Kalbarri – Denham (WA) (Samstag, 4.4.2009)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 40 Grad / Wind: 3 – 5 Bf.
Es war eine heisse Nacht ;-) Um Mitternacht zeigte das Thermometer noch 27 Grad an und wir starten mit 23 Grad in den neuen Tag. Und es wird mit 40 Grad der heisseste Tag werden, den wir je erlebt haben. Allerdings sind es die angenehmsten 40 Grad, die man sich denken kann. Die Luft scheint hier eine ganz andere Zusammensetzung zu haben, als in Europa, so dass wir diese Temperaturen am Schatten durchaus als angenehm empfinden.
Bis nach "Denham" sind es 370 km ohne jegliches Dorf, d.h. wir durchqueren mal eben die Schweiz in ihrer grössten Ausdehnung und fahren dabei lediglich an zwei "Roadhouses" entlang des "North West Coastal Highway" vorbei :-)

Zunächst durchqueren wir den "Kalbarri National Park" bis zum Highway.


Über uns wölbt sich der makellose, dunkelblaue Himmel Westaustraliens.

Dann geht's weiter auf dem Highway Richtung Norden durch endloses Buschland.

Sobald wir unser Büssli verlassen, werden wir überfallmässig von Fliegen umschwärmt.

Unterwegs treffen wir einmal mehr auf schnurgerade Strassen in den unendlich weiten Ebenen des Westens.


In einem ausgetrockneten See entdecken wir ein paar Emus, die nach uns ungeniert die Strasse queren.

Beim "Shell Beach" machen wir Halt. Dank dem ersten Einsatz unseres Fliegennetzes, bleiben wir von den Biestern einigermassen verschont. Andere Besucher des Beaches sehen wir wild um sich fuchtelnd am Strand entlang laufen.

Dieser Beach ist jedoch einmalig. Er besteht aus einer meterdicken, weissen Muschelschicht, die bis zu 10 m dick sein soll.



Da diese Bucht von brechenden Wellen des offenen Meeres total geschützt ist, konnten diese Muscheln über Jahrtausende ihre Form behalten. Irgendwann werden auch diese von Wasser und Wind zu schneeweissem feinem Sand zerkleinert sein, wie wir ihn schon an vielen Stränden Australiens bewundert haben.

Irgendwie macht das Herumspazieren im Mückennetz nicht so richtig Spass, so dass wir nicht allzu lange an diesem, an sich wunderschönen Strand, verweilen ;-)

Wir wollen von der kleinen Ortschaft "Denham" aus unsere Tagestouren nach "Monkey Mia" usw. unternehmen und lassen uns zunächst auf dem Campingplatz "Blue Dolphin Caravan Park" nieder.

Bis zum Badestrand haben wir bloss 50 m zu gehen, und diesen wollen wir bei der Hitze gleich mal testen.

Das Wasser ist, wie soll es anders sein, kristallklar und angenehm warm (ca. 25 Grad). Trotzdem sind wir weit und breit die einzigen Schwimmer. Dieser Teil der "Shark Bay" ist über 20 km breit, so dass wir das andere Ufer nicht mehr erkennen können.

In Monkey Mia (WA) (Sonntag, 5.4.2009)
Wetter: schön, heiss / Temp.: 38 Grad / Wind: 3 – 5 Bf.
"Monkey Mia" ist bekannt für seine regelmässigen Delphin-Besuche. Der Hauptgrund für diese Regelmässigkeit dürfte in den täglichen Fütterungen durch die "DEC Rangers" vor Ort liegen. Nichtsdestotrotz ist dies eine einmalige Gelegenheit hautnah mit den Delphinen Kontakt zu erhalten, denn sie kommen dabei direkt an den Strand, wo das Wasser für sie gerade noch zum Schwimmen reicht.
Der folgende Lageplan zeigt die "Shark Bay" mit den verschiedenen Buchten und den beiden Ortschaften "Denham" und "Monkey Mia" (rot-blaue Kreise).
(Zur Vergrösserung bitte aufs Bild klicken...)

Bei der ersten Fütterung ab halb Acht Uhr geht es am Strand ziemlich turbulent zu und her. Zu dieser Stunde warten einfach zu viele auf ihre erste Begegnung mit den Delphinen. Meine Fotoausbeute ist denn auch gering ;-)


In der Zwischenzeit gönnen wir uns im Strandcafé mit Blick auf dem Strand einen Fruchtsaft. Wir wollen ja nichts verpassen. Unser Geduld wird reichlich belohnt.

Bei der zweiten Fütterung ca. zwei Stunden später sind nur noch wenige Leute am Strand zurückgeblieben. Die Delphine haben sich unauffällig genähert, so dass wir vorerst mit den Tieren beinahe alleine sind.

Lange haben wir auf diesen Moment gewartet. So nahe wie hier in "Monkey Mia" kommt man wild lebenden Delphinen selten. Sie schwimmen direkt vor uns im knietiefen Wasser. Der genau abgewogene Fisch wird von den Rangern verteilt. Sie bestimmen denn auch, wer welchen Delphin füttern darf. Anita gehört diesmal zu den Glücklichen :-)


Diese Begegnung mit den Delphinen wird wohl das schönste und tiefste Erlebnis auf unserer Australienreise werden. Es ist etwa so, wie wenn ein lang gehegter, märchenhafter Traum endlich Wirklichkeit geworden ist.

Wir können dieses Gefühl nur unvollständig wiedergeben, wenn die Delphine bis auf Armlänge auf dich zu schwimmen und dir lächelnd in die Augen schauen, einfach "awesome"! Diese Augenblicke sind in der Tat sehr emotional und man muss sie schlicht selbst erlebt haben.


Beinahe lautlos gleiten die eleganten Säugetiere durchs kristallklare Wasser. Man hört nur hin und wieder das Schnaufen beim Luftholen oder die hohen Piepstöne ihres Echolotsystems.

Spielerisch drehen sie sich im Kreis, mal seitlich, mal auf dem Rücken, mal auf dem Bauch.



"Im Moment tummeln sich zwei Familien gleichzeitig vor uns am Strand mit insgesamt 11 Delphinen", erklärt uns die Rangerin. Dies sei selbst für sie ungewöhnlich.

Es werden übrigens nur die Weibchen gefüttert mit einem Bruchteil des Fisches, den sie normalerweise pro Tag benötigen, um sie nicht von der natürlichen Nahrungssuche zu entwöhnen. Die Jungdelphine und Männchen erhalten gar nichts, die Männchen, weil sie gegenüber den Weibchen aggressiv werden, die Jungen, damit sie zuerst lernen, sich selbst zu ernähren. Wir sind erstaunt, wie professionell hier mit den Tieren umgegangen wird.

Überhaupt haben wir den Eindruck, dass es in "Monkey Mia" wesentlich weniger touristisch zu und her geht als bei den Delphin-Shows andernorts. So dürfen die Delphine nicht selbst aktiv berührt werden, es sei denn, der Delphin tut es von sich aus. Bei der Fütterung selbst dürfen ausser den Rangern nur die zum Füttern bestimmten Besucher im Wasser sein.
Ausserdem gilt: In der Zone, wo die Delphine normalerweise anlanden, darf generell nicht geschwommen werden. Für Raucher gibt es extra kleine Behälter zum Mitnehmen, worin sie ihre Asche und Zigarettenstummel entsorgen können, damit der Strand und das Wasser von Giften verschont bleibt.

"Monkey Mia" ist auch sonst ein wunderbarer Ort. Emus laufen hier ungeniert einen Meter an einem vorüber.

Auch Pelikane sind hier absolut nicht scheu.

Dieser hier hat besonderen Spass, sich beim Sprinkler den Schnabel auswaschen zu lassen oder seinen Durst zu stillen.

Einen Besuch von "Monkey Mia" können wir jedermann wärmstens empfehlen, auch wenn es fast 1000 km von jeder grösseren Stadt entfernt liegt. Wir sind jedenfalls von diesem Ort und seiner besonderen Atmosphäre begeistert.

Dieser wunderbare Tag mit den Delphinen von "Monkey Mia" war für uns einer der eindrücklichsten und grossartigsten, den wir nicht so schnell vergessen werden.
In Denham (WA) (Montag, 6.4.2009)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 36 Grad / Wind: 3 – 5 Bf.
Nach dem erlebnisreichen Tag von gestern. lassen wir den heutigen Tag langsam anlaufen. Zunächst trinken wir im "Sunset Mura Mura Café" einen feinen Cappuccino und lesen wieder einmal unsere Emails. In diesem Internetcafé kann man nämlich für günstige A$ 2.00 ohne Zeiteinschränkung übers WLAN surfen :-) Natürlich benutzen wir die Gelegenheit, um auch unser Reisetagebuch nachzutragen.

Die Kirche "St Andrews" ist klein und unscheinbar. Das Besondere daran sind die Mauern aus Backsteinen, die aus verklebten Muscheln bestehen.


Die "Little Lagoon" liegt gleich hinter "Denham". Dieser kleine See ist durch einen schmalen Kanal mit dem Meer verbunden und unterliegt deshalb, wie dieses, ebenfalls den Gezeiten.


Auch ohne 4WD können wir problemlos bis ans Ufer der Lagune fahren.

Das Wasser ist glasklar und der ganze Untergrund besteht aus Millionen von Muscheln.

Anschliessend spazieren wir der Hafenpromenade von "Denham" entlang.


Das grünlich gefärbte Wasser in dieser Bucht ist stehtief. Lediglich ein dunkelblauer Kanal für die Schiffe führt in tiefere Gewässer.

Die Emus sind auch hier unentwegt auf der Nahrungssuche.

Die Emus sind omnipräsent. Hier wollte uns einer sogar beim Tanken helfen :-)

Mit netten Schildern wird man hier auf die Probleme der Gegend aufmerksam gemacht.

Das Mückenproblem ist zurzeit glücklicherweise noch nicht aktuell. Erst wenn hier die Regenzeit in ca. einem Monat beginnt, wird es überhaupt Mücken geben.

Am Nachmittag nehmen wir ein erfrischendes Bad in der "Shark Bay". Diese wurde so benannt, weil es hier früher viele Haie gab. Die Dame an der Rezeption warnt uns, wir sollten nicht gerade beim Schiffskanal schwimmen gehen, weil sich dort gelegentlich Haie verirrten :-) Anita testet ihre Schnorchelausüstung.

Ausser Muscheln gibt es hier allerdings nicht allzu viel zu sehen.

Heute Abend essen wir als Krönung unseres Aufenthaltes an der "Shark Bay" im "Old Pearler Restaurant". Interessanterweise ist dieses Restaurant, ebenso, wie die Dorfkirche, aus Muschelbausteinen erbaut. Es ist das Einzige dieser Art auf der Welt und zudem das westlichste Restaurants Australiens!

Das schmucke Gebäude wurde 1974 nach 4-jähriger Bauzeit fertiggestellt (solange brauchte der Erbauer, bis er die notwendigen Muscheln beisammen hatte). Der Innenraum erhält mit den speziellen Bausteinen, den Accessoires und nicht zuletzt wegen der dezenten Beleuchtung ein rustikales, romantisches Ambiente.

Unser "Fish of the day" schmeckt ausgezeichnet und auch das Dessert "Lemon Meringue Pie topped with Creme and Icecream" ist ein Gedicht.

Mit ein paar Fotos vom wunderschönen Sonnenuntergang über der "Shark Bay" verabschieden wir uns von dieser aussergewöhnlichen Gegend Australiens.



"Kreuz des Südens"
Nach der Dämmerung wölbt sich der südliche Sternenhimmel über uns und das prägnante Sternbild "Kreuz des Südens" wird sichtbar. Es ist ein kleines, aber auffälliges und sehr bekanntes Sternbild. Die vier hellsten Sterne bilden ein markantes Kreuz am Himmel. Es liegt inmitten des hellen Bandes der Milchstrasse. Von Mitteleuropa aus ist es jedoch nicht zu sehen.
Das Kreuz des Südens diente den Seefahrern auch zur Orientierung, da die senkrechte Achse zum südlichen Himmelspol zeigt. Etliche Staaten, wie "Australien", "Samoa", "Neuseeland", "Papua-Neuguinea" und "Brasilien" sowie die australischen Bundesstaaten "Victoria", "Australian Capital Territory", "Northern Territory" haben das Kreuz des Südens in ihre Flaggen aufgenommen.

Denham - Carnarvon (WA) (Dienstag, 7.4.2009)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 38 Grad / Wind: 2 – 4 Bf.
Nach dem Morgenessen brechen wir unsere Zelte in "Denham" ab. Es waren drei unvergessliche Tage hier an der "Shark Bay".

Bis nach "Carnarvon" am "Gascoyne River" sind es weitere 330 km ohne jegliche Ortschaft. Lediglich zwei Roadhouses sind auf dieser Strecke zu finden. Zunächst fahren wir die 130 km über die "Berg- und Talbahn" zurück zum "North West Coastal Highway". Dann geht's nordwärts durch ödes Buschland bis nach "Carnarvon".

Am "Eagle Bluff" blicken wir noch ein letztes Mal auf die "Shark Bay".

Dann folgen auf dem Highway wiederum die endlosen Geraden durch das Buschland.

Links und rechts ziehen die ausgetrockneten Ebenen mit rot gefärbter Erde an uns vorüber.

Das Thermometer zeigt mittlerweile wieder 38 Grad an und wir sind froh auf dem BIG4 Campingplatz "Plantation Caravan Park" einzutreffen. Der Platz verfügt über eine gute Infrastruktur inkl. NET4 WLAN-Zugriff ;-) Gleich hinter dem Platz, der am Dorfrand liegt, beginnen ausgedehnte Mango-, Bananen- und andere Plantagen.

Der "Gascoyne River" führt zurzeit kein Wasser. Dazu muss hier zuerst wieder die Regenzeit anbrechen.

Wir fahren hier über eine "Furtbrücke", die ähnlich wie ein "Floodway" funktioniert.

Obwohl "Carnarvon" an einem wunderschönen "Inlet" liegt, bleibt es für uns nur eine Zwischenstation zum Auftanken und Lebensmitteleinkauf. Morgen fahren wir weiter nach "Coral Bay", unserem nächsten grossen Ziel.
Beim Nachtessen vor dem Büssli geniessen wir die Abendstimmung über der Plantage.


Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 40 Grad / Wind: 3 – 5 Bf.
Es war eine heisse Nacht ;-) Um Mitternacht zeigte das Thermometer noch 27 Grad an und wir starten mit 23 Grad in den neuen Tag. Und es wird mit 40 Grad der heisseste Tag werden, den wir je erlebt haben. Allerdings sind es die angenehmsten 40 Grad, die man sich denken kann. Die Luft scheint hier eine ganz andere Zusammensetzung zu haben, als in Europa, so dass wir diese Temperaturen am Schatten durchaus als angenehm empfinden.
Bis nach "Denham" sind es 370 km ohne jegliches Dorf, d.h. wir durchqueren mal eben die Schweiz in ihrer grössten Ausdehnung und fahren dabei lediglich an zwei "Roadhouses" entlang des "North West Coastal Highway" vorbei :-)

Zunächst durchqueren wir den "Kalbarri National Park" bis zum Highway.


Über uns wölbt sich der makellose, dunkelblaue Himmel Westaustraliens.

Dann geht's weiter auf dem Highway Richtung Norden durch endloses Buschland.

Sobald wir unser Büssli verlassen, werden wir überfallmässig von Fliegen umschwärmt.

Unterwegs treffen wir einmal mehr auf schnurgerade Strassen in den unendlich weiten Ebenen des Westens.


In einem ausgetrockneten See entdecken wir ein paar Emus, die nach uns ungeniert die Strasse queren.

Beim "Shell Beach" machen wir Halt. Dank dem ersten Einsatz unseres Fliegennetzes, bleiben wir von den Biestern einigermassen verschont. Andere Besucher des Beaches sehen wir wild um sich fuchtelnd am Strand entlang laufen.

Dieser Beach ist jedoch einmalig. Er besteht aus einer meterdicken, weissen Muschelschicht, die bis zu 10 m dick sein soll.



Da diese Bucht von brechenden Wellen des offenen Meeres total geschützt ist, konnten diese Muscheln über Jahrtausende ihre Form behalten. Irgendwann werden auch diese von Wasser und Wind zu schneeweissem feinem Sand zerkleinert sein, wie wir ihn schon an vielen Stränden Australiens bewundert haben.

Irgendwie macht das Herumspazieren im Mückennetz nicht so richtig Spass, so dass wir nicht allzu lange an diesem, an sich wunderschönen Strand, verweilen ;-)

Wir wollen von der kleinen Ortschaft "Denham" aus unsere Tagestouren nach "Monkey Mia" usw. unternehmen und lassen uns zunächst auf dem Campingplatz "Blue Dolphin Caravan Park" nieder.

Bis zum Badestrand haben wir bloss 50 m zu gehen, und diesen wollen wir bei der Hitze gleich mal testen.

Das Wasser ist, wie soll es anders sein, kristallklar und angenehm warm (ca. 25 Grad). Trotzdem sind wir weit und breit die einzigen Schwimmer. Dieser Teil der "Shark Bay" ist über 20 km breit, so dass wir das andere Ufer nicht mehr erkennen können.

In Monkey Mia (WA) (Sonntag, 5.4.2009)
Wetter: schön, heiss / Temp.: 38 Grad / Wind: 3 – 5 Bf.
"Monkey Mia" ist bekannt für seine regelmässigen Delphin-Besuche. Der Hauptgrund für diese Regelmässigkeit dürfte in den täglichen Fütterungen durch die "DEC Rangers" vor Ort liegen. Nichtsdestotrotz ist dies eine einmalige Gelegenheit hautnah mit den Delphinen Kontakt zu erhalten, denn sie kommen dabei direkt an den Strand, wo das Wasser für sie gerade noch zum Schwimmen reicht.
Der folgende Lageplan zeigt die "Shark Bay" mit den verschiedenen Buchten und den beiden Ortschaften "Denham" und "Monkey Mia" (rot-blaue Kreise).
(Zur Vergrösserung bitte aufs Bild klicken...)

Bei der ersten Fütterung ab halb Acht Uhr geht es am Strand ziemlich turbulent zu und her. Zu dieser Stunde warten einfach zu viele auf ihre erste Begegnung mit den Delphinen. Meine Fotoausbeute ist denn auch gering ;-)


In der Zwischenzeit gönnen wir uns im Strandcafé mit Blick auf dem Strand einen Fruchtsaft. Wir wollen ja nichts verpassen. Unser Geduld wird reichlich belohnt.

Bei der zweiten Fütterung ca. zwei Stunden später sind nur noch wenige Leute am Strand zurückgeblieben. Die Delphine haben sich unauffällig genähert, so dass wir vorerst mit den Tieren beinahe alleine sind.

Lange haben wir auf diesen Moment gewartet. So nahe wie hier in "Monkey Mia" kommt man wild lebenden Delphinen selten. Sie schwimmen direkt vor uns im knietiefen Wasser. Der genau abgewogene Fisch wird von den Rangern verteilt. Sie bestimmen denn auch, wer welchen Delphin füttern darf. Anita gehört diesmal zu den Glücklichen :-)


Diese Begegnung mit den Delphinen wird wohl das schönste und tiefste Erlebnis auf unserer Australienreise werden. Es ist etwa so, wie wenn ein lang gehegter, märchenhafter Traum endlich Wirklichkeit geworden ist.

Wir können dieses Gefühl nur unvollständig wiedergeben, wenn die Delphine bis auf Armlänge auf dich zu schwimmen und dir lächelnd in die Augen schauen, einfach "awesome"! Diese Augenblicke sind in der Tat sehr emotional und man muss sie schlicht selbst erlebt haben.


Beinahe lautlos gleiten die eleganten Säugetiere durchs kristallklare Wasser. Man hört nur hin und wieder das Schnaufen beim Luftholen oder die hohen Piepstöne ihres Echolotsystems.

Spielerisch drehen sie sich im Kreis, mal seitlich, mal auf dem Rücken, mal auf dem Bauch.



"Im Moment tummeln sich zwei Familien gleichzeitig vor uns am Strand mit insgesamt 11 Delphinen", erklärt uns die Rangerin. Dies sei selbst für sie ungewöhnlich.

Es werden übrigens nur die Weibchen gefüttert mit einem Bruchteil des Fisches, den sie normalerweise pro Tag benötigen, um sie nicht von der natürlichen Nahrungssuche zu entwöhnen. Die Jungdelphine und Männchen erhalten gar nichts, die Männchen, weil sie gegenüber den Weibchen aggressiv werden, die Jungen, damit sie zuerst lernen, sich selbst zu ernähren. Wir sind erstaunt, wie professionell hier mit den Tieren umgegangen wird.

Überhaupt haben wir den Eindruck, dass es in "Monkey Mia" wesentlich weniger touristisch zu und her geht als bei den Delphin-Shows andernorts. So dürfen die Delphine nicht selbst aktiv berührt werden, es sei denn, der Delphin tut es von sich aus. Bei der Fütterung selbst dürfen ausser den Rangern nur die zum Füttern bestimmten Besucher im Wasser sein.
Ausserdem gilt: In der Zone, wo die Delphine normalerweise anlanden, darf generell nicht geschwommen werden. Für Raucher gibt es extra kleine Behälter zum Mitnehmen, worin sie ihre Asche und Zigarettenstummel entsorgen können, damit der Strand und das Wasser von Giften verschont bleibt.

"Monkey Mia" ist auch sonst ein wunderbarer Ort. Emus laufen hier ungeniert einen Meter an einem vorüber.

Auch Pelikane sind hier absolut nicht scheu.

Dieser hier hat besonderen Spass, sich beim Sprinkler den Schnabel auswaschen zu lassen oder seinen Durst zu stillen.

Einen Besuch von "Monkey Mia" können wir jedermann wärmstens empfehlen, auch wenn es fast 1000 km von jeder grösseren Stadt entfernt liegt. Wir sind jedenfalls von diesem Ort und seiner besonderen Atmosphäre begeistert.

Dieser wunderbare Tag mit den Delphinen von "Monkey Mia" war für uns einer der eindrücklichsten und grossartigsten, den wir nicht so schnell vergessen werden.
In Denham (WA) (Montag, 6.4.2009)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 36 Grad / Wind: 3 – 5 Bf.
Nach dem erlebnisreichen Tag von gestern. lassen wir den heutigen Tag langsam anlaufen. Zunächst trinken wir im "Sunset Mura Mura Café" einen feinen Cappuccino und lesen wieder einmal unsere Emails. In diesem Internetcafé kann man nämlich für günstige A$ 2.00 ohne Zeiteinschränkung übers WLAN surfen :-) Natürlich benutzen wir die Gelegenheit, um auch unser Reisetagebuch nachzutragen.

Die Kirche "St Andrews" ist klein und unscheinbar. Das Besondere daran sind die Mauern aus Backsteinen, die aus verklebten Muscheln bestehen.


Die "Little Lagoon" liegt gleich hinter "Denham". Dieser kleine See ist durch einen schmalen Kanal mit dem Meer verbunden und unterliegt deshalb, wie dieses, ebenfalls den Gezeiten.


Auch ohne 4WD können wir problemlos bis ans Ufer der Lagune fahren.

Das Wasser ist glasklar und der ganze Untergrund besteht aus Millionen von Muscheln.

Anschliessend spazieren wir der Hafenpromenade von "Denham" entlang.


Das grünlich gefärbte Wasser in dieser Bucht ist stehtief. Lediglich ein dunkelblauer Kanal für die Schiffe führt in tiefere Gewässer.

Die Emus sind auch hier unentwegt auf der Nahrungssuche.

Die Emus sind omnipräsent. Hier wollte uns einer sogar beim Tanken helfen :-)

Mit netten Schildern wird man hier auf die Probleme der Gegend aufmerksam gemacht.

Das Mückenproblem ist zurzeit glücklicherweise noch nicht aktuell. Erst wenn hier die Regenzeit in ca. einem Monat beginnt, wird es überhaupt Mücken geben.

Am Nachmittag nehmen wir ein erfrischendes Bad in der "Shark Bay". Diese wurde so benannt, weil es hier früher viele Haie gab. Die Dame an der Rezeption warnt uns, wir sollten nicht gerade beim Schiffskanal schwimmen gehen, weil sich dort gelegentlich Haie verirrten :-) Anita testet ihre Schnorchelausüstung.

Ausser Muscheln gibt es hier allerdings nicht allzu viel zu sehen.

Heute Abend essen wir als Krönung unseres Aufenthaltes an der "Shark Bay" im "Old Pearler Restaurant". Interessanterweise ist dieses Restaurant, ebenso, wie die Dorfkirche, aus Muschelbausteinen erbaut. Es ist das Einzige dieser Art auf der Welt und zudem das westlichste Restaurants Australiens!

Das schmucke Gebäude wurde 1974 nach 4-jähriger Bauzeit fertiggestellt (solange brauchte der Erbauer, bis er die notwendigen Muscheln beisammen hatte). Der Innenraum erhält mit den speziellen Bausteinen, den Accessoires und nicht zuletzt wegen der dezenten Beleuchtung ein rustikales, romantisches Ambiente.

Unser "Fish of the day" schmeckt ausgezeichnet und auch das Dessert "Lemon Meringue Pie topped with Creme and Icecream" ist ein Gedicht.

Mit ein paar Fotos vom wunderschönen Sonnenuntergang über der "Shark Bay" verabschieden wir uns von dieser aussergewöhnlichen Gegend Australiens.



"Kreuz des Südens"
Nach der Dämmerung wölbt sich der südliche Sternenhimmel über uns und das prägnante Sternbild "Kreuz des Südens" wird sichtbar. Es ist ein kleines, aber auffälliges und sehr bekanntes Sternbild. Die vier hellsten Sterne bilden ein markantes Kreuz am Himmel. Es liegt inmitten des hellen Bandes der Milchstrasse. Von Mitteleuropa aus ist es jedoch nicht zu sehen.
Das Kreuz des Südens diente den Seefahrern auch zur Orientierung, da die senkrechte Achse zum südlichen Himmelspol zeigt. Etliche Staaten, wie "Australien", "Samoa", "Neuseeland", "Papua-Neuguinea" und "Brasilien" sowie die australischen Bundesstaaten "Victoria", "Australian Capital Territory", "Northern Territory" haben das Kreuz des Südens in ihre Flaggen aufgenommen.

Denham - Carnarvon (WA) (Dienstag, 7.4.2009)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 38 Grad / Wind: 2 – 4 Bf.
Nach dem Morgenessen brechen wir unsere Zelte in "Denham" ab. Es waren drei unvergessliche Tage hier an der "Shark Bay".

Bis nach "Carnarvon" am "Gascoyne River" sind es weitere 330 km ohne jegliche Ortschaft. Lediglich zwei Roadhouses sind auf dieser Strecke zu finden. Zunächst fahren wir die 130 km über die "Berg- und Talbahn" zurück zum "North West Coastal Highway". Dann geht's nordwärts durch ödes Buschland bis nach "Carnarvon".

Am "Eagle Bluff" blicken wir noch ein letztes Mal auf die "Shark Bay".

Dann folgen auf dem Highway wiederum die endlosen Geraden durch das Buschland.

Links und rechts ziehen die ausgetrockneten Ebenen mit rot gefärbter Erde an uns vorüber.

Das Thermometer zeigt mittlerweile wieder 38 Grad an und wir sind froh auf dem BIG4 Campingplatz "Plantation Caravan Park" einzutreffen. Der Platz verfügt über eine gute Infrastruktur inkl. NET4 WLAN-Zugriff ;-) Gleich hinter dem Platz, der am Dorfrand liegt, beginnen ausgedehnte Mango-, Bananen- und andere Plantagen.

Der "Gascoyne River" führt zurzeit kein Wasser. Dazu muss hier zuerst wieder die Regenzeit anbrechen.

Wir fahren hier über eine "Furtbrücke", die ähnlich wie ein "Floodway" funktioniert.

Obwohl "Carnarvon" an einem wunderschönen "Inlet" liegt, bleibt es für uns nur eine Zwischenstation zum Auftanken und Lebensmitteleinkauf. Morgen fahren wir weiter nach "Coral Bay", unserem nächsten grossen Ziel.
Beim Nachtessen vor dem Büssli geniessen wir die Abendstimmung über der Plantage.


Obwohl diese nette, klar verständliche Hinweistafel an den meisten Abwaschplätzen angebracht ist, gibt es scheinbar immer noch Erdenbürger, die nicht lesen können oder schlicht keine Kinderstube genossen haben.


1 Kommentar:
Hi, wir haben leider in unserem Hotel keinen Internetanschluss und sind jetzt in einem IPod Laden. Eure Bilder von den Delfinen sind traumhaft. Wir haben bis jetzt auch schon einige gesehen und sind ganz in der Naehe von ihnen geschwommen. Heute ist es in Orlando ganz kalt. Nur etwa 15 Grad. Wir mussten lange Pullis anziehen. Ueberhaupt ist das Wetter nicht so schoen wie wir uns das von Florida gewohnt sind. Wir sind im Moment nur am Shoppen. Zum Baden ist es zu kalt.
Liebe Gruesse und geniesst euer Paradies
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