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Montag, 20. April 2009

Port Hedland – Broome I (WA) (im Campervan)

Port Hedland - Broome (WA) (Montag, 20.4.2009)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 36 Grad / Wind: 2 – 4 Bf.

Die Nacht war mit Minimum 26,5 Grad noch ein wenig heisser, als gestern. Wenigstens weht ein leichter Wind. Unser Campingnachbar hat trotzdem schon am frühen Morgen seine Klimaanlage in Betrieb genommen., vorbei mit der angenehm Stille beim Frühstück ;-)

Unser heutiges Ziel ist der "Eighty Mile Beach Caravan Park", welcher zwischen "Port Hedland" und "Broome" liegt. Wir verlassen "Port Hedland" in nordöstlicher Richtung auf dem "Great Northern Highway". Es ist die einzige direkte Verbindung vom Süden in den Norden innerhalb "Western Australia" und führt durch den westlichen Teil des "Great Sandy Desert". Der Verkehr ist denn auch merklich dichter und wir müssen öfters "Road Trains" ausweichen bzw. uns von solchen überholen lassen.

Verhalten bei überholenden "Road Trains"
An dieser Stelle ein paar wichtige Verhaltensregeln für Caravaners und Reisemobile im Kontakt mit "Road Trains", entnommen und frei übersetzt aus einer Broschüre der "Perth Caravan & Camping Show", verfasst von einem "Road Train Experten".

"Road Trains" sind "Trucks" mit einem oder mehreren Anhängern.
Problematik: Die meisten Caravaner sind mit ca. 80 bis 90 km/h unterwegs, die "Road Trains" jedoch mit 95 bis 100 km/h. Dies führt dazu, dass die Caravaner oft von den "Trucks" überholt werden. "Trucks" verfügen üblicherweise über 18 oder mehr Gänge. Eine Verlangsamung oder Beschleunigung des Zuges verlangt häufiges Schalten. Schnelle Geschwindigkeitsänderung, wie beim PWK, sind deshalb kaum möglich.

Wenn der Caravaner im Rückspiegel einen "Truck" näher kommen sieht, soll er seine gefahrene Geschwindigkeit möglichst beibehalten, d.h. weder beschleunigen, noch verlangsamen und sich möglichst am linken Strassenrand halten (gilt für Australien). Wenn der "Truck" zum Überholen ansetzt, soll der Caravaner, um dem "Road Train" das Überholmanöver zu erleichtern, seine Geschwindigkeit vorübergehend ein wenig drosseln, bis der Überholvorgang abgeschlossen ist.


Verhalten beim Kreuzen von "Road Trains" mit Überbreite
Ab und zu kreuzt man einen Lastenzug mit Überbreite. Diese werden normalerweise vorne und hinten von Fahrzeugen mit Warnleuchten eskortiert. Da heisst es am Strassenrand möglichst weit draussen anhalten (evtl. ausserhalb der Strasse auf dem Strassenbankett) und warten bis alle Fahrzeuge vorbei gefahren sind.

Achtung: Es können auch mehrere Trucks mit Überbreite in unregelmässigen Abständen folgen; deshalb lieber noch etwas Warten vor der Weiterfahrt.

Die Landschaft ist doch nicht so flach und öde, wie wir uns dies vorgestellt hatten. Ab und zu queren wir sogar kleinere Hügelzüge.

Nach ungefähr 50 km Fahrt überqueren wir den "De Grey River", welcher überraschend viel Wasser führt, wahrscheinlich weil hier bis vor kurzem noch Regenzeit geherrscht hat.

Allmählich wird es wieder monotoner, obwohl sich die Vegetation hier verhältnismässig grün präsentiert.

Beim "Pardoo Roadhouse" machen wir kurz Rast. Das Lokal ist gemütlich eingerichtet. Es scheint auch relativ neu zu sein.

Weiter geht's wieder entlang dem "Great Northern Highway" durch endlos weite Ebenen mit dem hier typisch roten Strassenbankett.

Eigentlich wollten wir weg vom Highway, an die Küste fahren und im "Eighty Mile Beach Caravan Park" übernachten. Als wir jedoch die staubige, zehn Kilometer lange "Gravel Road" vor uns sehen, entschliessen wir uns dann doch für das "Sandfire Roadhouse", welches etwa in der Mitte der 610 km langen Strecke "Port Hedland" nach "Broome" liegt. Kurz vor unserem neuen Etappenziel durchfahren wir einmal mehr durch Dutzende von bizarren Termitenhügeln.

Gerade rechtzeitig zum Mittagessen fahren wir dann durchs Tor des Caravan Parks des "Sandfire Roadhouse". Kaum haben wir uns auf einem schattigen Plätzchen niedergelassen, werden wir von einer munteren Gänseschar frenetisch willkommen geheissen.

Ein paar wenige Meter hinter uns ruht sich ein Kamel im Schatten aus und ein stattlicher Ochse schaut neugierig zu uns herüber.


Ein paar Pfaue wagen sich bis auf Armlänge an uns heran.

Und zu guter Letzt werden wir von einer riesigen Schar "Kakadus" kreischend eingekreist.

Wir fühlen uns in diesem zoologischen Garten auf Anhieb wie zu Hause.


Port HedlandBroome (WA) (Dienstag, 21.4.2009)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 35 Grad / Wind: 2 – 5 Bf.

Wir sind beinahe die einzigen Gäste auf dem Caravan Park, so dass in der Nacht ausser dem Gezirpe der Grillen und einem fernen Generatorengeräusch nichts zu hören war. Dementsprechend haben wir gut geschlafen. Für einmal werden wir nicht durch den Wecker oder die Sonne geweckt. Die "Kakadus" mit ihrem Gekreische sind unüberhörbar.

Uns scheint sowieso, dass wir als letzte aufwachen. Ganz in der Nähe grast schon ein "Wallabi" und die Pfauen sind auch bereits munter auf Nahrungssuche.

Die Sonne geht über der Buschlandschaft auf und kündigt einen weiteren wunderschönen Tag an.

Das Thermometer zeigt bereits 26 Grad an und es kostet einige Überwindung die 5 Tibeter trotzdem mit 21 Wiederholungen durchzuführen.

Wir fahren beizeiten los, um am Vormittag noch in "Broome" beim "Kea Depot" einzutreffen. Die langen Strassengeraden durchs beinahe ebene Buschland kennen wir bereits zur Genüge.

Je näher wir nach "Broome" voran kommen, umso grüner wird die Vegetation. Schliesslich fahren wir durch saftige Wiesen mit Rinderherden hindurch; ein beinahe heimatliches Gefühl überkommt uns.

In "Broome" steuern wir als erstes das "Kea Depot" an, um unser Kühlschrankproblem beheben zu lassen. Der Servicemann wechselt kurzerhand die Batterie aus. Mal sehen, ob's hilft. Unser Büssli hat dringend wieder einmal eine Wagenwäsche nötig. Glücklicherweise hat "Kea" auf dem Areal dafür eine Wasserhochdruckanlage installiert, die wir frei benutzen dürfen.

Nach einem kurzen Einkauf im "Shopping Center" steuern wir den Campingplatz "Palm Grove Holiday Resort" an. Wir sind froh, dass wir eine schattige Parzelle erhalten. Die Luft ist hier doch schon merklich feuchter und schwüler, als in "Port Hedland".

In der Dämmerung werden wir unzähligen "Rainbow Lorikeets" umschwärmt, welche uns in den Bäumen zwitschernd ihre "Gutnacht-Geschichte" erzählen.

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