Über die "Twilight Beach Road" nach Ravensthorpe (WA)
(Montag, 9.3.2009)
Wetter: schön, warm / Temp.: 32 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.
Ein wunderschöner Sonnenaufgang kündigt sich an. Die Ebbe hat mit dem noch feuchten, feinen Sand eine herrliche Piste zum Joggen hinterlassen.
Ein absolutes Muss für jeden, der schöne Buchten mit blaugrünem Wasser und unendlichen weissen Sandstränden liebt, ist der Tourist Drive auf der "Twilight Beach Road" entlang der Küste westlich von "Esperance". Die ganze Rundfahrt ist etwa 50 km lang.

Wir verfallen in einen absolut euphorischen Gemütszustand bei so viel unberührter Schönheit der Natur. Eine traumhaft schöne Bucht reiht sich an die nächste. Insgesamt sind es zehn namentlich erwähnte Buchten mit klingenden Namen, wie "Lover Beach", "Blue Haven Beach", "Salmon Beach", "Twilight Beach", "Nine Mile Beach", "Eleven Mile Beach" und "Pink Lake".

Was uns hier in Australien schon oft positiv aufgefallen ist, sind die aufwendig erstellten Treppen und Wege an den Strand, meist aus Holz konstruiert. Hier ein paar Beispiele:


Der "Blue Haven Beach" und der daran anschliessende "Salmon Beach", mit wuchtigen Granitfelspartien mittendrin, sind wohl die kontrastreichsten Buchten dieses Küstenabschnittes.
Die grellen Farben muten schon beinahe kitschig an, sind aber tatsächlich echt.


Das kristallklare Wasser zieht natürlich auch Badegäste an. Der Besitzer des Hauses im Hintergrund hat sich hier ein paradiesisches Plätzchen für sein Heim ausgesucht.
Wir fahren weiter der Küstenstrasse entlang nach Westen. Parallel zur Strasse wurde mit hohem Aufwand zusätzlich ein Fuss- und Radfahrerweg durch die wilde Landschaft erstellt.
Der eigentliche "Twilight Beach" liegt etwa in der Mitte des ganzen Küstenabschnittes, welcher "Twilight Bay" genannt wird.
Das höchste der Gefühle ist für uns die "Ten Mile Lagoon".

Anita kann sich nicht mehr halten. Sie möchte in dieser bezaubernden Bucht das Wasser am eigenen Leibe spüren, auch wenn es nicht so warm ist.

Ich nähere mich derweil vorsichtig einer Möwenfamilie am Strand.


Nach der "Eleven Mile Beach" dreht die Strasse von der Küste weg. Wir kommen am "Pink Lake" vorbei. Seine rötliche Färbung soll er einer Algenart verdanken.

Nach ein paar Kilometern zweigen wir wieder in den Highway nach "Ravensthorpe" ab.
Auf halber Strecke liegt der Weiler "Munglinup", wo wir einen kurzen Lunchhalt einlegen. Zwei ältere Frauen schauen uns vergnügt zu. Wie sich im Gespräch ergibt, stammen sie aus "Esperance".
Wir müssen uns in Zukunft überlegen, ob wir unser Reisemobil zuhause nicht auch um einen Anhänger mit PW und Boot erweitern wollen ;-)
Auf dem Caravanpark in "Ravensthorpe" wollen wir übernachten, um am nächsten Tag nach "Albany" weiterzufahren. Der Campingplatz liegt inmitten von Bushland, hat aber immerhin Strom und die sanitären Anlagen sind in Ordnung.
Der Hund des Besitzers macht seine Aufwartung.
Der Besitzer hat scheinbar eine künstlerische Ader, denn selbst die WC-Anlagen sind bemalt und geschmückt. Hier das Herren WC:
Und hier der Eingang des Damen-WCs:
Die WC-Rückwand mit den Installationen schaut so aus:
Die Besitzerin selbst ist ein wandelndes Schmuckstück, von Kopf bis Fuss tätowiert. Auf ein Foto haben wir höflicherweise verzichtet :-)
Beim Einnachten erleben wir als Krönung des wunderschönen Tages noch einen stimmungsvollen Sonnenuntergang im Busch.

In Albany (WA) (Dienstag, 10.3.2009)
Wetter: sehr schön, warm / Temp.: 30 Grad / Wind: 4 – 6 Bf.
Wir haben eben festgestellt, dass wir mit unserem Büssli inzwischen bereits 5000 km zurückgelegt haben. Der Dieselverbrauch hat sich dank sparsamer Fahrweise mit durchschnittlich 10,6 Liter pro 100 km in Grenzen gehalten, obwohl darin auch die städtischen Fahrten enthalten sind.
Von "Ravensthorpe" bis nach "Albany", unserem nächsten Ziel, sind es 295 km. Entlang dem "South Coast Highway", welcher im Bereich dieses Teilstücks ausschliesslich im Landesinnern verläuft, gibt es keine speziellen Sehenswürdigkeiten mehr, so dass wir mehr oder weniger bis nach "Albany" durchfahren.
Etwa auf der Hälfte des Weges sind wir auf der Höhe der "Stirling Range", die wir im Hintergrund gerade noch erkennen können.
Je weiter wir nach "Albany" vorankommen, umso hügeliger und waldreicher wird die Landschaft. "Albany" ist für Weinanbau berühmt.

Auch die Speisetrauben schmecken hier grossartig und sind riesengross.
So sind wir auf der ganzen Fahrt am Trauben essen ;-)
Der BIG4 Campingplatz "Middleton Beach Holiday Park" liegt 3 km vom Zentrum, direkt am Strand. Und was für ein Strand: kilometerweit schneeweisser Sand, dahinter das schäumende dunkelblaue Meer, (z. Z. 5 - 6 Bf.) ein absolutes Highlight unserer Australienreise, auch wenn wir die Surfbretter nicht dabei haben!

Der Campingplatz selbst ist vom Feinsten. Hier stimmt einfach alles. Der Platz ist liebevoll gestaltet (zum Beispiel ein schmucker Brunnen bei der Eingangspartie), verfügt nebst Strom, Frisch- und Abwasser auf der Parzelle, über WLAN mit NET4, einen Swimmingpool und tolle Sanitäranlagen.
Darüber hinaus sind auch "En Suite" Parzellen mit eigenem Toilettenhäuschen zu haben.
Wir begnügen uns mit einer normal ausgerüsteten Parzelle mit Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss, nur 20 m vom Strand weg. Was will man mehr? Wir sind völlig happy :-)
Stadtbummel in Albany (WA) (Mittwoch, 11.3.2009)
Wetter: sonnig bis bewölkt / Temp.: 23 Grad / Wind: 4 – 6 Bf.
Am Morgen beginnt das Wetter noch sonnig, so dass wir unsere Joggingtour entlang des Strandes bei aufgehender Sonne geniessen können. Gemäss den Meteorologen wird heute allerdings eine Störung über "Albany" hinwegziehen und möglicherweise sogar ein wenig Regen bringen. Mal schauen, ob's stimmt :-)
Wir entschliessen uns für einen Stadtbummel ins Zentrum von "Albany". Das alte Städtchen ist noch mehrheitlich im viktorianischen Stil erbaut.

Leider verschlechtert sich das Wetter zusehends und wird wegen des herrschenden Windes ziemlich ungemütlich. Nach einem feinen Cappuccino fahren wir gerne wieder auf unseren Campingplatz zurück.
Zum Abendessen geht's wieder in die Stadt, diesmal zum Italiener. Das Restaurant eines ausgewanderten Sizilianers läuft prächtig und auch wir sind mit dem Essen sehr zufrieden. Bei der Einfahrt zum BIG4 bestaunen wir die dezente Beleuchtung, welche genauso liebevoll gestaltet ist, wie überhaupt der ganze Campingplatz.

Auch der Swimmingpool ist zur späten Stunde noch beleuchtet, nur badet heute keiner bei dieser Kälte (nur noch 20 Grad um halb Neun Uhr ;-)
Spaziergang nach Albany (WA) (Donnerstag, 12.3.2009)
Wetter: bewölkt bis schön / Temp.: 22 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.
Wir haben unseren "Tai-Chi-Platz" noch nicht vorgestellt, was wir hiermit nachholen.
Unseren Spaziergang entlang der Küste bis in die Stadt müssen wir heute leider ohne Sonnenschein beginnen. Dieses eher unlustige kühle Wetter ist scheinbar typisch für die Gegend um "Albany". Viele der Gäste sind hier für einmal nicht die sonnenhungrigen Europäer, sondern die Schatten suchenden Nordwest-Australier, die der Hitze entfliehen wollen.
Der Fuss-/Bike-Weg ist hier, wie schon andernorts oft erlebt, aufwendig erstellt mit "Lookouts" und Uferzugängen.
Nach fünfviertel Stunden kommen wir in der Stadt an, gerade rechtzeitig zum Lunch.
Am Nachmittag zeigt sich dann doch noch zögerlich die Sonne. Nach einem Café und Sundae bei "McDonald's" laufen wir den direkten Weg durch die Stadt zurück auf unseren Campinglatz. Was uns auffällt, sind die riesigen Granitfelsen, teilweise mitten in der Stadt. Diese müssen vor Urzeiten hierher verfrachtet worden sein.
Der "Eyre Park" scheint erst kürzlich erstellt worden zu sein. Er erinnert an "John Eyre", den ersten Bezwinger der "Nullarbor Plain" im Jahre 1841.
So schaut übrigens verdichtete Bauweise in Australien aus. Zwischen Haus und Zaun liegen vielleicht noch 1,5 m. Schrecklich so wohnen zu müssen! Solche beengten Verhältnisse kennen die Australier sonst kaum. Wir haben bisher eher das Gegenteil festgestellt.
Spartipps für Australienreisende:
Wenn man, wie wir, längere Zeit über weite Strecken unterwegs ist, sind Überlegungen zum Sparen durchaus angebracht. In folgenden drei Bereichen kann auf relativ einfache Art und Weise gutes Geld gespart werden werden:
1. Sparen beim Benzin/Diesel tanken
Generell lohnt es sich, die Tankstellen-Preise zu vergleichen und eventuell vorgängig abzuchecken, denn die Unterschiede sind teilweise beträchtlich.
Darüber hinaus gibt es folgende Möglichkeiten günstiger zu tanken:
Verschiedene Supermärkte arbeiten mit Tankstellenketten zusammen. Mit den offerierten Rabatten lassen sich zwischen 4 bis 8 Cents pro Liter einsparen.
- "Coles-Supermärkte" arbeiten mit Coupons, welche am Kassenzettel angehängt sind. Der Mindesteinkauf für diesen Gutschein beträgt A$ 30.00. Coles-Gutscheine können dann bei speziell bezeichneten "Shell Coles-Express"-Tankstellen eingelöst werden. Die Laufzeit der Coupons beträgt allerdings nur einen Monat.
- "Woolworths" und "Safeway" arbeiten mit einer gemeinsamen Kundenkarte (gratis), die an den Kassen erhältlich ist. Diese muss vor Gebrauch unbedingt via Internet registriert werden! Ermässigungen erhält man dann an allen "Caltex Woolworths"-Tankstellen. Wer keine Kundenkarte benutzen will, kann den Kassenzettel bei Einkäufen für mindestens A$ 30.00, wie bei "Coles", behalten. Diese sind ebenfalls nur einen Monat gültig.
- "IGA" arbeitet ebenfalls mit Coupons an den Kassenzetteln. Diese können an denen, auf dem Coupon bezeichneten Tankstellen, meist BP, eingelöst werden, welche sich meist im gleichen Ort befinden.2. Sparen auf Campingplätzen
Die Preise differieren je nach Saison beträchtlich, ähnlich wie in Europa. Es lohnt sich darum dies bei der Reiseplanung für Australien zu berücksichtigen und die Reise möglichst ausserhalb der Hauptferienzeiten zu legen.
- Wer bei "Kea Campers" mietet, erhält generell bei allen Campingplätzen, wie "Tourist Parks" und "Family Parks" 10 % Rabatt. Andere Reisemobil-Anbieter verfügen über ähnliche Sparangebote.
- Bei den "BIG4" Campingplätzen gibt es eine Zweijahres-Clubkarte für A$ 40.00 zu kaufen. Damit erhält man auf allen "BIG4" 10 % Rabatt. Ausserdem gibt es damit auch Ermässigung bei AVIS Car rental, Britz- und Maui- Campervans.
3. Sparen mit Nationalpark Holidaypass
Verschiedene Nationalparks haben sich zusammengeschlossen und bieten so genannte "Holidaypasscards" an. In Westaustralien kostet eine Passkarte beispielsweise A$ 35.00 pro Fahrzeug. Der damit verbundene freie Eintritt gilt sodann für 27 Nationalparks. Leider ist der Pass nur für einen Monat gültig und das Übernachten darin nicht eingeschlossen.
Zusätzlich sehr wichtig:
Bei der Reiseplanung unbedingt auf die Regenzeiten achten und diese möglichst vermeiden. Ferner ist es zweckmässig, für die entsprechenden Gebiete die beste Jahreszeit zum Reisen zu wählen. Andernfalls kann es durchaus passieren, dass man unter Umständen wochenlang im Regen herumfahren oder extrem Hitze oder Kälte ertragen muss (wer's mag?)

1 Kommentar:
Hi, endlich mal was zum Beanstanden! Das Herren WC auf eurem schönen Buschcampingplatz, das farbige meine ich, ist das gleiche Bild wie das der Damen, auch mit Ladys betitelt. Austauschen bitte, hi, hi, hi!!!!!
Lg Marion
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