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Donnerstag, 30. April 2009

Kimberleys II (WA) (im Campervan)

Fitzroy CrossingHalls Creek (WA) (Donnerstag, 30.4.2009)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 32 Grad / Wind: 2 – 5 Bf.

Der Campingplatz dient uns heute Morgen als Joggingstrecke. Er ist derart gross, dass wir für eine Runde 10 Minuten benötigen.

Raum ist in der kleinsten Hütte. Daran hat sich unser Campingnachbar bestimmt nicht orientiert. Er schleppt in seinem Anhänger auch noch einen Personenwagen mit und baut neben seinem übergrossen Reisemobil mit "Slideout" und ausfahrbarer Terrasse erst noch ein Küchenzelt auf. Ob er mit diesem riesigen Gefährt allerdings offroad-tauglich ist, wagen wir zu bezweifeln :-)


Unser heutiges Etappenziel ist das 295 km entfernte "Halls Creek" mit 1'600 Einwohnern. Es liegt etwa auf halber Strecke zu "Kununurra", von wo aus wir einige Ausflüge unternehmen wollen. Die Landschaft ist nicht besonders interessant. Lediglich die Durchquerung eines Ausläufers der "Sparke Range" bringt etwas Abwechslung in die eher eintönige Fahrt.



Bei 24 h Rastplatz "Berrangi Bridge" machen wir einen kurzen Halt. Dieser liegt auf einem kleinen Plateau und bietet einen guten Ausblick auf die umliegende Landschaft.


Am Mittag sind wir bereits in "Halls Creek". Nach dem Volltanken suchen wir uns auf dem Campingplatz "Halls Creek Caravan Park" ein schattiges Plätzchen, was wegen der wenigen Bäume gar nicht so einfach ist.

Überraschenderweise hat der sonst eher einfach gehaltene Platz einen Swimmingpool.

Gleich neben uns kommen gegen Abend noch zwei Bayern an mit ihrem gut motorisierten 4WD-Camper (V8 4.5 Liter Turbodiesel). So ein prächtiges Fahrzeug hätten wir uns im Moment auch gewünscht ;-)


Halls Creek - Kununurra (WA) (Freitag, 1.5.2009)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 32 Grad / Wind: 2 – 3 Bf.

"Kununurra" liegt 377 km von "Halls Creek" entfernt. Wir steuern das "Ivanhoe Village Caravan Resort" an, welches ein BIG4-Campingplatz mit fünf Sternen ist und mitten in "Kununurra" liegt. Für uns nicht unerheblich, er verfügt über NET4 WLAN-Access :-)

Die Luft ist am frühen Morgen mit ca. 18 Grad noch angenehm kühl. Wir fahren um 07.00 Uhr beizeiten los. Die Landschaft wird allmählich abwechslungreicher und auch hügeliger.

Die Strasse schlängelt sich elegant zwischen den Hügeln hindurch.


In der Ferne sehen wir die "Bungle Bungle Range".

Die Gegend ist generell sehr baumreich und auch unsere geliebten "Bottle Trees" sind hier versammelt.

Dazwischen treffen wir immer wieder auf Viehherden. Die Rinder sind generell sehr scheu und nicht an den Menschen gewöhnt.


Wir durchqueren einen der letzten "Floodways" auf dem "Great Northern Highway". Zurzeit werden alle durch Brücken ersetzt. So geht einmal mehr ein Stück Abenteuer in Australien verloren.

Die interessante Landschaft mit den Bergketten und Schluchten bleiben von der Zivilisationswut hoffentlich verschont.

Die Naturgewalten bahnen sich ihren Weg auch ohne menschliche Hilfe. Hier zwei kleine "Twister" bei der Arbeit :-)


"Free coffee for driver" steht am Eingang zum "Doon Doon Roadhouse". Da packen wir zu und trinken für nur A$ 2.50 gleich zwei Cafés.

Wir fahren zwischen den verschiedenen "Ranges" hindurch bis wir um die Mittagszeit in "Kununurra" eintreffen.

Auf dem Campingplatz treffen wir gleich mehrere Bekannte von früheren Reisekontakten, die sich ebenfalls auf dem hervorragend ausgestatteten Platz niedergelassen haben.

Rundflug Bungle Bungle, Kununurra (WA) (Samstag, 2.5.2009)
Wetter: sehr schön, warm / Temp.: 32 Grad / Wind: 2 – 4 Bf.

Wir haben uns mangels 4WD-Fahrzeug für einen zweistündigen "Scenic Flight" über den "Lake Argyle" und die "Bungle Bungle" entschieden. Pünktlich um 05.30 Uhr werden wir vor unserem Campingplatz von einem Kleinbus abgeholt. Nebst uns steigen noch weitere 8 Gäste ein, unter ihnen zwei Schweizerinnen, die mit einem "Wicked Campervan" unterwegs sind und damit riesige Probleme haben (siehe auch unseren Beitrag zu den "Wicked Campers" vom 24.4.2009).

Die Fahrt zum Flugplatz dauert nur ein paar Minuten. Nach einem kurzen "Briefing" durch einen der Piloten, nehmen wir in einem Kleinflugzeug mit 6 Sitzen Platz.


Unsere beiden Piloten sind noch sehr jung, machen ihren Job als Flugzeugführer und Flugbegleiter mit Informationen über die Geschichte der "Bungle Bungle" etc. sehr gut.

Nach dem Start überfliegen wir zunächst den breiten "Ord River", welcher als einziger Fluss aus dem "Lake Argyle" fliesst.

In der Region gibt es noch jede Menge grössere und kleinere Flüsse und Seen. Die "Kimberley" Region enthalten 85 % des gesamten Süsswasservorrates von Australien. Weder in den Seen, noch in den Flüssen kann man jedoch Baden. Alleine im kleineren "Lake Kununurra" befinden sich etwa 7'000 Süsswasserkrokodile.

Der "Lake Kununurra" wird durch den "Diverson Dam" mit 20 Schleusen reguliert.


Wir fliegen weiter nach Süden über den "Lake Argyle", welcher der grösste Stausee der südlicher Hemisphere ist.

Er beherbergt über 90 kleinere und grössere Inseln.

Der "Lake Argyle" wird hauptsächlich durch den oberen Lauf des "Ord River", den "Bow River" und weitere kleinere Flüsse gespiesen.


Nach dem riesigen Stausee überfliegen wir die ersten Vorläufer der "Bungle Bungle Range".


Dann endlich nähern wir uns der unverkennbaren "Bungle Bungle" Landschaft.

Die bienenkorbartigen Bergkuppen mit der typischen schwarz, orange horizontal gestreiften Struktur sind faszinierend.

Für die seltsamen schwarzen Streifen sind Flechten verantwortlich, die den 350 Mio. Jahre alten Stein durchziehen. Zum Schutze dieser einmaligen Landschaft, ist klettern absolut verboten, da das Gestein ausgesprochen brüchig und empfindlich ist.


Innerhalb der "Bungle Bungle Range" gibt es auch tiefe "Canyons".

Nach einer Runde über diesem einmaligen Gebirge treten wir den Rückflug an.


Wir fliegen die über die grösste Diamantmine der Welt, welche seit 1985 ausgeschöpft wird. Man schätzt, dass der Abbau noch bis ins Jahr 2020 fortgesetzt werden kann.



Nördlich der Mine liegt ein kleiner Stausee.

Die ausgedehnten fruchtbaren Ebenen um "Kununurra" werden vorwiegend als Ackerland mit Zuckerrohr, Gemüse- und Früchteanbau sowie als Sandal-Wood-Plantagen genutzt.


Vier überfliegen vor der Landung den Flughafen von "Kununurra".

Unser Pilot legt eine sanfte Landung hin.

Nach dem Aussteigen erhalten wir von unserem Flugbegleiter noch eine DVD mit einem Video der "Alligator Air" mit unseren Flug und dazu noch ein paar schöne Ansichtskarten der "Bungle Bungle Range".

Es war ein tolles Erlebnis, diese urtümliche Landschaft einmal von oben zu erleben. Leider war die Sonne heute ein wenig verschleiert, so dass die Fotos an Brillanz etwas zu wünschen übrig lassen. Trotzdem haben wir den zweieinhalbstündigen Flug sehr genossen.

Das Tüpfelchen auf dem "i" wäre eine zusätzlicher Helikopterflug tief zwischen den "Bungle Bungle" Bergkuppen gewesen. Mit dieser Option wird das ganze Arrangement leider mehr als doppelt so teuer.

Am Nachmittag geniessen wir das "Dolce far niente" am Swimmingpool.

Obwohl der Campingplatz sehr schön und lieblich eingerichtet ist und auch eine gute Infrastruktur besitzt, fragen wir uns, warum er mit fünf Sternen eingestuft wird. Vielleicht ist es der spezielle Service, den ankommenden Gästen mit einem Elektrokarren die zugewiesene Parzelle vor Ort zu zeigen ;-) Wir können den Platz jedenfalls mit einer kleinen Einschränkung weiter empfehlen: Ein kleiner Shop fürs Nötigste fehlt, so dass man dafür immer zum Shopping Center fahren muss.



Der Eingang zum WC ist ungewöhnlich gut markiert :-)

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Mit so einem Jeep wie eure Bayern Nachbarn sind wir auch einmal 5 Wochen mitten in Australien rumgekurvt. Es war genial. Wir sind die verrücktesten Outbackstrecken gefahern. Das Palm Valley war am eindrücklichsten.
Lg Marion


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