Cooinda – Edith Falls (NT) (Freitag, 15.5.2009)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 33 Grad / Wind: 1 – 3 Bf.
Schon um acht Uhr sind wir auf dem "Kakadu Highway" in Richtung "Pine Creek" unterwegs. Diese Strecke ist wesentlich kurvenreicher als der Kakadu Highway" von "Darwin" her. Wir halten uns immer noch im Land der Termiten und der rotstämmigen Eukalyptusbäume auf.

Wir befinden uns immer noch im "Kakadu National Park". Hier in der Nähe bei den "Gunlom Falls" bzw. beim "Kolpin Gorge" wurde der Film "Crocodile Dundee" gedreht.
Wir entschliessen uns im "Leliyn Campground" bei den "Edith Falls" zu übernachten. Hier gibt es sogar einen Kiosk mit Café. Wir erhalten ein schattiges Plätzchen inmitten von Eukalyptusbäumen.
Dieser wunderschöne Naturpark liegt nur ein paar Minuten vom untersten Pool der "Edith Falls" entfernt. Drei weitere Pools befinden sich weiter oberhalb, welche über den "Leliyn Walk" erreichbar sind.

Dass sich die "Aborigines" an diesem paradiesischen Ort ebenso wohl fühlen wie wir, können wir gut verstehen.


Auch auf dem Campground befinden wir uns inmitten von "Aborigines". Zunächst wandern wir auf dem "Leliyn Walk" zu den mittleren zwei Pools. Den obersten, welcher zwei Stunden entfernt liegt, lassen wir aus. Der "Walk Trail" ist gut gepflegt und markiert.
Er führt zunächst über den hier noch schmalen "Ferguson River" und schlängelt sich dem Berghang entlang nach oben.
Wir durchqueren lockeres Buschgelände bis es allmählich steiniger wird und wir zwischen grossen Felsbrocken hindurch wandern.

Vom "Bemang Lookout" aus geniessen wir den wunderbaren Ausblick auf die oberen zwei Pools bzw. Wasserfälle.

Von diesem höchsten Punkt aus führt der Pfad wieder hinunter zum dritten Flussbecken, dem schönsten von allen.

Dieser traumhaft schöne Pool wird von einem ebenso prächtigen Wasserfall gespiesen.


Nun geht's wieder aufwärts auf den "Leliyn Lookout" mit toller Aussicht auf das zweite und das unterste Flussbecken.

Von dort oben haben wir auch tollen Ausblick auf den Wasserfall und das vierte Becken, eine wirklich eindrückliche Flusslandschaft.
Der Abstieg zum Campground geht locker vonstatten. Zum Glück haben wir diesen wunderschönen Ort besucht. Wir hatten nämlich schon mit dem Gedanken gespielt, direkt nach "Katherine" zu fahren und die "Edith Falls" auszulassen.
Zum Schluss verabschieden sich die "Edith Falls" mit einem glutroten Sonnenuntergang, der sich in den Felsen wiederspiegelt.
Edith Falls - Katherine (NT) (Samstag, 16.5.2009)
Wetter: schön / Temp.: 30 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.
Die Nacht neben den "Aborigines" war ausgesprochen ruhig. Sie sind beim Eindunkeln schlafen gegangen und mit der Morgendämmerung aufgestanden, wie es natürlicherweise sein sollte.
Leider hat sich zu später Abendstunde eine Gruppe junger Weisser beim Barbeque breitgemacht und uns mit ihrem Gelaber das Einschlafen vermasselt. Um sechs Uhr findet hier bereits der Sonnenuntergang statt; um neun Uhr wäre auf dem Campground eigentlich Nachtruhe vorgeschrieben. Erst nach zweimaligem Reklamieren sind sie dann abgezogen, so dass wir die ersehnte Ruhe des Buschlandes wieder um uns hatten :-)
Die heutige Etappe führt uns zurück nach "Katherine", welches nur 60 km weit entfernt liegt. Nach einer Stunde sind wir bereits am Ziel und decken uns im Supermarkt wieder mit Ess- und Trinkvorräten ein. Den Rest des Tages verbringen wir auf dem Campingplatz und geniessen das "Dolce far niente".
Im Katherine Gorge (NT) (Sonntag, 17.5.2009)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 36 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.
Für heute Morgen haben wir eine vierstündige Drei-Schluchten-Tour auf dem "Katherine River" gebucht. Um neun Uhr beginnt die kombinierte Bootsfahrt mit Wanderung im "Nitmiluk National Park". Wir haben einmal mehr grosses Glück mit dem Wetter, denn der gestrige Tag war ziemlich wolkenverhangen. Heute zeigt sich der Himmel wieder wolkenlos, so dass wir für die "Katherine Gorge Cruise" optimale Fotobedingungen vorfinden.
Wir sind froh, dass wir eine Bootstour gebucht haben und keinen Rundflug, denn die Flugzeuge scheinen hier nicht sehr zuverlässig zu sein ;-)
Wir fahren bis zum "Nitmiluk Visitor Center", welches eine sehenswerte Ausstellung über die örtliche Pflanzen- und Tierwelt, sowie die Kultur der "Aborigines" präsentiert.
Was allgemein auffällt, sind die Beschriftungen aller Schilder und Wegweiser in einheimischer Sprache (Beispiel WCs).
Pünktlich um neun Uhr legen wir ab.
Die Bootstour ist dreigeteilt, d.h. wir müssen zwei Mal umsteigen und das Boot wechseln. Dazwischen gehen wir bis zum nächsten Landesteg ein paar hundert Meter zu Fuss.
Der "Katherine Gorge" ist, wie die meisten Flussschluchten hier, vor hunderten Millionen Jahren entstanden, als der Meeresspiegel noch wesentlich höher lag als heute. Dennoch stammen die vielen Sandbänke entlang des Flusses nicht vom Meer, sondern sind vom relativ weichen, sandsteinigen Fels über Jahrmillionen ausgewaschen worden.

Die Schlucht wird allmählich schmaler und die farbenprächtigen Felswände höher.

Dazwischen wandern wir den Felsklippen entlang bis zum nächsten Flussbecken.
Weiter geht die Bootsfahrt flussaufwärts. Die grandiose Flusslandschaft zieht an uns vorüber.

Wir fahren an den sogenannten "hängenden Gärten" vorbei.
Zum dritten Mal landen wir mit unserem Boot. Diesmal wandern wir in eine seitliche Schlucht bis zu einem kleinen Wasserfall mit Pool.

Der Guide versichert uns, dass hier garantiert keine Krokodile vorhanden seien. Nur zögerlich wagen sich Einzelne ins Wasser. Doch bald einmal ist der Bann gebrochen und auch Anita ist mit dabei.

Der Guide hat einen kleinen Lunch mit Äpfeln, Mandarinen, Früchtekuchen und Käse-Snack vorbereitet. Wir greifen herzhaft zu.
Wir bleiben noch ein wenig an diesem idyllischen Ort und geniessen die malerischen Farben der Natur.

Ein Rabe leistet uns die ganze Zeit Gesellschaft. Diese Vögel sind an glitzernden Gegenständen interessiert und sammeln diese auch. Man sollte deshalb keinen Schmuck herumliegen lassen.
Wir wandern den gleichen Weg zurück bis zum Boot.
Bei der Rückfahrt führt uns der Guide an versteckte Höhlen mit Fledermäusen.
Auf einer Sandbank entdecken wir ein Süsswasserkrokodil.
Noch einmal geniessen wir den grossartigen "Katherine Gorge" in seiner Farbenpracht.


Zum Abschluss der wunderschönen und interessanten Fahrt gibt unser Guide noch ein kleines Ständchen mit dem "Didgeridoo". Der Applaus ist ihm sicher, denn es nicht leicht ein solches Instrument zu spielen. Man muss dazu eine spezielle Atemtechnik erlernen.
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Freitag, 15. Mai 2009
Kakadu National Park II (NT) (im Campervan)
Kategorien (Labels):
Australien
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