Broome – Fitzroy Crossing (WA) (Dienstag, 28.4.2009)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 34 Grad / Wind: 2 – 3 Bf.
Wir stehen früh auf, denn wir haben heute einen weiten Weg vor uns und wollen beizeiten an unserem Etappenziel "Fitzroy Crossing" ankommen, welches immerhin 390 km von "Broome" entfernt liegt.
Unser Campingnachbar fährt unseren Traumwagen, den "Toyota Prado", 3.0 Liter Turbodiesel. Eine Woche lang haben wir diesen toll gestylten und komfortablem 4WD-Wagen bewundert. Wir sind bei Anitas Cousine auch schon ein paar mal mitgefahren. Ein wirklich tolles Zugfahrzeug. Falls wir irgendwann vom Reisemobil auf Wohnwagen umsteigen, würden wir uns bestimmt einen "Prado" zulegen :-)

Nach dem Frühstück verlassen wir "Broome" endgültig und fahren zunächst 150 km auf dem "North West Coastal Highway" nach Osten, bis wir vor "Derby" nach rechts in Richtung "Fitzroy Crossing" abzweigen. Die Vegetation ist aussergewöhnlich grün und viele Bäume tragen frische, saftige Blätter. Wir sehen jetzt öfters "Bottle Trees" (australisch Boab), welche in ihren Stämmen sehr viel Wasser zwischenspeichern können.

Es gibt gewaltige Exemplare davon.
Seine Früchte sehen denen der Kiwis ähnlich.
Da die Regenzeit erst kürzlich zu Ende gegangen ist, führen die Flüsse noch viel Wasser, wie zum Beispiel hier der "Cockadoo Creek".
Die Termiten scheinen in dieser Gegen wieder bessere Bedingungen zu finden, denn die Bauten nehmen auffallend zu.
An den "Bottle Trees" haben wir besondere Freude, weil sie irgendwie gemütlich aussehen.
Dazwischen folgen wieder die bekannten endlosen Geraden durchs Buschland.

Und dann endlich etwas Abwechslung: Cowboys treiben mit Hilfe von Helikoptern, Autos und Pferden eine Viehherde zusammen, für uns ein aufregendes Erlebnis.


Auf dem Campingplatz "Fitzroy River Lodge" können wir unsere Parzelle selbst auslesen.
Als wir den Strom anschliessen, erwartet uns der Froschkönig persönlich. Geküsst haben wir ihn allerdings nicht ;-)
Weil wir noch früh dran sind, entschliessen wir uns spontan, die "Sunset-Fahrt" auf dem "Fitzroy River" mitzumachen. Der Ausgangspunkt liegt im 18 km entfernten "Geikie Gorge National Park". Wir haben in den letzten drei Monaten unzählige "Floodways" durchfahren, doch alle waren ausgetrocknet. Dieser hier ist der erste wasserführende "Floodway". Wir geniessen die Durchfahrt in vollen Zügen und fahren gleich zwei Mal durch :-)

Die Bootsfahrt beginnt erst um vier Uhr und so haben wir genügend Zeit noch selbst ein paar Schritte dem Ufer entlang zu tun.
Der Fluss hat während der "Wet Season" viel Wasser geführt und darauf Geschiebematerial zurückgelassen, welches inzwischen total ausgetrocknet ist.
Wenn man den Fluss betrachtet, kann man kaum eine Strömung feststellen.
Der "Guide" des Bootes ist ein Aboriginal, welcher viel über ihre Kultur und Famliensippen zu erzählen weiss.
Die Abendsonne steht schon ziemlich tief am Himmel und lässt die Felsen in den schönsten Farben erstrahlen.


Die Spiegelungen der Felswände im dunkelblauen Fluss verstärken den eh schon farbenprächtigen Eindruck.
Die Kraft des Wassers hat im Fels feingliedrige Strukturen zurückgelassen.

Auf der Rückfahrt erhalten die Felspartien in der Abendsonne einen zusätzlichen rötlichen "Touch".

Zu guter Letzt sehen wir am Ufer noch ein Süsswasserkrokodil, welches sich in der Abendsonne gesonnt hat.
Im Geikie Gorge National Park, Fitzroy Crossing (WA)
(Mittwoch, 29.4.2009)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 35 Grad / Wind: 2 – 3 Bf.
Nach den letzten sieben Nächten mit "Airconditioners" um uns herum (die Australier lieben es, ihre Geräte rund um die Uhr laufen zu lassen), haben wir die himmlische Ruhe auf dem Campingplatz "Fitzroy River Lodge" so richtig genossen. Da das ausgleichende Meer hier fehlt, sind die Temperaturen bis auf 20 Grad gefallen, so dass wir entsprechend gut geschlafen haben.
Auf dem Campingplatz stehen eine Menge schattenspendender Bäume. Die liebenswerten "Bottle Trees" haben es Anita angetan. Eine vollständige Umarmung ist jedoch selbst bei diesem kleinen Exemplar nicht möglich.

Dieser Baum, gleich hinter unserer Parzelle, trägt besonders viele Früchte. Wie uns eine Nachbarin erklärt, könnte man diese sogar essen. Schmecken sollen sie allerdings nicht besonders gut.
Daneben wachsen auch hier auch viele weissstämmige Eukalyptusbäume, sogenannte "Ghost Gums".
Heute Morgen fahren wir nochmals in den "Geikie Gorge National Park" um den zweistündigen "Ufer Walk Trail" abzuwandern. Die Morgensonne beleuchtet nun die andere Seite des Flussufers, so dass die steilen Felswände, welche aus dem ausgetrockneten Flussbett ragen, voll zur Geltung kommen.

Die mächtigen Felswände dieser Seite sind zwar nicht so farbig, dafür um so bizarrer.
Die acht Uhr Fahrt mit dem Boot von gestern fährt an uns vorüber.
Die Felswand schaut wie ein löchriger Schweizerkäse aus :-)
Wir haben genug gesehen und kehren wieder zum Ausgangspunkt unserer kurzen Wanderung zurück.
Die Strasse zum Campingplatz kreuzt den "Fitzroy River", der sich an dieser Stelle zwischen dem Geschiebe hindurchschlängelt.
Bei der Einfahrt läuft vor uns ein junger "Waran" über die Strasse.
Es ist inzwischen wieder richtig heiss geworden, so dass wir um unser Schattenplätzchen froh sind. Hier, wo der "Margaret River" in den "Fitzroy River" fliesst, herrscht kein Wassermangel. Die Wiesen auf dem Campingplatz werden jedenfalls stundenlang grosszügig besprinkelt.
Der ganze Campingplatz, welcher direkt am Fluss liegt, ist in der "Wet Season" überschwemmungsgefährdet. Auch das Dorf "Fitzroy Crossing" selbst wurde schon mehrere Male überschwemmt. Sämtliche Bauten inkl. Swimmingpool befinden sich deshalb auf künstlich angelegten Hügeln, Mauersockeln oder sind auf Stelzen gebaut.


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Dienstag, 28. April 2009
Kimberleys I (WA) (im Campervan)
Kategorien (Labels):
Australien
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1 Kommentar:
Die Bilder sind traumhaft. Ihr seid jetzt seit Broome in meiner australischen Lieblingsgegend. Ich liebe den Norden in Australien. Ich wünsche Euch viele tolle Erlebnisse dort oben.
Liebe Grüsse Marion
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