Coral Bay - Exmouth (WA) (Samstag, 11.4.2009)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 38 Grad / Wind: 1 – 3 Bf.
Anstatt zu Joggen, schwimmen wir im natürlichen Bassin von "Coral Bay" ein paar Runden. Das Wasser ist am frühen Morgen mit 27 Grad noch wärmer als die Luft (ca. 24 Grad). Mit diesem erfrischend Bad nehmen wir Abschied vom wunderschönen "Coral Bay".
Unser nächstes Ziel "Exmouth" liegt nur etwa 150 km nördlich von hier und ist unser letzter Stützpunkt, bevor wir uns für einige Zeit ins Landesinnere bewegen und die Gegend von "Tom Price" mit dem "Karijini National Park" bereisen werden.
Die Strecke auf die "Cape Range Halbinsel" ist ziemlich eintönig, abgesehen von den unzähligen Termitenhügeln, welche etwas Abwechslung in die Landschaft bringen.
Sie erinnern uns etwas an die "Pinnacles" bei "Cervantes". Erst im Vergleich mit dem Menschen kann man die gewaltige Leistung der Termitenvölker richtig einschätzen.
Zum ersten Mal quert ein stattlicher Waran (Goanna) vor uns die Strasse.
Er hat es überhaupt nicht eilig, bis er endlich im nahen Buschwerk verschwindet.
In "Exmouth" peilen wir den BIG4 Campingplatz "Exmouth Cape Holiday Park" an, der gleich rechts am Dorfeingang liegt. Unser Wiesenplatz liegt inmitten von Eukalyptusbäumen.
Bis zum Dorfzentrum haben wir nur einen Kilometer zu gehen. Ausser einem keinen Shoppingcenter mit ein paar Cafés/Restaurants und Boutiquen gibt es hier jedoch wenig anzuschauen. Die Sehenswürdigkeiten bietet auch hier die Natur mit dem "Ningaloo Reef" und dem "Cape Range National Park" mit seinen attraktiven Buchten zum Baden und Schnorcheln.
Am Nachmittag erreicht das Thermometer wieder die 38 Gradmarke. Wir sind froh im Campingplatz eigenen Swimmingpool etwas Abkühlung zu erhalten.
Für heute Abende haben wir beim original italienischen "Restaurant Pinocchio" zwei Plätze reserviert. Wir freuen uns auf etwas Abwechslung auf unserem Speiseplan. Wie wir erfahren, stammt der Besitzer aus Mailand. Die Pizzas aus dem Holzofen, der Rotwein, das "Mousse au chocolat" und auch der Espresso schmecken denn auch ausgezeichnet. Die Pizza ist ein richtiges "Highlight". Nur in "Sydney" haben wir, ebenfalls bei einem Italiener, eine vergleichbar gute Pizza gegessen.
Im Cape Range National Park, Exmouth (WA) (Sonntag, 12.4.2009)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 34 Grad / Wind: 2 – 5 Bf.
Heute unternehmen wir mit unserem Büssli einen Ausflug in den grossen "Cape Range National Park". Bis zum äussersten Punkt, dem "Yardie Creek", wäre es ohne Rückfahrt immerhin 91 km weit. So weit wollen wir unsere Runde jedoch nicht ziehen. Wir wollen lediglich bis zur "Turquoise Bay" zum Schwimmen und Schnorcheln fahren. Diese ist ca. 60 km von "Exmouth" entfernt und liegt leider bereits innerhalb des Nationalparks, so dass A$ 10.00 fällig werden.
Zunächst fahren wir in Richtung Norden bis zum nördlichsten Punkt der Halbinsel, vorbei an der "Naval Base", einer Kommunikationanlage der australischen/amerikanischen Marine. Sie ist die weltgrösste VLF-Anlage (very low frequency transmitter = Langwellensender) mit einer Maximalhöhe von 387,6 Metern und ist darum schon von weitem sichtbar.
Sie dient als Relaisstation und zur Beobachtung der Unterseeboote und Schiffe im Indischen Ozean und Westpazifik.
Die Strasse zum Nationalpark biegt vor der Station nach links ab und führt in einem Bogen weiter in südlicher Richtung. Der Hügel "Vlamingh Head Lighthouse" mit dem Leuchtturm, oberhalb des gleichnamigen "Lighthouse Caravan Parks", bietet eine tolle Aussicht auf den nördlichen Teil der Halbinsel. Man kann sogar hinauf fahren.

Den nächsten Halt machen wir an der "Jims Beach" mit den imposanten Sanddünen.

Erstaunlicherweise ist der Sand auf dem Dünenrücken im Gegensatz zu den Flanken ziemlich fest, so dass wir kaum einsinken.
Anschliessend fahren wir weiter bis zur favorisierten "Turquoise Bay". Als wir in die Parkplätze einbiegen, ahnen wir Schreckliches. Alles ist total zuparkiert. Wir hätten heute Morgen doch ein wenig früher losfahren sollen. Wir haben im Moment nicht mehr ans Osterwochenende gedacht, wo auch die Einheimischen zahlreich anreisen. Mit viel Glück finden wir noch einen Parkplatz. Doch am Strand schaut es nicht besser aus. Selbst die weniger schönen Plätze sind belegt und so spazieren wir halt ein wenig dem Strand entlang und erfreuen uns am wunderschönen Farbenspiel der "Turquoise Bay".

Sogar Kiter tummeln sich hier zwischen den Schnorchlern, ein nicht ganz ungefährliches Spiel.
Bald einmal kehren wir dann, etwas enttäuscht, zu unserem Büssli zurück. Es ist inzwischen schon Mittag geworden und unsere Mägen knurren.
Beim "Milyering Visitor Center" machen wir eine kurze Mittagsrast. Nach einem weiteren Halt bei der "Tantabiddi Boat Ramp", wo die Australier ihre Boote wassern, nehmen wir die Rückfahrt unter die Räder.
Die Bootsrampe liegt übrigens an einem gefälligen kleinen "Inlet", für ein kleines Picknick bestens geeignet.
Ein kleiner Trost bleibt uns ja noch, unser Swimmingpool. Aber wie war das noch mit Ostern? :-)
Exmouth – Tom Price (WA) (Montag, 13.4.2009)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 36 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.
Unser nächstes Ziel "Tom Price" mit dem "Karijini National Park" liegt ca. 635 km von "Exmouth" entfernt, zu weit, um diesen Weg an einem Tag ohne Stress zurückzulegen. Wir peilen deshalb das "Nanutarra Roadhouse" an, welches ungefähr auf halber Strecke liegt.
Vollgetankt fahren wir um 09.00 Uhr los. Zunächst müssen wir etwa 80 km zurückfahren, bis die 70 km lange Verbindungsstrasse zum "North West Coastal Highway" abzweigt. Die relativ öde Landschaft kennen wir bereits von der Herfahrt.
Nach über 200 km dann die ersten Erhebungen, nach so viel Ebene, eine echte Erholung fürs Auge.
Es folgen mächtige Tischberge, die kontrastvoll aus der weiten Ebene herausragen.
Im Hintergrund können wir bereits die Vorläufer des nahen "Mt. Elizabeth Gebirges" erkennen.
Und dann sehen wir zu unserer Überraschung den "Uluru", oder besser gesagt eine schmächtige Kopie von dem legendären Monolithen (kleiner Scherz am Rande :-)
Das "Nanutarra Roadhouse" liegt unmittelbar beim "Ashburton River", der selbst zu dieser trockenen Zeit noch Wasser führt.

Dies lockt natürlich Vögel und andere Tiere an.
Auch wir lassen uns hier nieder, wenigstens für eine Nacht. Nach dem hausgemachten Abendessen gönnen wir uns noch ein Eis im "Roadhouse" und schauen uns dabei die Tages-News am Fernseher an. Zufällig werfe ich einen Blick durchs Fenster. Mir bleibt die "Gelati" im Halse stecken. Was für ein Sonnenuntergang! Beinahe hätten wir ihn verpasst. Ich spurte auf die nahe Brücke. Der Anblick, der sich uns bietet ist sensationell.

Der Himmel scheint buchstäblich in Flammen aufzugehen.
Es ist wohl einer der schönsten "Sunsets", welchen wir bisher in Australien erlebt haben, absolut "awesome"!
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Samstag, 11. April 2009
Geraldton – Port Hedland V (WA) (im Campervan)
Kategorien (Labels):
Australien
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