Auf Entdeckungstour in Narooma (Donnerstag, 5.2.2009)
Wetter: schön, warm / Temp.: 30 Grad / Wind: 2 Bf.
Ein beinahe wolkenloser Tag begrüsst uns. Wir stehen bereits um 06.00 Uhr auf, denn wir möchten heute wieder mit Joggen beginnen. Es ist schon eine geraume Zeit her, seit wir in "Khaolak" zum letzten Mal am Strand entlang gejoggt sind. Die wunderbar angelegten Parkanlagen entlang des Fjords sind geradezu ideal dafür.
Das wird ein echter Fitnesstag heute :-) Nach den Tai-Chi-Übungen, den 5 Tibetern und dem Frühstück machen wir einen Spaziergang ins Dorf. "Narooma" ist auf den verschiedenen Hügeln um den Fjord herum gebaut und bietet eine wunderbare Aussicht auf das "Inlet" und die Lagunen.
Der Dorfstrasse enlang gibt es verschiedenen kleinere Geschäfte. Wir kaufen noch ein paar Kleinigkeiten. Die Preise hier auf dem Lande sind moderat. Für umgerechnet nur CHF 23.-- erhalten wir ein paar tolle Badeshorts. In einem gemütlichen Dorfcafé geniessen wir einen feinen Cappuccino.
So schauen übrigens in Australien Quartierstrassen aus. Diese sind derart breit, dass problemlos geparkt und gefahren werden kann. Zusätzlich sind beidseitig noch Grünstreifen von ca. 5 bis 8 m Breite ausgeschieden, die ebenfalls der Kommune gehören. Die Platzverhältnisse liegen in Australien offensichtlich anders als in der Schweiz.
Inzwischen bläst vom Meer her ein straffer Wind. Bei Windstärke 5 bis 6 Bf. wird ab und zu eine Sandwolke durch den Campingplatz gewirbelt, so dass wir uns hinters Büssli verkriechen. Auch die Sonnenmarkise müssen wir einfahren. Diese ist nämlich als einzigstes Teil unseres Campers nicht mitversichert.
Am Nachmittag wandern wir zunächst dem Innenfjord entlang. Es herrscht wieder Ebbe, so dass riesige Sand- und Schlammflächen sichtbar sind, ähnlich wie beim Wattenmeer an der Nordsee.
So kann man praktisch trockenen Fusses bis zur Fahrrinne gelangen.
Für die Schiffe wird es während der Ebbe schwierig vom Ufer weg zukommen.
Die Ebbe bedeutet für viele Tiere am Wasser Essenszeit, weil die Fische kaum mehr Wasser zum Schwimmen haben. Hier ein Pelikan vor gedecktem Tisch.
In einem Seerestaurant gönnen wir uns Café mit Kuchen. Die Rechnung kommt für uns ein bisschen überraschend mit einer Languste dekoriert.
Anschliessend spazieren wir auf einem Holzsteg auf den "Wagonga Head", dem äussersten Punkt beim Meereseinlass zum "Inlet". Der Ausblick über die blaugrüne Lagune auf unseren Campingplatz ist wunderschön.
Das schönste WC, welches wir bisher gesehen haben, steht am Rastplatz beim "Wagonga Head".
Solche Rastplätze sind in Australien sehr häufig anzutreffen. Sie sind immer schön gelegen und mit Sitzlätzen, Grillstelle (gratis Gas) und WCs versehen.
Gleich dahinter kommen wir an den vom Meer abgeschotteten, traumhaft gelegenen Badestrand. Leider haben wir unser Badezeugs diesmal nicht dabei.
Der Ausblick auf den offenen Pazifik ist wie immer fantastisch.

Die Erbauer der Hafeneinfahrt haben riesige Wellenbrecher verwendet um die Kraft des Meeres zu bändigen.
Über die Fjord-Brücke geht's wieder zurück zum Campingplatz. Wir freuen uns schon auf ein Bad im Swimmingpool ;-)
Heute Abend gibt's ein zartes, australisches Steak auf einem der Campingplatz BBQs zubereitet. Wir sind nicht die einzigen Gäste hier und werden von den Australiern freundlich begrüsst (und ausgefragt). Sie zeigen uns, wie man diese BBQs optimal bedient und auch putzt. Unsere Steaks geraten jedenfalls super und das Putzen übernehmen erst noch die australischen Grillspezialisten ;-)
In Merimbula (Freitag, 6.2.2009)
Wetter: schön, warm / Temp.: 30 Grad / Wind: 2 Bf.
Ein traumhaft schöner Tag erwacht. Die "Tide" hat heute Morgen Höchststand, so dass der "Wagonga Inlet" total geflutet ist.
Die Möwen sind gerade bei ihrer Morgentoilette, als wir losjoggen.
Unser heutiges Ziel "Merimbula" liegt weitere 80 km südwärts. Wir nehmen die Küstenstrasse, denn dort reiht sich ein Fjord (Inlet) an den nächsten, eine bezaubernde Landschaft. Die Brücken sind hier meist aus Holz gefertigt und nur einspurig befahrbar.
Entlang der Küste gibt es haufenweise Picknickstellen.
Eine Pelikanfamilie bei der Morgentoilette schaut zu uns rüber.
Die Küste selbst ist sehr abwechslungsreich, manchmal felsig, dann wieder schönster Sandstrand.
Immer öfters treffen wir nun am Strassenrand auf die typischen australischen Warnschilder, hier für Kangaroos und Wombats.

In dieser Gegend sehen wir am Strassenrand auch jede Menge Termitenhügel.
Gegen Mittag treffen wir in "Merimbula" ein und steuern den ausgewählten Campingplatz "Merimbula Beach Holiday Park" an. Wir haben jede Menge Auswahl und suchen uns eine zentrale Parzelle nahe dem WC, Swimmingpool und BBQ aus.
Die luxuriöse Anlage liegt sozusagen auf einer Halbinsel, umgeben von zwei Lagunen und dem pazifischen Ozean, 20 Gehminuten vom Dorfkern entfernt. Unser ungefährer Standort ist auf der Flugaufnahme mit einem roten Punkt markiert.
Der Swimmingpool ist noch ein wenig grösser, als diejenigen auf den letzten zwei Campinggrounds.
Häufig finden wir auf Campingplätzen diese riesigen, elastischen Luftkissen, die Jung und Alt viel Spass bereiten.
Vom Campingplatz aus ist man mit wenigen Schritten am "Short Point Beach", dem äussersten Punkt der Halbinsel, bzw. an einem weiteren Traumsandstrand des Pazifik.
Vom Campinghügel aus kann man bei Ebbe die momentane Abtrennung des "Back Lakes" vom offenen Meer gut erkennen.
Als nächstes marschieren wir trotz Nachmittagshitze nach "Merimbula" um bei "McDonald's" einen Cappuccino zu trinken.
Wir sind inzwischen richtige "McCafé-Fans" geworden, nicht allein wegen des "Free Wifi", sondern auch wegen des guten Cafés und der günstigen Softeis. Eine kleine "Cone" kostet nur A$ 0.30 (30 cents) :-)
"Merimbula" bietet mit seinen verschiedenen Einkaufsstrassen attraktive Möglichkeiten zum Bummeln. Wir finden sogar unseren bevorzugten Einkaufsmarkt "Woolworths" und jede Menge Kleiderboutiquen.
Bei Ebbe ist das "Inlet" kaum zu erkennen. Dabei beträgt die "Tide" hier nur etwa einen Meter.
Anita bereitet uns zum Abendessen einen feinen australischen Seelachs mit Gemüse zu.
Spaziergang am Top Lake von Merimbula (Samstag, 7.2.2009)
Wetter: schön, warm / Temp.: 32 Grad / Wind: 5 - 6 Bf.
Der grösste Fjord (Inlet) liegt zwischen "Marimbula" und dem Nachbardorf "Pambula". Wir wollen heute dem Uferweg entlang wandern. Die Flut hat den Fjord ziemlich gefüllt, so dass heute Morgen kaum Sandbänke sichtbar sind.
Die Lagune spiegelt sich im knallblauen Himmel und zeigt sich in den schönsten blaugrünen Farben.
Nicht nur die Tierwelt bringt uns immer wieder zum Erstaunen, auch die Pflanzenwelt hält Überraschungen bereit, wie zum Beispiel dieser seltsame Baum zeigt.
Bei der Brücke nach "Pambula" beginnt der gut ausgebaute Uferweg bzw. Steg.

Die Aussicht auf den "Top Lake" ist fabelhaft. Wir geniessen das schöne warme Wetter, denn ab Morgen soll es massiv abkühlen. Für die nächsten Tage sind für diese Gegend nunmehr 20 Grad zu erwarten.
Endlich sehen wir mal einen "Bell Bird", dessen schrilles Glockenpfeifen hier omnipräsent ist. Der Vogel ist mit seinem grünen Gefieder im Blätterwald kaum ausfindig zu machen.
Am anderen Ufer startet eben ein kleines Flugzeug vom Flughafen "Merimbula".
Am Ende des Fusswegs befindet sich eine willkommene Imbissstube.
Des einen Freud, des anderen Leid. Nicht nur Fische gibt's hier reichlich, auch die Fischerzunft ist in dieser Gegend gut vertreten.
Beim Zurückwandern hat die Ebbe den "Top Lake" fast leer gesaugt, so dass die hier verbreiteten Muschelzuchten sichtbar werden.
Die Sandbänke haben nun überhand genommen.

Die Jungs benützen die Gelegenheit um am Trockenen zu fischen.
Als wir beim Campingplatz ankommen, hat der Wind auf 5 bis 6 Bf. aufgefrischt. Am "Short Point Beach" herrschen fast ideale Windsurfverhältnisse allerdings nur für Könner, denn der Wind bläst schräg auflandig.
Da wir ja kein Surfmaterial dabei haben, können wir uns entspannt zurücklehnen und dem einzigen Surfer hier zuschauen, wie er übers Flachwasser am Ufer fegt.
Draussen schaut die Sache schon schwieriger aus. Die Wellen sind bestimmt 2 m hoch.
Wie wir bald einmal erkennen, ist der Windsurfer kein Anfänger und gleitet locker zwischen den schönen Wellen hindurch. Sogar der schwierige "Frontloop" fehlt nicht in seinem Repertoire.

Das Abendessen geniessen wir heute wieder einmal im Restaurant. Wir haben einen Italiener entdeckt und wollen dort die Pizzas testen ;-)
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Donnerstag, 5. Februar 2009
Sydney - Melbourne II (im Campervan)
Kategorien (Labels):
Australien
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1 Kommentar:
Hallo ihr zwei, wie schön sind doch eure Fotos und Berichte. Bei uns ist es kühl und heute soll es wieder schneien. Wir haben heute Flo's Geburiparty mit 14 kleinen Hüpfern. Wir machen eine Jagd auf den braunen Bären. Dann gibt es Indianernudeln zum Zmittag. Und natürlich einen Bärenkuchen.
Ganz liebe Grüsse
Marion and family
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