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Sonntag, 8. Februar 2009

Sydney - Melbourne III (im Campervan)

Merimbula Main Beach bis Pambula (Sonntag, 8.2.2009)
Wetter: schön / Temp.: 27 Grad / Wind: 5 - 6 Bf.

"G'day...a..doing!" tönt es am Morgen auf dem Campingplatz im "Aussie Slang", was eigentlich konkret ausgesprochen heisst: "Good day, how are you doing!"

Weil es uns hier so gefällt, haben wir uns entschlossen, noch einen weiteren Tag anzuhängen. Mit dem Büssli fahren wir heute an den "Main beach" von "Merimbula", welcher auf der anderen Seite des Fjord liegt und mindestens 6 km lang ist, ein absoluter Traumstrand.

Der Sand ist hier so weiss und fein wie an den "White Sunday Islands", das kristallklare Wasser schimmert in den schönsten blaugrünen Farben.

Nur die Wassertemperatur lässt zurzeit zu wünschen übrig. Mit ca. 18 Grad ist es uns zum Baden einfach zu kalt. Alleine schon im feinen Sand spazieren macht aber ungeheuren Spass. Der trockene, kristalline Quarzsand knirscht ähnlich wie Pulverschnee unter den Füssen.

Wir fahren weiter ans Ende der riesigen Bucht, wo das Dorf "Pambula" liegt. Hier geht's zum Strand.

Aufmerksame Betrachter werden beim letzten Foto festgestellt haben, dass meine Haartracht kaum noch sichtbar ist :-) Ich war heute Morgen beim "Coiffeur Anita". Das Ende des Sandstrandes bei "Merimbula" können wir kaum mehr sehen.

Hier befindet sich auch die Einmündung des "Pambula River"mit einer schönen Badebucht. Allerdings ist es hier wegen der Strömung nicht ungefährlich und man sollte hier nur mit "Life Vest" schwimmen gehen, heisst es auf einer grossen Warntafel.


Wir fahren zurück nach "Merimbula" und sehen uns dort noch die Fjordmündung an. Was uns hier erwartet, ist der wohl bisher schönste Strandabschnitt, den wir bisher erlebt haben. Wir können uns kaum satt sehen.


Diese traumhafte Ecke wird auch von vielen Schwimmern, Wind- und Kitesurfern genutzt.


Selbstverständlich gibt es hier auch Grillstellen zum gemütlichen BBQ.

Der äusserste Punkt der Halbinsel ist ziemlich felsig, was die Einheimischen nicht vom Baden abhält.


In Mallacoota (Montag, 9.2.2009)
Wetter: bedeckt bis heiter / Temp.: 21 Grad / Wind: 3 - 5 Bf.

"Wo sind sie denn, wo bleiben sie denn?" Gemeint sind unsere Sweat-Shirts, die sich weit unten im Koffer befinden. Wir haben diese seit unserer Abreise in der Schweiz, Mitte November, nicht mehr gebraucht. Über Nacht hat es, wie angekündigt, gewaltig abgekühlt. Heute Morgen messen wir nur noch magere 18 Grad, nach den Temperaturen der letzten Monate ein regelrechter Kälteschock!

Wir verlassen das schöne "Merimboola" und verschieben uns ins 110 km südlich gelegene "Mallacoota". Dieses kleine Fischerdorf liegt wiederum an einem riesigen "Inlet" und besteht beinahe nur aus Campingplätzen. Der "Mallacoota Foreshore Camp Park", wo wir uns niedergelassen haben, umfasst immerhin 650 Parzellen und liegt direkt am See.


Leider hat das Wetter umgeschlagen. Für die nächsten Tage sagen die Meteorologen für diese Gegend Regen voraus und diesen haben sie hier auch bitter nötig. Alles ist total ausgetrocknet. Der Staat "Victoria" erlebt dieses Jahr seine bisher grösste Brandkatastrophe bei Rekordtemperaturen von 46,4 Grad.

Von den verbreiteten "Bushfires" sind mittlerweile über 20 Städte betroffen, wobei schon mehr als 700 Häuser abgebrannt und ca. 120 Personen den Bränden zum Opfer gefallen sind. Dabei wurden über 340'000 ha Land zerstört, ein absolutes Horrorszenario also!

Die angekündigten Regenfälle und der Temperatursturz sind für die Bevölkerung also ein wahrhaftiger Segen, denn nur so können die Brände wieder unter Kontrolle gebracht werden. Jammern wegen Regen ist hier absolut "out".

An der Küste merkt man davon gar nichts. Das ganze Gebiet hier ist praktisch ein einziger grosser Nationalpark, also Natur pur. Wir bestaunen einmal mehr die Pelikane, wie sie sich je nach Lust und Laune einen Happen aus der fischreichen Lagune schnappen.


Auch schwarze Schwäne mit ihren roten Schnäbeln sieht man hier häufig.

Nachdem wir im nahen Lebensmittelgeschäft ein paar Kleinigkeiten eingekauft haben, machen wir es uns im Windschatten unseres Campervans gemütlich. Ab und zu zeigt sich sogar die Sonne.

Gegen Abend wird das Wetter noch richtig schön, mal abgesehen vom relativ straffen Wind. Wir unternehmen noch einen kleinen Spaziergang durch den beinahe 1 km langen Campingplatz.


Die Lagunen bieten reichlich Raum für die vielen Wasservögel.


Noch ein Wort zu den Campingplätzen in Australien:
Der Standard ist allgemein hoch und umfasst nebst Strom (ohne Zähler) meist auch eigene Frisch- und Abwasseranschlüsse.

Zur vorhandenen Infrastruktur gehören auch immer frei benutzbare Küchen und Barbeques (BBQs). Die Preise sind im Vergleich zu Europa eindeutig niedriger. Auf dem Campingplatz hier in "Mallacoota" bezahlen wir pro Nacht lediglich A$ 21.00 (CHF 15.--). Bei Campingplätzen mit Swimmingpool, TV-/Videoroom, Trampolin, Kinderspielplätzen und weiteren Vergnügungsmöglichkeiten haben wir bisher max. A$ 32.00 (CHF 26.--) bezahlt.

Die Campingplätze waren bisher immer gut gepflegt und sauber, was man von den "Campgrounds" in den Nationalparks nicht immer feststellen konnten.

In Lakes Entrance (Dienstag, 10.2.2009)
Wetter: bedeckt bis heiter / Temp.: 21 Grad / Wind: 3 - 5 Bf.

Ein frostiger Wind schlägt uns entgegen, als wir heute Morgen aus unserem Büssli steigen. Wir sind uns an solch tiefe Temperaturen (ca. 18 Grad) einfach nicht mehr gewöhnt. Wir entscheiden uns, in Richtung Süden weiterzufahren bis in das ca. 200 km entfernte "Lakes Entrance".

Dieses kleine Städtchen liegt wiederum an einem "Inlet", eingebettet zwischen mehreren Seen und ist dadurch vom offenen Meer weitgehend geschützt.

"Lakes Entrance" lebt überwiegend vom Fischfang und Tourismus.

Der kleine, "schnüsige" Campingplatz "Silver Sands Tourist Park" hat gerade noch zwei Parzellen zur Auswahl. Die Entscheidung fällt uns leicht. Wir nehmen denjenigen, welcher sich näher am Internet-Hotspot befindet :-) Die Infrastruktur lässt aber kaum zu Wünschen übrig, obwohl der Platz relativ klein ist.

Da der Campingplatz ziemlich zentral liegt, machen wir uns zu Fuss auf, um uns den Ort genauer anzuschauen. Was uns auffällt, sind die überdurchschnittlich vielen Shops, Cafés und Restaurants. Auch ein grosses Shoppingcenter ist mit dabei und selbst "McDonald's" fehlt nicht. Scheinbar ist zu anderen Zeiten hier viel mehr los, damit all diese vielen Geschäfte existieren können. Das nachfolgende Foto zeigt ein wunderschönes Gebäude in viktorianischem Stil.

Ein schwimmendes Fischrestaurant hat sich als Standort das entsprechende Medium ausgesucht.

Möwen vermehren sich hier bei diesem Futterangebot ungehemmt.

Leider werden die Vögel immer wieder von Menschen gefüttert, obwohl es überall Anschläge gibt mit differenzierten Erklärungen, warum man dies generell unterlassen sollte.

(Zur Vergrösserung bitte Foto anklicken...)


Wanderung um den Inlet von Lakes Entrance
(Mittwoch, 11.2.2009)
Wetter: heiter, bedeckt und Regen / Temp.: 20 Grad / Wind: 3 - 5 Bf.

Über Nacht sind die Temperaturen weiter gesunken. Heute Morgen messen wir nur noch magere 15 Grad. Zum Joggen müssen wir uns warm anziehen. Wenigstens blinzelt die Sonne zwischen der aufgelockerten Wolkendecke hindurch. Das Morgenessen geniessen wir sogar im Sonnenschein.

Unsere Sachen können wir am luxuriösen Wäscheständer, der bei jeder Parzelle vorhanden ist. trocknen lassen.

Wir nützen das überraschend schöne Wetter aus und unternehmen eine kleine 2-stündige Wanderung auf dem "Entrance Walking Track" bis zum äussersten Punkt, beim Eingang zu den "Gippsland Seen". Am Nachmittag ist Regen angekündigt.

Über den zentral gelegenen Fusssteg kommen wir direkt an den Hauptstrand von "Lakes Entrance".

Das Meer ist heute Morgen wieder aufgewühlt.

Ihr seht es schon an unserer Kleidung, dass Australien nicht nur ein Land für T-Shirts, Shorts und Sandalen ist. Die klimatischen Bedingungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Das Thermometer hat in "Melbourne" immerhin einen Sprung von 45 auf 15 Grad gemacht und dies innert wenigen Stunden. Anita meint, dass sei hier nicht ungewöhnlich, sie hätte das von 30 Jahren hier schon ein paarmal erlebt.

Der Track ist gut ausgebaut und führt durch urwaldähnliche Vegetation bis zum Eingang des "Inlet".




Auch Papageien und schwarze Schwäne sind hier wieder zahlreich zu sehen.


Nach einer Stunde kommen wir endlich am "Inlet" Einlass an. Zurzeit herrscht Flut, so dass das Meerwasser mit starker Strömung ins "Inlet" fliesst.

Unterwegs entdecken wir immer wieder neue, uns unbekannte, Pflanzen.

Von Ferne können wir auf der anderen Seite des "Inlet" unser nächstes Ziel "McDonald's" erkennen :-) Inzwischen hat leichter Regen eingesetzt. Egal, so kann ich im "McDonald's" in Ruhe das Reisetagebuch aktualisieren und Anita die Zeitung lesen ;-)

Unterdessen hat es sich leider so richtig eingeregnet, für die ausgetrocknete Gegend hier ein wahrer Segen, für uns ein sportliches Ereignis. Wir rennen unter dem Regen hindurch zurück zum Campingplatz. Nass werden wir natürlich trotzdem :-((

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Läck mir, hend er's schö!!!!!

Unknown hat gesagt…

Hallo Ihr beiden,
verfolge nun schon länger Eure wunderbare Tour, ich beneide Euch...

Da ich mich dort unten gar nicht auskenne, habe ich mal einwenig auf Google Maps geschaut, wo Ihr Euch gerade befindet, da ist mir aufgefallen, das Ihr in Eurem Bericht einen kleinen Schreibfehler von dem Ort Pambula habt.
Hatte mich nämlich gewundert, das Google den gar nicht findet...

Euch weiterhin eine spannende Zeit wünscht Peter aus HH Deutschland


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