In Melbourne (Samstag, 14.2.2009)
Wetter: schön / Temp.: 30 Grad / Wind: 1 Bf.
Während der Nacht haben wir noch neue Nachbarn erhalten. Ihr Zelt steht praktisch vor unserer Haustüre. Da wir ja heute Morgen abreisen, stört es uns nicht allzu sehr. Seltsame Wohnanhänger gibt es hier übrigens in Australien.
Unser heutiges Ziel ist "Melbourne", die Hauptstadt von "Victoria". Wir wählen die Küstenstrasse, um unter keinen Umständen in die Bush Fire-Regionen zu geraten, auch wenn diese Strecke etwas länger ist.
Die Trockenheit in dieser Region ist weithin sichtbar. Die Felder sind mehrheitlich gelbbraun und die Rinder haben kaum mehr etwas zu essen. Nur die Büsche und Bäume besitzen noch das gewohnte Grün.


Allmählich nähern wir uns auf dem Freeway M1 "Melbourne".
Bereits in den Vorstädten noch ca. 60 km von der City entfernt, riecht es nach Rauch. Die Luft über Melbourne scheint generell von einem bläulichen Dunst durchsetzt. In den Nachrichten hören wir, dass es sich tatsächlich um "Smog" von den "Bush Fires" handelt.
Bevor wir in die Stadt reinfahren, tanken wir noch Diesel, diesmal zum Rekordtiefstpreis von S$ 1.145 / Liter (CHF 0.90). Bei uns zuhause kostet der Diesel zurzeit das Doppelte! Wir sind happy, den bei diesen Distanzen fällt der Dieselpreis ganz schön ins Gewicht :-)
Es hat um "Melbourne" herum nur wenige Campingplätze. Der ausgewählte "BIG4 Ashley Holiday Park" hat leider keinen einzigen Platz mehr frei. Lediglich ein Bungalow ist noch zu haben. Wir entscheiden uns zwangshalber dafür, denn auch auf anderen Campingplätzen in der Umgebung wird die Situation ähnlich sein.

Mit dem Bus fahren wir in die City hinein. Für nur A$ 6.80 erhält man einen unbeschränkten Tagespass. Bei der "Bourke Street", eine der Haupteinkaufsstrassen, steigen wir aus.
Im Stadtbild von "Melbourne" ist das Tram omnipräsent. Eine U-Bahn gibt es hier nicht und so wird der ganze öffentliche Verkehr mit den Trams und Bussen bewältigt.
Natürlich gibt es auch noch die Eisenbahn. Diese wird aber vorwiegend für Langstrecken eingesetzt. Nachfolgend der zentrale Bahnhof "Flinders Street Station".
Gleich vis-à-vis vom Bahnhof befindet sich eine der vielen alten Kirchen, die "St. Pauls Cathedral".

Gleich über dem "Yarra River", steht das moderne "The Art Center".

Der dominante Turm ist von weitem sichtbar.
Der "Yarra River" führt überraschend viel Wasser, obwohl "Victoria" eine der schlimmsten Trockenperioden durchmacht.
Die Skyline von "Melbourne" ist nicht ganz so imposant wie die von "Hongkong" oder "Sydney"; dazu fehlt hier einfach ein wenig der passende Vordergrund, das Meer.

Am St. Kilda Sunday Market (Sonntag, 15.2.2009)
Wetter: schön / Temp.: 30 Grad / Wind: 1 - 4 Bf.
Mit dem Bus und Tram fahren wir nach "St. Kilda" an den Strand von "Melbourne". Dort findet nämlich jeden Sonntag ein Strassenmarkt statt.
Wir spazieren gemütlich der Strandpromenade entlang.

Anita hat vor 30 Jahren für kurze Zeit in St. Kilda gewohnt. Die Veränderungen sind aber derart gross, dass sie kaum noch etwas Bekanntes finden kann.
Wir staunen immer wieder ob den Hallenbädern trotz Meeresnähe.
Die City liegt auch heute Morgen wieder im Smog der "Bushfires".
Wir fahren zurück in die Innenstadt und spazieren noch etwas dem "Yarra River" entlang.
Der höchste Wohnwolkenkratzer Australiens steht direkt am "Yarra River". Ein imposantes Gebäude. Besucher können mit dem Lift bis zum 88. Stockwerk fahren und dort die Aussicht bewundern.
Am Nachmittag klärt sich der Himmel dank Seewind wieder auf. Wir fahren mit unserem Büssli los, denn wir sind heute Nachmittag eingeladen bei Bekannten in den "Suburbs Melbournes".
Das Riesenrad (rechts im Bild) wurde erst vor ein paar Wochen eröffnet, musste aber kurz danach wieder geschlossen werden, weil die extreme Hitze das Gestänge total verbogen hatte. Das wird ein riesen Verlustgeschäft werden.
Wir geniessen für einmal Café/Kuchen/BBQ. Es ist ein gemütlicher Nachmittag und es wird später als wir gedacht haben. Dank unserem "Navi" finden wir problemlos zum Campingplatz zurück.
Bummel in Melbourne (Montag, 16.2.2009)
Wetter: schön / Temp.: 30 Grad / Wind: 1 - 4 Bf.
Die Temperaturen haben sich nach den Spitzenwerten der letzten Wochen (über 46 Grad) wieder normalisiert (ca. 30 Grad). Wir geniessen das Frühstück wieder einmal gemütlich im T-Shirt vor unserem Büssli.
Der Bus bringt uns diesmal gratis in die Innenstadt. Der Fahrer hat wohl keine Zeit/Lust zum Kassieren und lässt alle Fahrgäste ohne Ticket mitfahren :-) In den Strassen der City herrscht heute geschäftige Hektik.
Wir schlendern etwas ziellos von Shop zu Shop, um wie immer, kaum etwas zu kaufen, ausser vielleicht ein paar Ansichtskarten.

Die "Health-Stores", auch Vitamin-Shops genannt, gibt es in Australien, wie Sand am Meer. Dabei sind die Nahrunszusätze und Vitaminpräparate wesentlich günstiger, als bei uns (meist die Hälfte oder noch weniger). Das liegt wohl an der Gesetztgebung, welche in der Schweiz sehr viel restriktiver ist, als hier und somit die Pharmazeutische Industrie schützt.
Vis-à-vis der "Flinders Station" genehmigen wir uns einen Café.
Ein Strassensänger zieht im Fussgängerbereich auf der "Bourke Street" eine beachtliche Menschenmenge an. Auch wir staunen über den Japaner, der australische Folklore zum Besten gibt.
Wir fahren zurück zum Campingplatz. Die Campervans von verschiedenen Vermietungen, "Kea", "Brits", "Apollo" und wie sie alle heissen, stehen hier für einmal vereint in Reih und Glied.
Irgendwie sind wir mit "Melbourne" nicht so richtig warm geworden. Bei Anita ist es vielleicht auch der Vergleich mit dem früheren "Melbourne", der diesmal einen eher gemischten Eindruck hinterlassen hat. Bei "Sydney" war es sozusagen Liebe auf den ersten Blick. Uns zieht es jedenfalls nach drei Tagen bereits wieder aus der Stadt aufs Land. Morgen geht's weiter der Küste entlang in Richtung "Adelaide".
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Samstag, 14. Februar 2009
Melbourne I (im Campervan)
Kategorien (Labels):
Australien
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1 Kommentar:
Hi, wie war's bei Onkel Hermi und Tante Irene? Wir haben den ganzen Tag an euch gedacht und gefunden, wie gemein, wie gerne wären wir jetzt auch dort. Na ja, vielleicht klappt's ja auch bald einmal. Auf jeden Fall, wir hatten heute einen traumhaften Wintertag mit viel Neuschnee und Sonnenschein. Geniesst Melboune. Hear from you soon
Marion
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