die Oper "Manon Lescaut" von "Giacomo Puccini" soll nach verschiedenen Aussagen eine der schönsten und melodienreichsten Opern sein. Wir sind gespannt auf die Inszenierung der Oper. Das prächtige Opernhaus mit den vorgelagerten Restaurants und Bars entlang des Quais präsentiert sich wie immer in dezenter Beleuchtung und stimmt uns auf den bevorstehenden Ohrenschmaus ein.

Im exklusiven Restaurant des Opernhauses mit der Aussicht auf die fantastische Skyline von "Sydney" zu dinieren, muss ein eindrucksvolles Erlebnis sein.
Wir begeben uns direkt ins Foyer und hören uns interessiert die Einführung in die Oper ein. Solche Einführungen sind nicht zuletzt für das Verstehen der Handlung und Musik einer Oper sehr hilfreich, da diese oft in italienischer Sprache gesungen werden, so auch hier in "Sydney". Für Interessierte: Die Handlung und das Entstehen der Oper kann auch im Internet hier bei "Wikipedia" nachgelesen werden.
Die halbstündige Einführung wird vom relativ jungen Vizedirektor (ca. 30) der Oper persönlich in humorvoller Art und Weise vorgetragen. Hierbei geht es, typisch australisch, ziemlich locker zu und her. Die Zuschauer unterbrachen den Redefluss ungeniert um Fragen zu stellen. Auch die lockere Bekleidung des adretten Mannes unterscheidet sich wesentlich vom Auftreten solcher Referenten in der Schweiz.
Die heutige Opernaufführung scheint total ausverkauft zu sein. Wir können jedenfalls nicht einen einzigen freien Sitz ausmachen. Zur Aufführung: Die Inszenierung mit dem authentischen Bühnenbild und den prächtigen Kostümen aus dieser Zeit sind ganz nach unserem Geschmack und entsprechen der Handlung, welche in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts spielt. Man fühlt sich förmlich in dieses Zeitalter versetzt, denn es gibt hier keine modernen Ausrutscher, wie wir es andernorts schon erlebt haben. Auch die schauspielerische und gesangliche Performance ist ausgezeichnet (wie sollte es in einer so grossartigen Oper auch anders sein) und wird vom Publikum ausgiebig honoriert. So ausgedehnte Applause, wie in der Schweiz über mehrere Vorhänge, sucht man hier in Australien vergebens. Auch hier unterscheidet sich das australische Publikum etwas vom europäischen.
Als wir aus dem Opernhaus hinaus treten, präsentiert sich uns noch einmal die fantastische Skyline um das zentrale Hafenbecken von "Sydney". Sie wird uns in unvergesslicher Erinnerung bleiben.
Der Besuch des "Sydneyer" Opernhauses ist ein würdiger kultureller Abschluss unseres Australien Aufenthaltes.
In Sydney (NSW) (Samstag, 1.8.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 22 Grad / Wind: 1 - 2 Bf.
Heute morgen vermissen wir den Weckruf der "Kookaburras", bis wir realisieren, dass wir uns ja im Hotel befinden. Wir müssen die erfrischende Stimme des "Lachenden Hanses" zukünftig wohl in unseren elektronischen Wecker einspielen.
Wir werfen einen ersten Blick aus dem Fenster vom 15. Stock. Ein wolkenloser, dunkelblauer Himmel wölbt sich über "Sydney". Es wird heute wieder ein wunderschöner, strahlender Tag werden mit milden Temperaturen, die schon beinahe als sommerlich bezeichnet werden können, zumindest bei uns zuhause.
Das Frühstück im Hotel hat uns vor einem halben Jahr wenig überzeugt. Deshalb frühstücken heute im "Delifrance" um die Ecke.
Leider müssen wir über eine halbe Stunde auf unser Essen warten. Erst nach einmaligem Reklamieren erhalten wir unsere Omelette, nicht gerade eine gute Referenz für "Delifrance". Anschliessend aktualisieren wir unser Reisetagebuch bei "Global Gossip". Wir haben auf unserem Konto noch über A$ 16.00 Guthaben übrig, was für 4 Stunden Internet-Access reicht.
Danach schlendern wir quer durch die belebte Innenstadt zum Hafen, um die Uferpromenade und das Opernhaus noch einmal bei Tag in seiner vollen Pracht zu geniessen.


Die zahlreichen Cafés entlang des Quai mit schönster Aussicht laden zum Verweilen ein.


Diese interessante Perspektive von den Dachschalen des architektonischen Meisterwerkes zeigt, das die Oberfläche aus Millionen von kleinen Keramikplatten besteht, welche selbstreinigend sein sollen.
Von der Opernhaus Aussichtsplattform aus schiessen wir noch ein paar schöne Fotos mit dem fantastischen Ausblick auf "Sydney City", quasi als Abschiedsfotos von dieser schönsten aller Städte Australiens.

Irgendwann werden wir diese grossartige Stadt nochmals besuchen. Wir haben ja schliesslich noch Reisepläne für Neuseeland und die Südsee und da liegt "Sydney" zufälligerweise auf dem Weg :-)
Heute Abend gehen wir nochmals in die "Trattoria Renato". Wir wollen den letzten Abend in "Sydney" mit einer der besten Pizzas, die wir in Australien gegessen haben, beschliessen. Doch leider wird nichts daraus. Zu unserem grossen Erstaunen stehen wir vor verschlossenen Türen und dies an einem Samstag Abend. Ein Typ vom Nachbarlokal erklärt uns, dass das Italiener Restaurant seit heute geschlossen sei, warum auch immer. Wir sind fassungslos. Die ganze Einrichtung des Lokals ist jedenfalls ausgeräumt und es schaut nach Abbruch aus. Möglicherweise ist das Restaurant Pleite gegangen. Wir sind fassungslos.
Kurzfristig einen adäquaten Ersatz zu finden, ist praktisch unmöglich. Wir entschliessen uns fürs "Pizza Hut", welches nur ein paar Gehminuten entfernt liegt und essen dort eine 08.15-Pizza. Beim "Delifrance" trösten wir uns anschliessend mit einem feinen warmen Apfelstrudel mit Cappuccino :-)
Ein ebenbürtiger Ersatz ist dies allerdings nicht. Wir haben uns unseren letzten Abend in "Sydney" etwas anders vorgestellt.
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Donnerstag, 30. Juli 2009
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Australien
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