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Samstag, 7. März 2009

Adelaide (SA) - Perth III (WA) (im Campervan)

Norseman - Esperance (WA) (Samstag, 7.3.2009)
Wetter: schön / Temp.: 27 Grad / Wind: 2 – 6 Bf.

Unser heutiges Ziel ist das rund 200 km entfernte "Esperance" am "Southpacific". Die ersten 100 km bis zum nächsten Weiler "Salmon Gums" führen durch ausgedehnte Eukalyptuswälder mit rot- und weissstämmiger Baumrinde. Diese kommen mit den saftigen grünen Blättern und dem tiefblauen Himmel so richtig zur Geltung.

Dazwischen treffen wir auf ausgetrocknete Seen, die in der grellen Sonne weiss wie Schnee schimmern.


Das dezente Farbenspiel des Untergrundes ist wunderschön.

Parallel zur Strasse verläuft die Eisenbahnlinie.

Ich dachte, "hier kommt bestimmt nie ein Zug vorbei", als ich mich wegen eines rollenden Geräusches umdrehe und tatsächlich ein Auto auf der Schiene auf mich zufahren sehe. Vor Schreck habe ich völlig vergessen ein Foto davon zu schiessen. Dies kommt bei mir eher selten vor ;-)

Auf der zweiten Hälfte des Weges nach "Esperance" wird die Landschaft immer grüner und fruchtbarer. Oft sehen wir nun auch Rinder, die sich in den Pfützen des letzten Regens laben.

Schliesslich schaut die Landschaft mit den saftigen Wiesen ähnlich aus, wie in der Schweiz.

In "Esperence" frischen wir zunächst unsere Ess- und Trinkvorräte wieder auf. Auf dem "Esperance Caravan Park", der direkt an der Hafenpromenade liegt, richten wir uns auf einer wunderschönen Parzelle mit Meeressicht ein.

Entlang der Hafenpromenade spazieren wir bis ins 2 km entfernte Dorfzentrum. Der Sand ist hier beinahe weiss und ultrafein. Durch den dunkelblau gefärbten Himmel und den weissen Untergrund erhält das Meer diese typischen blaugrünen Farben.


Dem Seehund "Sammy" ist hier ein Denkmal gesetzt. Den genauen Hintergrund kennen wir auch nicht.

Seehunde sind hier allerdings keine Seltenheit. Wir können gleich zwei der Exemplare in ihrem Element bewundern.

Die gelben Blümchen auf den Wiesen erinnern uns ein wenig an den Frühling in der Schweiz.


Ausflug nach Cape le Grand (WA) (Sonntag, 8.3.2009)
Wetter: schön / Temp.: 27 Grad / Wind: 2 – 5 Bf.

Beim Joggen entlang der Hafenpromenade sind wir nicht alleine. Im Dorfzentrum haben sich die Sportler für einen Triatlon versammelt. Sie machen sich für die erste Disziplin, Schwimmen über 3,8 km, bereit.

Wir unternehmen heute einen Ausflug nach "Cape le Grand Nationalpark", einem wunderschönen Strandabschnitt, ca. 50 km östlich von "Esperance". Schon die Zufahrt zum Nationalpark mit den blau schimmernden Seen und der vielfältigen Heidelandschaft ist wunderschön.

Immer wieder entdecken wir neue uns unbekannte Blüten.


Auf den Wiesen erblicken wir etliche weidende Emus. Trotzdem wir relativ nahe dran sind, lassen sie sich beim Fressen nicht stören.


Beim "Thistle Cove" machen wir den ersten Halt. Die Felsen bestehen hier im Gegensatz zur kalkigen Nullarbor-Küste, aus hartem, rötlichem Granit, der über 600 Mio. Jahre alt sein soll.


Trotzdem hat das Meer mit Wind und Sand wunderbare Formen aus dem harten Stein ausgebildet.

Und dann erblicken wir die schönste Bucht, die wir auf Australien bisher gesehen haben. Wir sind vom Anblick der "Thistle Cove" buchstäblich hingerissen. Der ultraweisse feinkörnige Sand und das Farbenspiel des kristallklaren Wassers sind fern ab von jeder Vorstellung, wenn man es nicht selbst erlebt hat.


Den vorbei schwimmenden Wal haben wir heute morgen leider verpasst, wie uns ein Pärchen erzählt. Für einmal berührt uns das wenig, denn mit dem traumhaft schönen Strand sind wir mehr als entschädigt.


Nach diesem totalen Aufsteller des Tages wird es schwierig, noch eine Steigerung zu finden. Wir fahren weiter zur "Lucky Bay". Diese Bucht ist wesentlich grösser und nicht weniger schön, aber mit dem lang gezogenen Sandstrand nicht so überschaubar.



Ausserdem tummeln sich hier wesentlich mehr Gäste, die teilweise mit 4WD-Fahrzeugen über den Sandstrand kurven, so dass sich das Gefühl von Unberührtheit und Freiheit bei uns nicht so richtig einstellen will.

Als letztes wollen wir den "Frenchman Peak" erklimmen, einen Aussichtsberg unweit der beiden Buchten.

Der Aufstieg auf den 262 m hohen Granitfelsen ist gut markiert, erfordert jedoch gutes Schuhwerk und etwas Durchhaltewillen. Der Auf- und Abstieg erfordern zusammen etwa 2 Stunden. Die Mühe wird durch eine wunderbare Rundsicht entschädigt.



Wir sind stolz, es in der halben Zeit (30 Min.) geschafft zu haben ;-)


Besonders reizvoll ist der Durchblick durch ein riesiges Höhlenloch auf die Küste.

Der Abstieg gestaltet sich, wie gewöhnlich, etwas langsamer. Wir kommen dafür gesund und munter unten an und machen uns auf den Heimweg zum Campingplatz. Es war ein ereignisreicher Tag.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo ihr zwei, danke für die schönen Fotos. Mich zerreisst es fast vor Reiselust. Noch zwei Wochen, dann haben wir immerhin auch 19 Tage Ferien. Ansonsten zehren wir von euren Traumstränden über den Bildschirm. Bei uns schneit es schon wieder.
Liebe Grüsse Marion


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