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Freitag, 8. Mai 2009

Topend I (NT) (im Campervan)

KatherineBatchelor (NT) (Freitag, 8.5.2009)
Wetter: heiter bis bewölkt / Temp.: 30 Grad / Wind: 2 – 3 Bf.

Wir fahren auf dem berühmten "Stuart Highway", welcher mit 3065 km der längste "Highway" Australiens ist und das südliche "Adelaide" via "Alice Springs" mit "Darwin" im obersten Norden verbindet. Mehr oder weniger parallel dazu verläuft die Eisenbahnlinie. Die Strecke "Alice Springs" nach "Darwin" wurde erst im Jahr 2004 fertiggestellt. Die Züge verkehren regelmässig, allerding nicht im Halbstundentakt, wie bei uns, sondern nur zwei Mal pro Woche :-)

Nach ca. 240 km zweigen wir zum "Litchfield National Park" ab. Eigentlich wollten wir unterwegs noch die "Edith Falls" anschauen. Wegen des wenig sonnigen Wetters, werden wir diese Sehenswürdigkeit auf dem Rückweg besuchen. Wie im Süden Australiens gibt es hier je länger je mehr wieder rotstämmige Eukalyptusbäume. Auch die Termitenhügel ändern ihre Form und Farbe.

Die Stämme stechen mit ihrer Farbe richtiggehend aus dem Busch heraus.

Bei "Pine Creek" beim alten Bahnhof, welcher ein kleines Eisenbahnmuseum enthält, ist eine alte Lok ausgestellt (für Eisenbahnliebhaber) und noch viele andere Schmuckstücke aus vergangenen Zeiten.


Wieder auf dem "Stuart Highway" begegnen wir einen wunderschönen "Road Train", bestehend aus zwei Fahrzügen mit insgesamt 144 Reifen!

Bei der Roadstation "Hayes Creek" trinken wir einen Café. Mit einem netten Hinweisschild machen die Australier auf eine Selbstverständlichkeit aufmerksam (wäre bei uns zu Hause oft auch notwendig). Da der Café hier für den Fahrer graits ist, bezahen wir nur A$ 2.00.

Gegen Mittag treffen wir auf dem BIG4 Campingplatz "Batchelor Resort – Caravillage" ein. Die Park ähnliche Anlage mit vielen Palmen ist geschmackvoll angelegt. Man spürt bei der Vegetation den tropischen Einfluss. Auch die Luft ist merklich feuchter.

Jeder Platz verfügt über ein palmengeschütztes Schattenplätzchen, Strom-, Frischwasser- und Abwasseranschluss.

Lediglich der Swimmingpool wirkt etwas spartanisch.

Dafür gibt es auf dem Platz ein echtes Pub mit Spielsalon.

Leider ist das WLAN von NET4 auf dem Campingplatz zurzeit defekt. Die Reparatur soll erst nach dem kommenden Wochenende erfolgen, so dass wir für einmal ohne Internet auskommen müssen :-((

Im Park halten sich jede Menge Vögel auf. Die "Red collared Lorikeets" sind gewiss die Buntesten unter ihnen.


Wir spazieren noch ein wenig im kleinen "Batchelor" herum, um vielleicht ein Café zu bekommen. Leider Fehlanzeige. Hingegen treffen wir im "Dorflädeli" überraschenderweise einen ausgewanderten Berner als Verkäufer, der uns nach 33 Jahren noch in echtem Berndeutsch gegrüsst.

Inmitten des Dorfes hat ein tschechischer Flüchtling seine heimatlichen Gefühle in einem miniaturisierten "Karlstein Castle" aus seiner Heimat ausdrückt. Die "Aborigines" haben bestimmt noch nie so etwas gesehen, denn in ihrer Geschichte haben sie diese unrühmliche, mittelalterliche Epoche glücklicherweise ausgelassen.

Jeden Morgen und Abend findet auf dem Campingplatz eine Fütterung der Vögel statt. Die "Red collared Lorikeets" haben hier den Schnabel vorne.


Im Litchfield National Park (NT) (Samstag, 9.5.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 34 Grad / Wind: 2 – 3 Bf.

Bei der Morgenfütterung sind vor allem "Galaahs" und "Cockatoos" dabei. Die bunten "Red collared Lorikeets" sitzen in den Bäumen, wahrscheinlich weil ihnen das Futter nicht behagt.



Die Sonne guckt bereits schüchtern zwischen den aufgelockerten Wolken hindurch. Es verspricht ein schöner Tag zu werden.

Wir sehen uns heute den "Litchfield National Park" an. Im "Northern Territory" sind sämtliche Nationalparks gratis zugänglich, weil das "Northern Territory" kein eigentlicher "State" von Australien ist, sondern nur ein "Territory" und deshalb direkt vom "Governement" verwaltet wird.

Kurz nach "Batchelor" fahren wir durch eine interessante Termitenhügel Landschaft. Diese prächtigen Wunderbauwerke sind hier aussergewöhnlich gross.

Nachfolgend ein besonders stattliches Exemplar.

Es gibt verschiedene Termiten-Rassen, die auch an ihren unterschiedlichen Bauten erkennbar sind. Die "Magnetic Termites" richten ihre relativ flachen Kuppen wegen der minimalen Sonneneinstrahlung in Nord-Süd-Richtung aus. Sie sehen von Ferne aus wie Grabsteine.


Die "Cathedral Termites Mounds" sind stark strukturiert, wie eine gotische Kathedrale..

Weiter geht's zu den eindrücklichen "Florence Falls". 135 Stufen führen direkt zum Pool hinab, der in einem Felsenkessel tief unten in der Schlucht liegt. Baden ist hier erlaubt.


Anita benutzt die Gelegenheit. Das Wasser ist überraschend warm.


Über einen romantischen "Walk Trail" durch den Urwald gelangen wir wieder zum Parkplatz zurück.


Oberhalb des "Florence Falls" liegt das "Buley Rockhole", welches über einen gut ausgebauten Fussweg entlang des Bächleins erreichbar ist.

Diese Stelle des Baches hat uns fast noch besser gefallen. Ein Pool reiht sich an den nächsten. Diese sind meist ziemlich tief, so dass man sogar einen Kopfsprung ins Wasser wagen darf.

Es ist eine wunderbare Flusslandschaft, die mit den rötlichen Felsen und dem saftigen Grün der Vegetation besonders gut zur Geltung kommt.


Das angenehm warme Wasser lädt zum Verweilen ein.


Etwas weiter flussaufwärts gibt es auch Pools die weniger tief und eher zum Herumplantschen geeignet sind.


Der rote Untergrund gibt dem Fluss einen magischen Touch.


Wir verlassen diesen wunderschönen Ort und fahren weiter zum eher nüchternen "Tabletop Swamp".


Krokodile sind hier nicht ausgeschlossen. Wir bleiben in sicherer Entfernung zum Sumpfrand. Anschliessend fahren wir weiter zu den "Tolmer Falls", welche wir lediglich von oben bestaunen können. Wegen zwei seltenen, geschützten Fledermausarten, ist der Pool für die Öffentlich nicht zugänglich.


Die Krönung des heutigen Tages bilden die mächtigen "Wangi Falls", bei dem hohen Wasserstand der Flüsse eine besondere Attraktion. Der Pool ist wegen momentaner Krokodile leider zum Schwimmen gesperrt. Ein aufwendig erstellter Steg führt krokodilsicher auf eine Aussichtsplattform direkt am Pool.

Der Wasserfall ist zweigeteilt und stürzt aus beträchtlicher Höhe ins grosse Becken.



Diese nützlichen Tiere findet man hier im Urwald auf Schritt und Tritt. Es kann recht unangenehm werden, wenn man sich unabsichtlich in einem solchen Netz verfängt, denn die Spinnengewebe solch grosser Spinnen sind äusserst widerstandsfähig und zäh.

Auf dem Rückweg trinken wir beim "Litchfield Tourist and Caravan Park" im gemütlichen Restaurant einen feinen Cappuccino.

Der "Galaah" im Käfig kann einem wirklich Leid tun, wenn man weiss, wie sozial sich diese Tiere in der Wildnis verhalten und kaum einmal allein anzutreffen sind.

Am Strassenrand wachsen die hier typischen "Farn Trees". Sie sind resistent gegen "Bushfire", und die saftig grünen Blättern spriessen schon nach kurzer Zeit erneut wieder aus den schlanken Baumstämmen.



Batchelor - Darwin (NT) (Sonntag, 10.5.2009)
Wetter: sehr schön, schwül / Temp.: 35 Grad / Wind: 2 – 3 Bf.

Wir fahren heute nur bis zum "Howard Springs Holiday Park" in "Howard Springs". Dieser BIG4 Campingplatz liegt etwa 25 km vor "Darwin" und verfügt über NET4 WLAN. Weil heute Muttertag ist, möchten wir ein paar Telefonate nach Hause tätigen. Ausserdem sollte unser Reisetagebuch wieder einmal nachgeführt werden. Nachfolgend der neue unerschütterliche Hauptdarsteller von Crocodile Dundee III :-)

Der Campingplatz verfügt über einen alten Baumbestand. Wir erhalten ein schattiges Plätzchen unter Palmen, zumindest am Morgen. Am Nachmittag brennt die Sonne bedauerlicherweise unbarmherzig auf unser Büssli hernieder. Wofür haben wir eigentlich einen Kompass mitgenommen? Bevor wir in Zukunft einen Platz auswählen, bestimmen wir zuerst die Himmelsrichtungen ;-)

Danach fahren wir zum grossen Einkauf nach "Palmerston", dem schnellst wachsenden "Suburb" von "Darwin". Dort gibt es zwei grosse Shopping Centers, das eine mit Woolworths", das andere mit "Coles" an der Spitze.

Diesmal haben wir auf dem Campinggelände gleich zwei wunderschöne Swimmingpools zur Auswahl. Da die Luft hier ausgesprochen schwülwarm ist, sind wir froh um ein erfrischendes Bad.

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