Katherine - Mataranka (NT) (Montag, 18.5.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 32 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.
Die gestrige Bootstour auf dem "Katherine River" war ein würdiger Abschluss unseres Nordaustralien-Aufenthaltes. Mit ein wenig Wehmut verlassen wir nun diesen wunderschönen Teil Australiens und wenden uns wieder der Ostküste zu. Bis dorthin haben wir allerdings noch 2'200 km zurückzulegen. Unsere heutige Etappe führt uns zu den ca. 100 km entfernten "Hotsprings von Mataranka".
Von "Katherine" aus fahren wir in südlicher Richtung auf dem "Stuart Highway", welcher mit 3'065 km der längste "Highway" Australiens ist und das südliche "Adelaide" via "Alice Springs" mit "Darwin" im obersten Norden verbindet, (kleine Wiederholung für Gelegenheitsleser/innen :-)
Wir befinden uns immer noch im Termitenland. In dieser Gegend sind davon riesige Felder zu sehen.
Die Pferde finden sich in der roten "Mini Pinnacle Landschaft" ganz gut zurecht.
In "Mataranka" schauen wir uns zuerst die "Bitter Springs" an. Der blaue Untergrund der Sumpflandschaft, zusammen mit dem blauen Himmel, gibt dem Wasser eine magische blaue Färbung.

Anschliessend fahren wir weiter zum Campingplatz "Mataranka Homestead Tourist Resort".und suchen uns ein schattiges Plätzchen zum Übernachten.
Der "Thermal-Pool" der "Rainbow Springs" liegt nur 5 Gehminuten davon entfernt, ebenso der "Waterhouse River". Nach dem Mittagessen stürzen wir uns in die Badehose und spazieren durch den tropischen Wald zum "Thermal Pool" hinunter.

Während der Regenzeit steht der ganze Tropenwald meterhoch unter Wasser. Selbst das "Mataranka Homestead" bleibt davon nicht verschont und muss jedes Jahr neu hergerichtet werden. Die "Rainbow Springs" werden mit erstaunlichen 30,5 Mio. Litern pro Tag unterirdisch gespiesen.
Von hier aus fliesst der beinahe körperwarme Bach in einen Pool, wo man ohne Krokodilgefahr schwimmen kann und ergiesst sich anschliessend in den "Waterhouse River".
Das Wasser ist mit konstanten 34 Grad derart warm, dass einem das aktive Schwimmen bald einmal vergeht.
Die meisten Leute verweilen denn auch nur kurz in dieser Badewanne :-)
Nach dem Bad geniessen wir den Cappuccino im Camping-Restaurant und bestaunen die Hochwasserfotos der letzten "Wet Season".

Mataranka – Renner Springs (NT) (Dienstag, 19.5.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 32 Grad / Wind: 1 – 3 Bf.
Wir wachen, wie gewöhnlich, in der Morgendämmerung auf, als uns ein seltsames hartes Knackgeräusch gleich neben unserem Büssli aufmerksam werden lässt. Wir ahnen nichts Gutes und schauen argwöhnisch in den Blätterwald. Nichts ist zu sehen. Wir stehen beide vor dem Büssli und schauen einem zutraulichen Wallabi zu, wie es sich drei Meter vor uns eifrig das Gesicht putzt.
Und wieder knackt es verdächtig laut. Auch das Wallabi erschrickt und macht ein paar Sätze von uns weg. Ein weiteres heftiges Knacken ertönt und der kleine Baum im grünen Blätterkleid kracht in voller Länge auf die Erde und begräbt unseren Campingstuhl unter sich.
Wie gut, dass wir nicht schon beim Frühstücken sind und das Wallabi rechtzeitig weggehüpft ist :-)

Die Bruchstelle liegt etwa einen Meter hoch und ist von feinem Sägemehl durchsetzt. Scheinbar haben Termiten oder andere holzfressende Lebewesen ihr Werk vollbracht.
So gefährlich kann Campieren sein :-) Wir werden in Zukunft immer ein Auge auf die umliegenden Bäume werfen.
Heute nehmen wir die nächste Etappe immer noch auf dem "Stuart Highway" bis "Renner Springs" unter die Räder, welches 400 km entfernt liegt. Es folgen wieder endlose Geraden durch Buschland, welches allmählich von grünlich auf gelblich wechselt
Beim "Roadhouse Dunmarra" machen wir einen Café-Halt (free café for driver, versteht sich :-) Ein stattlicher "Road Train" von "Shell" mit 74 Reifen (Anita hat sie gezählt) ist gerade am Auffüllen der Petroltanks.
Wir lassen uns derweil im gemütliche Roadhouse nieder.
Auf der Landkarte kann man unsere gefahrene Strecke von "Mataranka" bis hierher gut verfolgen. Wir haben etwa die Hälfte der Strecke geschafft.
Weiter geht's auf dem inzwischen stark befahrenen "Stuart Highway". Man spürt den zunehmenden Ferienreiseverkehr der "Aussies". Viele benutzen die Gelegenheit vom bereits winterlichen Süden in den warmen Norden zu entfliehen. Am Strassenrand schaut ein respektabler Ochse dem munteren Treiben zu.
Wir treffen nun auch wieder auf Viehherden, hier an einem künstlich angelegten Wasserbecken.
Man merkt an der Färbung der Landschaft, dass hier das Wasser wieder knapper wird.
Nach den vielen weiten Ebenen sind wir froh, zur Abwechslung wieder mal Hügelland zu durchqueren.

Dann endlich sind wir an unserem Tagesziel angekommen, dem Caravan Park bei "Renner Springs Desert". Wir sind auf Anhieb von diesem gemütlichen, romantisch eingerichteten Roadhouse angetan.

Hilfe, wir sind eingekreist!!! Links und rechts von uns stehen zwei feudale Pickup-Caravans mit "Slideouts" (wo haben wir denn unseren "Slideout" verloren?).
Ausserdem sind wir vom australischen Militär umzingelt. Sie sind mit ihren Fahrzeugen gleich in Scharen angerückt.
Das Roadhouse-Restaurant macht einen guten Eindruck, so dass wir uns entschliessen, wieder einmal auswärts essen zu gehen. Das erspart uns das Kochen (Anita) und den Abwasch (Anita und Heinz :-) Die Lasagne mit Salat für nur A$ 13.00 schmeckt uns ausgezeichnet.
Und zu guter Letzt beenden wir den Tag mit einem wunderschönen Sonnenuntergang über dem "Barkly Table Land".
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Montag, 18. Mai 2009
Katherine (NT) - Townsville (QLD) I (im Campervan)
Kategorien (Labels):
Australien
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