WICHTIG! Die Beiträge werden chronologisch absteigend angezeigt, d.h. der neueste Beitrag steht immer zuoberst. Es werden immer nur die letzten 2 bis 3 Beiträge gleichzeitig angezeigt. Weitere, ältere Beiträge können auf vier Arten im Navigationsbereich (rechts) aufgerufen (Blog-Archiv + Kategorien) oder mit Stichworten im ganzen Reisetagebuch gesucht werden (Suchfeld links oben):

- pro Jahr (z. B. ganzes Jahr 2008) --> Achtung, sehr lange Download-Zeit!
- pro Monat (z. B. November) --> Achtung, evtl. lange Download-Zeit!
- pro Beitrag (z. B. In Sydney)
- pro Kategorie (z. B. Thailand) --> Link Ältere Posts anzeigen benützen!

Zusätzlich können am Ende aller angezeigten Beiträge immer die "Startseite", "Neueren Posts" und "Älteren Posts" dazu aufgerufen werden.

NEU! Bei Ortschaften (z.B. im Titel) sind Google-Maps hinterlegt, die direkt auf die entsprechende Landkarte führen (nach Gebrauch im IE wieder zurückblättern).

Freitag, 13. März 2009

Adelaide (SA) - Perth V (WA) (im Campervan)

In Denmark und Pemberton (WA) (Freitag, 13.3.2009)
Wetter: bewölkt bis schön / Temp.: 25 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.

Das Wetter wechselt hier unheimlich schnell. Gestern Morgen war es bewölkt, am Nachmittag heiter und am Abend praktisch wolkenlos. Heute Morgen trauen wir unseren Augen nicht, es regnet doch tatsächlich leicht und dazu weht ein böiger Wind. Macht ja nichts, frühstücken wir halt wieder einmal gemütlich im Büssli.

Nach einem kurzen Einkauf fahren wir los in Richtung Westen. Das Wetter bessert sich zusehends. Wir wollen uns heute die riesigen Karri-Bäume, auch "Giants Trees" genannt, im Nationalpark "Valley of the Giants" bei Denmark anschauen. Dieser Nationalpark liegt lediglich etwa 100 km westlich von "Albany".

Unsere Fahrt führt zunächst durch landwirtschaftlich genutztes Land, mit ähnlichen Landschaftsbildern, wie bei uns zuhause.

Dann aber wird es immer waldiger.

Wir nähern uns dem Nationalpark. Schon bei der Einfahrt zum Parkplatz wird klar, wie gross die Bäume hier werden.

Im Parkgebäude wird auch die Entstehung bzw. Abspaltung vom grossen Urkontinent "Gondwana" vor ca. 500 Mio. Jahren anschaulich erklärt.

(Foto zur Vergrösserung bitte anklicken...)

Als erstes durchlaufen wir den "Giants Trees Top Walk". Dieses umfangreiche Stegsystem, aus Stahlträgern erstellt, führt über 40 m hoch zwischen den Baumriesen durch.


Die Bäume schiessen wegen des hier reichlichen Regens bis zu 90 m in die Höhe und überragen diesen Steg um fast das doppelte. Wir kommen uns in dieser fantastischen Umgebung richtiggehend klein vor :-)


Die gewaltigen "Karri Bäume" sind endemisch, d.h. sie kommen nur in dieser Gegend vor. Die Baumstämme sind gewaltig und erreichen bis 16 m Umfang.


Diese Giganten unter den Bäumen sind teils mehr als 400 Jahre alt, wie dieser als "Grandmother" benannte Baum!

Eine spezielle Art von Eukalyptusbäumen sind die "Red Tingle", deren Rinde rötlich gefärbt ist.

Auch Bäume müssen sterben, selbst wenn sie, wie diese, 400 Jahre alte werden können. Am Boden liegend kann man die Grösse dieser Baumstämme im direkten Vergleich zum Menschen noch besser beurteilen.

Auch die Wurzelstöcke haben gewaltige Ausmasse.

Ein besonderes "Highlight" ist dieser Baumstamm mit Tunnel.


Anschliessend fahren wir durch ein 150 km langes Waldgebiet mit hochgewachsenen Eukalyptusbäumen bis nach "Pemberton"; man muss sich dies mal auf der Zunge zergehen lassen. Wir sind tief beeindruckt von den Ausmassen dieser unberührten Natur.

Bei "Walpole" machen wir dann noch einen kurzen Lunchhalt direkt am "Nornalup Inlet".

Kurz vor "Pemberton" öffnet sich der Wald und wir fahren durch Weideland und zwischen Rebbergen und Obstplantagen hindurch.


Das lauschige Gartenhaus mitten in einem Weiher gelegen würde uns auch noch gefallen.

Der "Pemperton Caravan Park" liegt in einer Waldlichtung mit angrenzendem Bächlein, ähnlich idyllisch, wie in einem Nationalpark.

Wir erhalten eine Parzelle mitten im Wald zugewiesen. Unsere beiden Campingnachbarn links und rechts kommen, wie der Zufall so will, ebenso aus der Schweiz :-)


PembertonAugustaMargaret River (WA) (Samstag, 14.3.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 29 Grad / Wind: 1 – 4 Bf.

Heute Morgen wachen wir auf und glauben in Sibirien gelandet zu sein und nicht in Südwestaustralien. Es war eine klare Vollmondnacht und es hat daher massiv abgekühlt. Da sich der Campingplatz ausserdem in einer Muldenlage befindet, sammelt sich hier zusätzlich kalte Luft. Das Thermometer zeigt "arschkalte" 7 Grad C. an. Brrr..., heute nehmen wir zum ersten Mal unsere Heizung in Betrieb und Frühstück gibt's im Büssli.


Unser nächstes Ziel ist der "Cloucester National Park, nur 3 km hinter "Pemberton". Hier steht der "Cloucester Tree" mit dem weltweit höchsten "fire lookout". Die oberste Plattform auf dem "Karri Tree" liegt auf 61 m Höhe und kann über 153 Eisenstäbe, welche in den Baumstamm eingeschlagen sind, erklettert werden.

Anita ist leider nicht schwindelfrei und muss den Baumriesen von unten bestaunen. Hier kann ich den legendären Satz: "Watch me, I can climb the tree easely!" endlich mal loswerden. Eingeweihte wissen, was ich meine ;-)

Der Aufstieg geht einigermassen zügig von statten. Mit jedem Tritt wird die Aussicht auf den umliegenden Wald grösser und die Menschen unter mir kleiner.


Auf 61 m dann endlich der herrliche Rundblick auf das riesengrosse Waldgebiet, einfach überwältigend oder "Awesome", wie der Australier sagt.


Übrigens zeigen Fotos vom Bau der Leiter, dass der Wipfel wesentlich gekürzt worden ist, um der Plattform eine stabile Basis zu geben. Dieser Riese aller Bäume ist vor der Erstellung der Plattform noch um einiges höher gewesen, vielleicht 75 m oder mehr. Zum Schluss noch ein Foto mit Selbstauslöser und dann geht's wieder zurück zu Mutter Erde.

Anschliessend spazieren wir über den 800 m "Walk Trail" durch den "Karri forest". Ehrfürchtig schreiten wir zwischen den Baumriesen hindurch, deren mächtige Stämme in der morgendliche Sonne besonders schön anzusehen sind.

In schwindelnder Höhe scheinen sich die Giganten zu umarmen.

Wie andernorts bereits beschrieben kann man die Mächtigkeit dieser Baumstämme erst im direkten Vergleich mit dem Menschen richtig einschätzen.

Dabei schauen wir Menschen wie Spielfiguren aus.

Unser nächstes Ziel ist der Ort "Augusta". Zunächst durchqueren wir über 100 km Waldgebiet, bis wir wieder auf landwirtschaftlich genutztes Land stossen.


Die "Karri Trees" kommen im dunkelblauen Himmel von Südwestaustralien besonders schön zur Geltung.

Das verträumte Dorf "Augusta" liegt wieder mal an einem "Inlet", was für die Siedler quasi einen natürlichen Hafen bedeutete. Viele der Dörfer liegen deshalb nicht direkt am offenen Meer, sondern profitieren von der natürlichen Abschottung durch das "Inlet".


Auch Tiere verschiedenster Art nutzen den, von Wellen geschützten Ort.


Etwas weiter westlich kommen wir dann doch noch ans offene Meer. Diese Küste ist übrigens bekannt als Windsurf- und Kite-Revier.

Wir fahren weiter ins 50 km entfernte "Margaret River", wo wir den ziemlich zentral gelegenen Campingplatz "Tourist park and Country Cottages" ansteuern. Er hat zwar kein WLAN Access, die Infrastruktur ist hingegen sehr gut.

Wir unternehmen einen ersten Rundgang ins Dorf.

"Margaret River" wird auch von den Australiern selbst als Ferienort und fürs Wochenende angefahren. Der Ort hat deshalb touristische Züge. Hier gibt es auch wunderschöne Hotels, Restaurant, Cafés und jede Menge Shops und Boutiquen zum Bummeln.

Die Temperaturen haben inzwischen wieder zugelegt und streben allmählich gegen 30 Grad. Morgen sollen es sogar 37 Grad werden. Mal sehen...

In Margaret River (WA) (Sonntag, 15.3.2009)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 37 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.

Nach einer kurzen Sitzung im Internet-Café (der Campingplatz verfügt leider über keinen Internet-Access), fahren wir zum "Margaret River Mouth", der Flussmündung ins Meer.

Hier tummeln sich vor allem Wellensurfer und weil heute Sonntag ist, ist der Spot gerammelt voll, so dass man sich ab und zu in die Quere kommt.

Nachdem wir uns noch einen letzten Parkplatz ergattert haben, schauen wir den Einheimischen beim unterhaltsamen Wellenreiten in der 2 bis 3 hohen Welle ein wenig zu.



Das Zuschauen macht Spass, weil wir immer mitfiebern, "holt ihn die Welle ein und verschlingt ihn oder nicht?"



Wir könnten dem munteren Treiben noch stundenlang zusehen. Doch ein paar hundert Meter weiter westlich, durch Felspartien getrennt, befindet sich die eigentliche Flusseinmündung. Die wollen wir uns nun ansehen.

Die Flusseinmündung ist kaum als solche zu erkennen. Da der Fluss kaum Wasser führt hat das Meer die Einmündung mit einer Sandbank praktisch zugemacht.

Weil die Wellen hier erst relativ nahe am Ufer brechen, tummeln sich an diesem weiten Sandstrand vor allem "Boogyboard-Surfer" und Wellensurf-Anfänger.


Eigentlich wollte Anita noch etwas Schwimmen gehen, doch das Wasser ist immer noch relativ kalt (ca. 20 Grad), obwohl wir uns eigentlich am wärmeren "Indischen Ozean" befinden.

Zum Lunch fahren wir wieder zurück nach "Margaret River", denn hier an der Küste gibt es keine Verpflegungsmöglichkeiten. Wir steuern direkt den "Subway" an der Hauptstrasse an. Von all diesen Verpflegungsketten, ist dies eine der wenigen, die unseren Geschmack und unsere Ernährungsgewohnheiten einigermassen trifft ;-)


Unser Favorit beim "Subway":
Bread: Honey Oat (one foot long, cut in halve for two)
Type: Chicken Fillet with Swiss Cheese, toasted
Toppings: with everything
Sauce: nothing, Salt and Pepper only

"Subway Slogan": Eat fresh, I feel good!
Dem können wir nur zustimmen.
"En guete!"

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

hallihallo ihr zwei,
zu deiner beruhigung, anita, ich bin damals auch nicht auf diesen komischen eisenstängelchen auf diesen riesigen baum geklettert, hatte angst!!!! kann mich noch gut daran erinner, obwohl fast 20 jahre her.
lg marion

Anita und Heinz hat gesagt…

Hallo Marion,

da bin ich aber froh, dass ich mit dieser Höhenangst nicht alleine bin. 61 m sind doch ganz schön hoch und dazu noch auf einer so durchsichtigen Leiter :-)

Liebe Grüsse
and a big hug, and a special one to Olivia

Anita


Wichtig: Mittlerweile verfügen wir über sechs unabhängige Reisetagebücher. In der Navigationsleiste (rechts) unter der Rubrik "Impressum" kann jedes der Reisetagebücher direkt erreicht werden. Zusätzlich zum aktuellen sind gegenwärtig folgende Reisetagebücher verfügbar: