Im Booderee National Park (Sonntag, 1.2.2009)
Wetter: schön, warm / Temp.: 28 Grad / Wind: 2 Bf.
Kurz nach 08.00 Uhr sind wir mit dem Taxi beim "Kea Camper" und lassen uns von einer netten, deutsch sprechenden Frau in unser neues Fahrzeug einweisen. Nachdem wir alle unsere Kleider etc. verstaut haben, fahren wir los. Unser erstes Ziel ist ein Shoppingcenter, wo wir erstmal Proviant besorgen.
Es ist erstaunlich, wieviel in einem solch kompakten Campervan Platz hat. Das Fahrzeug hat etwa die gleichen Masse wie unser vorletzter Camper auf Mercedes Sprinter Basis (5.70/2.00/2.70 m), allerdings ohne grosses Hochdach und Doppelboden. Schlussendlich hat jedes Ding sein Plätzchen und wir sind startbereit.
Unser erstes Ziel ist die "Jervis Bay" mitten im "Booderee National Park". Bei einem "Lookout" machen wir einen kurzen Halt mit Aussicht auf die nächste Bucht.
Der "Camping Ground" liegt mitten im Nationalpark. Wir beziehen den uns zugewiesenen Platz und schauen uns gleich einmal den Strand an. Der Sand ist hier beinahe so weiss wie in den "White Sunday Islands", das Wasser kristallklar.

Kaum am Strand sehen wir schon die ersten Delphine. Anita ist total begeistert.
Wir müssen uns zuerst an die engen Platzverhältnisse und den eingeschränkten Komfort gewöhnen. Schliesslich haben wir die letzten zwei Monate mehr oder weniger in Hotels gelebt. Im Grossen und Ganzen sind wir mit unserem neuen "Büssli" und dem Kea-Service bis jetzt sehr zufrieden.
Seit langem kochen wir wieder selbst. Es gibt ein feines Stück Fleisch auf dem nahen BBQ zubereitet. Die Grills hier sind allerdings nicht allzu sauber. Es gibt halt zu viele Schweinehunde auf dieser Welt.
Die "Rainbow Lorikeet" zwitschern dazu ihr abendliches Konzert. Diesen farbenfrohen Papagei sieht man an der Ostküste Australiens häufig in Schwärmen zu mehreren Hundert und sie sind akustisch ebenso schrill wie die Färbung ihres Gefieders.
"McDonalds" macht's möglich. Jedes Lokal verfügt über "Free WiFi" und so können wir nun wieder unser Reisetagbebuch aktualieren :-)
In Batemans Bay (Montag, 2.2.2009)
Wetter: schön, warm / Temp.: 32 Grad / Wind: 2 Bf.
Beim Frühstück schauen uns zwei Kangaroos zu, hier im Nationalpark nichts Aussergewöhnliches.
Wir fahren weiter in Richtung Süden. Unser nächstes Ziel "Batemans Bay" liegt nur etwa 100 km von hier. Unterwegs treffen wir einen typischen Camper, wie man sie hier öfters sieht, mit Bullbar und Steinschutz.
Die Fahrt verläuft reibungslos. Auf dem Campingplatz "East Riverside Holiday Park", der direkt an der Bay liegt, erhalten wir eine wunderschöne Parzelle mit eigenem Strom-, Frischwasser- und Abwasseranschluss..
Wir schauen uns, wie gewöhnlich, erstmal die Infrastruktur des Platzes an. Geschirrabwasch, Duschen, Waschräume und sogar ein Swimmingpool sind vorhanden und in gutem Zustand. Auch der Grill macht hier einen sauberen Eindruck.

Der Campingplatz gehört zu den "BIG4", einer grossen Kette mit über 170 Holiday Parks, verteilt über ganz Australien (hier die Übersichtskarte). Zum tollen Service auf diesen Plätzen gehört auch ein WiFi-Netz (WLAN), welches von der Firma NET4 betrieben wird und via Internet mit Kreditkarte bezahlt werden kann.
Inzwischen macht uns unser Kühlschrank ein wenig Sorgen. Obwohl es ein Kompressorkühlschrank ist, will er einfach nicht richtig kühlen. Des Rätsels Lösung entdecken wir, als wir die Türdichtungen etwas genauer unter die Lupe nehmen. Unten und teilweise auch seitlich besteht ein bis 1 cm grosser Luftspalt, weil die Dichtung anscheinend zusammengerückt wurde. Der nächste Depot Standort von "Kea Campers" ist erst in "Melbourne". Bis dahin müssen wir behelfsmässig die Dichtung verstärken.
Über die Bay Brücke spazieren wir ins Städtchen, um im nahen Shopping Center noch ein paar Sachen zu kaufen.
Einkaufen in der Schweiz und Australien
Wenn man in fremde Länder reist, stellt man automatisch Vergleiche mit der Schweiz her. Das relativ grosse Shopping Center mit ca. 70 kleineren und grösseren Geschäften in dieser Kleinstadt ist ein typisches Beispiel. Die Geschäfte laufen hier anscheinend gut und es gibt auch keine Ladenlücken.
Bei uns zuhause in St. Gallen kämpfen kleinere und grössere Läden ums überleben (so liest man jedenfalls in der Zeitung). Wo liegt das Problem? Kunden wären wahrscheinlich genug vorhanden. Die entscheidende Frage ist, wie geht man mit ihnen um?
Unsere Erklärung dafür ist einfach und plausibel: In Australien wird es dem Kunden nicht erschwert einzukaufen, sondern erleichtert:
- Es werden in unmittelbarer Nähe genügend Parkplätze zur Verfügung gestellt, denn Menschen sind ja keine Lastesel.
- Zweitens sind die Parkplätze grundsätzlich gratis und was ebenso wichtig ist, zeitlich nicht limitiert. So kann man in Ruhe einkaufen und braucht wegen der Parkuhrlimite nicht ständig auf die Uhr zu schauen.
Ausnahmsweise haben wir unseren Einkauf ohne Auto gemacht ;-) und spazieren, beladen mit vier Plastiktüten, gemütlich zum Campingplatz zurück. Der Blick von der Brücke ist herrlich. Das Wasser ist kristallklar und schimmert mit dem sandigen Untergrund in blau-grün Farben.

Auf dem Campingplatz werden wir vom Gekreische der Papageien empfangen. Diesmal sind es weisse Kakadus.


Im Swimmingpool wollen wir noch ein kühlendes Bad nehmen. Leider Fehlanzeige! Die Wassertemperatur beträgt bestimmt gegen 30 Grad. Da hilft nur die kühlende Dusche.

Bummeln in Batemans Bay (Dienstag, 3.2.2009)
Wetter: schön / Temp.: 25 Grad / Wind: 5 Bf.
Nach einem kurzen Gewitter gestern Abend, bleiben uns die Wolken heute leider erhalten. Auch die Temperaturen sind mit max. 25 Grad massiv in den Keller gesunken ;-) Wir entschliessen uns, im Städtchen nach Schaumstoffdichtungen für unsere Kühlschranktüre Ausschau zu halten. Im Shoppingcenter beim "K-Mart" werden wir fündig.
Beim "Mc Donald's", genauer gesagt im "Mc Café", genehmigen wir uns einen feinen Cappuccino, und der ist wirklich gut. Derweil lernen wir ein Schweizer Pärchen kennen, die ebenfalls auf Weltreise sind und zurzeit mit einem 4WD-Camper um Australien reisen. Bei ihnen stehen anschliessend noch "New Zealand", "Thailand", "Laos" und "Vietnam" auf dem Programm. Es ist hochinteressant und auch informativ sich mit den beiden über die Reiseerlebnisse zu auszutauschen.
Nachdem wir bei "Mc Donald's" mit unserem "Netbook" unser Reisetagebuch nachgeführt haben, kaufen wir uns in der Fischecke beim "Woolworth" noch zwei feine Seelachs-Filet für umgerechnet nur ChF 9.-- (ca. 500 g). Anschliessend spazieren wir wieder zum Campingplatz zurück.
Durch einen straffen Wind ist es nun merklich kühler geworden, so dass wir zum ersten Mal unter Dach essen. Tja, so schnell kann das gehen vom Schwitzen zum Frieren. Keine Angst, wir sind immer noch mit Shorts und T-Shirt unterwegs. In der öffentlichen Küche des Campingplatzes bereitet Anita den leckeren Fisch zu.

Dieser prächtige Seelachs wurde direkt vor der Küste in der Tasmanischen See gefangen und schmeckt einfach fantastisch.

In Narooma (Mittwoch, 4.2.2009)
Wetter: schön, warm / Temp.: 30 Grad / Wind: 2 Bf.
Das Wetter hat sich wieder etwas gebessert. Wir fahren heute 70 km der Küste entlang in Richtung Süden bis nach "Narooma" an den "Wagonga Fijord". An einer der vielen Buchten machen wir einen kurzen Halt.


Die Sonne brennt inzwischen wieder heiss vom Himmel. Wir messen bereits wieder 30 Grad. Auf einer "rest area" mitten im Wald machen wir Mittagspause.

In "Narooma" steuern wir direkt auf den ausgewählten BIG4-Campingplatz, dem "East Narooma Shores Holiday Park" zu, welcher direkt am "Wagonga Inlet" liegt.

Der Campingplatz befindet sich eigentlich zwischen der Hauptstrasse und den nur knietiefen Lagunen. Er besitzt eine gute Infrastruktur mit grossem Swimmingpool und auch WLAN von "Net4".


Der Meeresstrand und auch das Dorfzentrum liegen etwas weiter entfernt, ein typisches Beispiel, wie man sich in Australien mit den Distanzen verschätzen kann :-) Dafür liegt unmittelbar daneben ein beheiztes Hallenbad.
Die seichten Lagunen werden von den Fischern eifrig genutzt. Man kann diese problemlos zu Fuss durchqueren, wenn Ebbe ist.


Zwei "Galah Papageien" picken sich ihr Essen aus dem Rasen des Campingplatzes.

Hier gibt es auch zahlreiche Möwen, Pelikane, Kakadus und Bell Birds. Die Letzteren werden so genannt, weil ihr Zwitschern wie Glockengeläut tönt. Die Lagune scheint sehr fischreich zu sein. Bei unserem Spaziergang entlang des Ufers entdecken wir auch zwei Stachelrochen, wie sie elegant durchs Flachwasser schweben.
Vor dem Abendessen schwimmen wir noch ein paar Längen im Swimmingpool. Die Wassertemperatur beträgt hier ca. 25 Grad und ist deutlich erfrischender als auf dem Campingplatz in "Batemans Bay".

1 Kommentar:
Hoi ihr zwei, welch traumhafte Bilder. Das Heim- und Fernweh plagt mich etwa gleichermassen. Wie gerne würde ich jetzt auch dort sein. Grüsst mir die Delphine und Papageien und was sonst noch alles und schwimmt eine Runde für mich im Meer.
En schöne Tag
Marion und Florin
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