4WD-Tour El Questro, Kununurra (WA) (Sonntag, 3.5.2009)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 34 Grad / Wind: 2 – 3 Bf.
Es wird ein langer Tag werden heute. Die gebuchte Eintagestour in den Wildpark "El Questro" dauert 12 Stunden und zeigt uns einige der schönsten Stellen entlang der "Gibb River Road", die man nur mit 4WD-Fahrzeugen befahren kann. Wir besuchen das "Emma Gorge Resort", die "Zebedee Springs" mit der Thermalquelle und kreuzen mit einem Boot auf dem "Chamberlain River".
Mit einem Kleinbus werden wir vor dem Campingplatz abgeholt und fahren erstmal 53 km in Richtung "Wyndham" bis zur Abzweigung in die bekannt "Gibb River Road".
Auf der "Gibb River Road" fahren wir, eine Staubwolke hinter uns herziehend, in den privaten "Wilderness Park" "El Questro" hinein.
Dieses riesige Grundstück mit der Ranch umfasst 1 Mio. acre, was etwa der Ausdehnung 60 x 80 km entspricht. Auf dem nördlichen Teil der Ranch weiden ca. 10'000 Rinder. Im südlichen Bereich befindet sich der "Wilderness Park" mit dem "Chamberlain River" und den verschiedenen "Gorges". Als erstes fahren wir zum "Emma Gorges Resort", welches am Anfang des "Emma Gorges" liegt. Der alte "Bottle Tree" wurde naturbewusst in die Gebäulichkeiten integriert.
Wir sind eine kleine Gruppe geführt von einem kundigen "Ranger" der "El Questro Range" und stolpern hinter unserem Guide her. Gutes Schuhwerk ist hier Pflicht, denn der Weg führt über Stock und Stein und oft auch durch das verblockte Fussbett.

Der "Walk Trail" ist sehr gut markiert, so dass sich kaum jemand verirren kann. Die Talwände werden immer enger.
Oft müssen wir das Flussbett queren. Zum Glück führt der Fluss zurzeit nur wenig Wasser.

Ein Waran sonnt sich auf einer Felsplatte.
Immer wieder kommen wir an Wasserbecken vorbei. Eigentlich ist der Fluss zu klein und zu steil, so dass hier keine Krokodile vorkommen sollten.
Die Felswände schliessen sich zusammen und bilden einen 100 m hohen Kessel, wo sich ein Wasserfall in einen dunkelblaugrün gefärbten Pool ergiesst.
Das Farbenspiel der rötlichen bis bläulichen Felswände mit dem saftigen Grün der Pflanzen ist einmal mehr beeindruckend.

Baden ist zum Glück freiwillig, denn das Wasser im Pool ist mit ca. 18 Grad relativ kalt.
Dennoch gelüstet es die Meisten an diesem schönen Ort ein Wechselbad zu nehmen, denn in einem kleinen Wasserbecken, seitlich an der Felswand, kann man sich im ca. 26 gradigen Wasser wieder aufwärmen :-)

Unter dem Wasserfall stehen macht anscheinend besonderen Spass.

Wir verlassen den bezaubernden Ort und treten den Rückweg an.
Zurück geht es schneller. Wir kennen ja den Weg und es geht abwärts. Dazu treibt uns der Hunger etwas an. Und immer wieder hält die Natur kleine Schmuckstücke bereit, wie diese farbigen Ornamente im weichen Fels..
Gespannt erwarten wir den kleinen "Morning Tea" im "Emma Gorge Resort" und der ist eine kleine Überraschung. Nebst Orangen- und Apfelsaft und Kaffee gibt es frische Früchte verschiedenster Art, dazu Schockonusskuchen und kleines englisches Gebäck.

Wir greifen tüchtig zu, obwohl der Mittagslunch nicht mehr allzu weit weg liegt.
Wir sind frisch gestärkt und unser Guide auch, denn er drückt kräftig aufs Gaspedal. Vorbei an den "Kissing Boab", die noch auf dem Emma Gorge Resort" stehen, geht's auf die "Gibb River Road".

Unser nächstes Ziel sind die "Zebedee Thermal Springs". Doch so weit kommen wir gar nicht. Er läuft - und läuft - und läuft, bis er nicht mehr läuft, und so ist es auch bei "Toyota". Da hilft auch der gurgelnde Anlasser oder Anschieben nicht mehr weiter.
Glücklicherweise befindet sich unter den Gästen ein jungerAutomechaniker. Dieser schaut sich die Sache mal genauer an und diagnostiziert einen Alternatordefekt.
Per Funkt ordert unser Ranger Ersatzwagen für uns an. Wir warten derweil und schauen den vorbeibrausenden Fahrzeugen auf der "Gibb River Road" zu.

Nach einer halben Stunde treffen bereits die Ersatzwagen ein und die Reise kann weitergehen.
Der "Walk Trail" zu den "Zebedee Thermal Springs" ist nicht so anspruchsvoll, wie bei der "Emma Gorge", so dass wir diesmal keine Nachzügler erhalten und bald am Ziel sind.

Eine wunderschöne romantische Flusslandschaft mit diversen Pools erwartet uns. Das Wasser ist mit ca. 28 Grad fast badewannewarm, also nichts wie rein.


Wegen der gehabten Panne bleibt uns leider nicht allzu viel Zeit an diesem paradiesischen Ort, denn der Mittagslunch wartet.
Wir fahren weiter zum Steakhouse Restaurant bei der "Station Township". Es gilt noch zwei veritable "Floodways" zu durchfahren. Mit dem hochbeinigen 4WD Toyota kein Problem.
Wir sitzen hier mit Yvonne und Peter, den beiden Schweizern und einer australischen Familie aus Perth zusammen. Das Steak und den Fisch mit Chips schaffen wir gerade noch. Zum Dessert reicht unser Hunger nicht mehr.
Leider bleibt uns wenig Zeit, die wunderschöne Umgebung der Ansiedlung zu besichtigen.
Weiter geht's mit offenen 4WD Fahrzeugen zum "Chamberlain River", wo das Boot bereits auf uns wartet.

Wir fahren mit dem flachen Boot drei Kilometer flussaufwärts.

Die von der Abendsonne angestrahlten Felswände spiegeln sich im Wasser.

Wir können uns an der Farbenpracht kaum satt sehen.

Im Becken vor der Rückfahrt erhalten wir ausgiebig Gelegenheit Fische zu füttern.
Nebst "Cat-Fish", "Archer-Fish" und "Baramundis" hat es hier auch Wasserschildkröten.


Überdies wird auf dem Boot zum Abschluss noch eine kleine Früchteplatte mit Champagner und Orangensaft serviert.
Dann treten wir den Rückweg an. Unser Adhoc-Kapitän ist vielleicht 6 Jahre alt :-)
Die Sonne steht schon tief am Horizont und vermag die Schlucht nur noch teilweise zu beleuchten.
Unsere 4WDs warten schon für die Rückfahrt zur "Station Township".
In der Abenddämmerung und Dunkelheit fahren wir über die "Gibb River Road" zurück nach "Kununurra". Unser Fahrer fährt die Strecke am Limit. Mehr als einmal gehen wir haarscharf an einer Kollision mit einem Rind und einem Wallabi vorbei. Wir sind heil froh, am Campingplatz anzukommen.
Es war ein ereignisreicher und aufregender Tag. Die Tagestour nach "El Questro" lohnt sich auf jeden Fall. Sie ist gut organisiert und bietet viel fürs Geld. Wir können sie nur weiter empfehlen.
Das Ende eines Abenteuers auf der "Gibb River Road"
Von den Rangers vor Ort haben wir eine bittere Information über die Zukunft dieser bekannten ca. 650 km langen Offroad-Strecke erhalten: Die Regierung hat beschlossen, diese Naturstrasse aus Kostengründen zu asphaltieren. Die Wiederherstellung der jetzigen Strasse nach der "Wet Season" sei zu kostspielig. Dies ist ein weiterer herber Verlust für die Offroad-Liebhaber und das abenteuerliche Australien.
Im Hidden Valley, Kununurra (WA) (Montag, 4.5.2009)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 32 Grad / Wind: 2 – 5 Bf.
Unsere Joggingrunden ziehen wir heute Morgen auf dem Sportplatz, der unmittelbar neben dem Campingplatz liegt, eine eher eintönige Angelegenheit :-) Nach dem Frühstück machen wir einen kurzen Ausflug zum "Hidden Valley".
Das "Hidden Valley" liegt im Osten von "Kununurra", lediglich 2 km entfernt und ist ein ein "Bungle Bungle" im Miniformat, jedoch absolut sehenswert. Wir parkieren unser Büssli am Eingang zum Tal. Von dort führt ein markierter Weg entlang der linken Talsohle bis ins Zentrum des "Hidden Valley".
Mittendrin steht ein riesiger betagter "Buob". "Bottle Trees" können übrigens locker tausend Jahre als werden. Im "Wilderness Park El Questro" steht sogar ein 2000 Jahre altes Exemplar, ein seltener Rekord dieses widerstandsfähigen Baumes.
Die kontrastreichen Farben stehen der grossen "Bungle Bungle Range" in nichts nach.

Es führen mehrere Pfade zwischen den grossen bienenstockartigen Bergkuppen hindurch.

Hinten im Tal beginnt der Aufstieg zum "Lookout".


Wir geniessen die prachtvolle Aussicht vom "Lookout" auf "Kununurra" und die umliegende Landschaft.

Anita erkennt in diesem Felsengebilde eine kniende Frau.
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Sonntag, 3. Mai 2009
Kimberleys III (WA) (im Campervan)
Kategorien (Labels):
Australien
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