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Samstag, 21. Februar 2009

Melbourne (VIC) - Adelaide (SA) II (im Campervan)

In Robe (SA) (Samstag, 21.2.2009)
Wetter: heiter bis schön / Temp.: 25 Grad / Wind: 4 - 5 Bf.

Zum Frühstück gibt's die frischgepflückten australischen Mangos, die im Vergleich zu den bei uns käuflichen, wesentlich fruchtiger und zuckersüss schmecken, ein wahrer Genuss.

Heute überschreiten wir die Staatsgrenze von "Victoria" nach "South Australia". Dies ist insofern von Bedeutung, weil keine frischen Früchte, Gemüse, Nüsse, etc. über die Grenze genommen werden dürfen. Genauere Angaben, was über welche Staatsgrenzen nicht importiert werden darf, entnimmt man am besten der "Traveller's Guide to Australia Interstate Quarantine", eine mehrseitige Anweisung für Reisende. Diese erhält man unter anderem in den "Visitor Information Centers".

Unterm Strich bedeutet das, dass man am besten keine Esswaren und Pflanzen mit über die Grenze nimmt, dann hat man keine Probleme.

Interessant ist die landschaftliche Veränderung. Sobald wir die Grenze überschreiten, fahren wir durch Nadelbaumwälder, ähnlich wie bei uns zuhause.

Als wir wieder an der Küste entlang fahren, sind die Strassen gesäumt von windabweisenden Büschen, denn Wind hat es hier scheinbar meistens. Dies sieht man in diesem Gebiet auch an den vielen Windrädern zur Stromerzeugung.

Kurz vor unserem Ziel "Robe" reiht sich vor der Küste eine Lagune an die andere.

Unser favorisierter Campingplatz "Lakeside Tourist Park" liegt nur 10 Gehminuten entfernt vom Dorfzentrum. Er liegt eingebettet zwischen zwei Seen und entstand aus einer englischen Pferdestallung, deren Gebäude zweckentsprechend umgebaut wurden, total romantisch.


Wir suchen uns eine schön gelegene Parzelle direkt am Wasser mit Sicht auf unseren "privaten" See aus, ein echter Traumplatz.


Die Infrastruktur auf dem Campingplatz ist überdurchschnittlich. Die Wasch- und Duschräume sind gut dotiert, modern und sauber. Die allgemeine Küche ist hervorragend ausgestattet und verfügt auch über genügend Sitzmöglichkeiten.

Auch sonst ist für das Wohlbefinden der Gäste hier viel gemacht worden. So ist für das Präparieren von Fischen beispielsweise eine spezielle Hütte vorgesehen. Damit ist der penetrante Geruch der rohen Fische aus der Küche verbannt.

Ausserdem ist der Internetzugriff via WLAN, sowie eine kleine Internetecke eingerichtet (A$ 5.00 / h).

Inzwischen hat sich die anfängliche Bewölkung gänzlich verzogen und wunderschönem Sommerwetter Platz gemacht. Auf "unserem" See vergnügt sich ein Windsurfer bei ca. 4 bis 5 Bf. Wir haben unsere Surfbretter leider nicht dabei, "schluchz...!"

Wie üblich, machen wir zuerst einen Spaziergang zum Dorf. Die Vegetation ist hier doch merklich grüner, als in "Victoria".

Im Dorf gibt es verschiedene niedliche Cafés, Shops und Restaurants.




Wir suchen uns für heute Abend eine gemütliche Pizzeria aus und begutachten schon mal die Pizzakarte ;-)

Unser Verdauungsspaziergang führt uns der Küste entlang, vorbei an einem weiteren See, zum Campingplatz zurück.



Wanderung um Robe (SA) (Sonntag, 22.2.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 28 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.

Als wir am frühen Morgen zum "Tai Chi" und Joggen aufstehen, geht über unserem "privaten" See gerade die Sonne auf, ein traumhaft schöner Anblick.


Die Waschküche ist ebenso gut ausgerüstet, wie die übrigen sanitären Anlagen. Obwohl heute eigentlich Sonntag ist, wäscht Anita noch ein paar Kleinigkeiten.

Anschliessend spazieren wir los. Entlang der Küste existiert ein toller "Walk Trail" mit wunderbarer Aussicht auf die blaugrünen Buchten.


Der "Walk Trail" ist aufwendig erstellt worden und führt durch dichtes Buschwerk. Er endet im Dorfzentrum an der Strandpromenade.



Obwohl der Valentinstag längst vorüber ist, freut sich Anita über den selbst gepflückten Sonntagsstrauss.


Für den heutigen Lunch haben wir gestern das gemütliche Café mit Pergola, das "Wild Mulberry", ausgesucht. Sinngemäss probieren wir die feine Crêpe mit "Mulberries" :-)


Auf dem "Walkway", vorbei an unserem "Tai Chi See", kehren wir zum Campingplatz zurück.



Walk, Walkway, Path, Hike, Trek, Trail, Walk Trail
Die Australier kennen die verschiedensten Ausdrücke für die unterschiedlichen Spazierwege, je nach Begehbarkeit und Schwierigkeit:

  • Walk, Walkway, Path: Weg begehbar durch jedermann, jeden Alters
    Moderate Hike: angepasst für durchschnittlich fitte "Bushwalkers".
  • Hard Hike: erfahrene Wanderer mit guter Fitness; kann Tritte und Unebenheiten enthalten
  • Trek: generell körperlich herausfordernder Pfad für erfahrenere Wanderer mit guter Orientierung; Treks benötigen oft mehrere Tage und können auch nicht markierte Teilstücke enthalten
  • Walk Trail, Trail: mehr oder weniger langer Wanderweg; kann auch mehrere Tage dauern und Tritte und Unebenheiten aufweisen.

In Adelaide (SA) (Montag, 23.2.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 27 Grad / Wind: 5 – 7 Bf.

Heute verlassen wir den bisher romatischsten und schönst' gelegensten Campingplatz unserer Reise. Noch einmal geniessen wir den traumhaften Sonnenaufgang über dem See.


Die nächste Etappe führt der Küste entlang über 340 km bis nach "Adelaide", der Hauptstadt von "South Astralia" mit ca. 1,3 Mio. Einwohnern. Wir sind gespannt auf diese Stadt, nicht zuletzt, weil wir dort Jacky, eine Bekannte vom Surfclub, treffen möchten. Wir haben uns immerhin 15 Jahre nicht mehr gesehen.

In "Kingston" machen wir einen kurzen Zwischenhalt. Der "Riesenlobster" ist das Wahrzeichen von "Kingston".

Wir nähern uns wieder der Küste und mit Dutzenden von ausgetrockneten Seen und "Inlets", eine urtümliche und faszinierende Landschaft.


Wir fahren über endlose Strassen durch riesige Ebenen mit karger Vegetation.

Die Strasse passt sich hier der Topografie an, nicht wir bei uns, wo der Strassenkoffer möglichst eben gehalten wird.

Bei "Murray Bridge", so heisst das Dorf bei der ersten und ältesten Brücke über den "Murray River" (1879 eröffnet), machen wir einen kurzen Halt.


Unterwegs machen wir in der zweitältesten deutschen Siedlung in "Hahndorf" Halt. Das kleine Dorf liegt in hügeligem Gelände und erinnert wirklich stark an deutsche Landschaft. Die kleinen, schmucken Häuser beherbergen typisch deutsche Gaststätten, Esswarengeschäfte, Boutiquen und Bäckereien.


Die Häuser sind oft in deutschen Stil erbaut.


Vor "Adelaide" schlängelt sich der Freeway elegant zwischen den Hügeln hindurch.

"In Adelaide" steuern wir den Tourist Park Campingplatz "Adelaide Caravan Park" an, welcher ziemlich im Zentrum der Millionenstadt liegt. Direkt neben dem Platz fliesst der "Torrens River" durch mit beidseitigen Spazierwegen bis in die Innenstadt, als Ausgangsort für einen Stadtbummel ideal gelegen. Die Infrastruktur ist denn auch total auf Tagestouristen ausgelegt.

Entlang dem linken Ufer des "Torrens River" spazieren wir in die Innenstadt von "Adelaide", welche inmitten eines Parkringes mit grosszügigen Erholungsgrünflächen und Sportanlagen liegt. Auch der botanische und zoologische Garten sind darin eingebettet. Insgesamt besitzt "Adelaide" 29 Parks, die 45 % der Stadtgebietes umfassen!



Die Innenstadt ist zweigeteilt durch den "Torrens Lake" und "River" in "North und South-Adelaide". Der South-Teil wird durch die "King William Road" wiederum in zwei Stadtteile aufgliedert, so dass die Strassennamen an dieser Schnittstelle ändern, obwohl die Strassenzüge durchgehend sind.

Auffällig sind die grosszügigen breiten Strassen und Gehsteige (Trottoirs). Die Stadtplaner haben hier ganze Arbeit geleistet und für alle Verkehrsteilnehmer inkl. Tram genügend Freiraum geschaffen. Durch diese Strukturen bleibt die Stadt mit immerhin 1.3 Mio. Einwohnern, übersichtlich. Wir haben das Gefühl in einer Kleinstadt zu sein und finden uns auch schnell zurecht.

Wir haben mit "Jacky" in einem Italienischen Restaurant verabredet und sind gespannt auf ihr Erscheinen.

Sie hat sich in den 15 Jahren kaum verändert und wir erkennen sie auf Anhieb. Es gibt ein freudiges Wiedersehen. Die Zeit beim Abendessen vergeht wie im Fluge, wir haben uns ja so viel zu erzählen :-)

Wir werden uns nochmals treffen, denn "Jacky" möchte uns noch ihr neues Zuhause zeigen und das YHA, wo sie als "Chief Manager Assistent" arbeitet. Es war ein toller Abend und wir spazieren im Halbdunkel entlang des Flusses zum Campingplatz zurück.



Stadtbummel in South Adelaide (SA) (Dienstag, 24.2.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 29 Grad / Wind: 2 – 3 Bf.

Am frühen Morgen ist es doch schon sehr kühl (ca. 15 Grad), so dass wir erst gegen halb Elf los marschieren. Diesmal wählen wir die rechte Seite des "Torrens River" für unseren Spaziergang in die Innenstadt.

Immer wieder beeindruckt sind wir von den mächtigen Eukalyptusbäumen mit ihrer kahlen Rinde, die uns wie nackte Haut vorkommt.

Über eine Fussgängerbrücke wechseln wir auf die andere Flussseite.

Beim "Adelaide Festival Center" vorbei laufen wir direkt ins Zentrum der Stadt.

Ein nostalgisch anmutender Trinkbrunnen am Parkrand erinnert etwas an die Frühzeit von "Adelaide" im vorletzten Jahrhundert.

Ähnlich wie in "Melbourne" ist das Tram eines der öffentlichen Transportmittel. Eine U-Bahn gibt es hier nicht.

Unser erstes Ziel ist die "Rundle Mall", eine riesige Fussgängerzone mit mehreren Seitenstrassen, wo man stundenlang in den Shoppingcenters und unzähligen Shops, Restaurants, Cafés, etc. vergnügen kann.

Die Mischung von alten und neuen Bauten haben auch hier ihren besonderen Reiz.


Zwischendurch vernaschen wir einen Pancake mit Ahornsirup, die her für einen guten Zweck für nur A$ 1.00 das Stück angeboten werden. Die deftigen Doppeldecker schlagen uns so auf den Magen, das wir schwören, nie mehr einen solchen Pfannkuchen zu essen ;-)

Anschliessend besuchen wir "Jacky" im YHA, ein modernes Gebäude mit einer tollen Infrastruktur, beinahe wie ein Hotel. "Jacky hat in den letzten zweieinhalb Jahren ihrer Tätigkeit alles super durchorganisiert, ihre besondere Stärke, wie sie uns stolz erzählt. Wir sind nach der privaten Führung durch das Hostel echt beeindruckt.

Durch das kleine "Chinatown" tauchen wir ins riesige Shoppingcenter "Central Market Adelaide" ein, welches direkt mit diesem verbunden ist.


Bestimmt gegen 100 Shops, Restaurants, etc. sind hier in diesem komplexen Gebäude versammelt.



Hier gibt es fast alles zu kaufen, was es an Esswaren gibt. Wir kaufen uns zwei frische "Schweizer Bürli" beim "Swiss Glory", ein Geheimtipp von "Jacky". Es tut gut, wieder einmal ein richtiges würziges Brot zwischen den Zähnen zu haben :-) Wir kaufen uns danach gleich noch zwei für das Abendessen.

Anschliessend schauen wir uns den "Victoria Square" etwas genauer an. Dieser riesige zentrale Platz in der Stadtmitte ist wunderschön gestaltet. Rundum befinden sich sehenswerte, markante alte und neue Gebäude, wie zum Beispiel die "St Francis Xavier Cathedral"...

...oder die "Town Hall" mit dem Glockenturm.

In der Mitte des Parks haben die Planer einen kunstvollen Brunnen platziert.

Der Campingplatz hat sich derweil wieder gefüllt und wir haben wieder neue Nachbarn erhalten.

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