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Dienstag, 31. März 2009

Geraldton – Port Hedland I (WA) (im Campervan)

Geraldton - Kalbarri (WA) (Dienstag, 31.3.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 30 Grad / Wind: 5 – 7 Bf.

Unser nächstes Etappenziel ist das ca. 160 km entfernte "Kalbarri" mit dem gleichnamigen National Park. Zunächst fahren wir einmal mehr durch ausgedehntes Busch- und Ackerland.

Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, Flachland und Hügel wechseln sich gegenseitig ab. Die allgemeine Trockenheit nach dem regenarmen Sommer ist nachhaltig spürbar. Die vorherrschen Farben sind immer noch Gelb und Braun.

Dazwischen wieder genügsame Schafherden, die trotz der Trockenheit hier leben können.

Etwas weiter nördlich fahren wir an ausgetrockneten Salzseen vorbei, die uns immer wieder faszinieren.


Ca. 60 km vor "Kalbarri" beginnt sodann die Küstenstrasse mit vielen besuchenswerten Lookouts. Als erstes stehen wir ehrfurchtsvoll vor dem sagenhaften "Pink Lake", der diesen bei "Esperance" um ein Vielfaches an Grösse und auch Farbintensität übertrifft.


Die Pinkfarbe des Seeuntergrundes ist derart intensiv, dass es direkt kitschig wirkt.


Das Wasser ist von den Mineralien stark gesättigt, so dass sich in Ufernähe grosse Salzkristalle bilden, deren Färbung von Weiss über Rosa bis ins Dunkelrot reicht.


Der "Pink Lake" bei "Port Gregory" ist immerhin 15 km lang und bis zu 4 km breit. Er wird als weiteres einzigartiges Erlebnis auf unserer Australienreise in unserer Erinnerung bleiben.

Wir bestaunen einmal mehr die vom Wind und Wasser zerfurchten Küstenklippen.


Zu mehr als einem Apostel reicht es hier an der Westküste allerdings nicht ;-)


In "Kalbarri" steuern den zentral gelegenen Campingplatz, "Kalbarri Tudor Holiday Park", an. Allmählich sind wir froh um den starken Wind, denn sobald dieser jeweils nachlässt sind wir von lästigen Fliegen umgeben :-)

"Kalbarri" ist ein Fischerdorf an der Einmündung des "Murchison River".

Obwohl das Dorf klein ist, verfügt es über viele schöne Parkanlagen, die zum Spazieren einladen.

Auch der schöne Sandstrand in der Bucht kann sich sehen lassen.

Hauptattraktion ist hier bestimmt der Fluss mit seinen imposanten Schluchten, der sich mitten durch den Nationalpark schlängelt. Wir buchen im "Tourist Visitor Center" für Übermorgen gleich eine Tagestour mit dem 4WD-Bus, Wanderung und anschliessender Fahrt mit dem Kanu durch die "Gorges". des "Murchison River".

Beim abendlichen Spaziergang entlang der Strandpromenade von "Kalbarri" erleben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Die filigrane Verästelung der Eukalyptusbäume kommt in der Dämmerung besonders gut zur Geltung.

Wir können gerade noch erkennen, wie sich in der Dämmerung ein paar Kangaroos auf die Nahe gelegene Parkwiese wagen, wo sie genügend saftige Gräser vorfinden. Das Restlicht für ein schönes Foto reicht leider nicht mehr :-)

Im Rainbow Jungle, Kalbarri (WA) (Mittwoch, 1.4.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 32 Grad / Wind: 5 – 7 Bf.

Es ist ein wunderschöner Morgen. Britz, Apollo und Kea Campers stehen, wie Vögel auf der Stange, für einmal vereint in einer Reihe. Unser Thema für den heutigen Tag sind denn auch Vögel, insbesondere Papageien.

Der "Rainbow Jungle" ist ein grosser, mit viel Aufwand, liebevoll gestalteter Vogelpark, ein absolutes "Must" für jeden Besucher dieser interessanten Gegend. Er liegt nur 4 km südlich vom Dorfzentrum und wurde 1986 in privater Initiative erstellt. Im Tierpark leben vorwiegend einheimische Papageienarten. Nur ein kleiner Teil davon stammt aus Afrika und Südamerika.

Die Papageien besitzen grundsätzlich ein sehr farbenfrohes Gefieder, wie zum Beispiel diese "Fisher's Lovebirds".

Es gibt aber durchaus auch nur zweifarbige, wie dieser putzige "Gang Gang Cockatoo" zeigt.

Dieser "Sun Conure" schaut hingegen besonders knallig aus.

Allen bekannt dürfte dieser weisse "Cockatoo" sein, den man auch in unseren Vogelpärken findet.


Doch bleiben wir bei den farbenfrohen Kreaturen, die für unser Auge besonders attraktiv sind. Hier ein paar Müsterchen.




Was man gerne vergisst ist, dass Papageien nacht- oder dämmerungsaktive Vögel sind, die am Tag meistens schlafen. Es ist darum von Vorteil, den Park am Morgen ab 09.00 Uhr zu besuchen.

Papageien sind sehr gesellige Vögel. Man trifft sie meist zu zweit oder in Gruppen zusammen an.



Ein Teil der Vögel fliegt im offenen, jedoch netzüberdeckten Park umher, so dass wir sie "hautnah" erleben können. Ab und zu klatscht denn auch ein Scheisserchen auf uns herab. Dies gehört zum "hautnah" dazu :-) Manchmal haben wir das Gefühl von den vorbeifliegenden Vögeln absichtlich tuschiert zu werden. So nahe fliegen sie an uns vorbei.



Im Park gibt es verschiedene Weiher und schöne Ecken zum Verweilen.


Darüber hinaus wurde ein Aussichtsturm für "Whale Watching" erstellt mit Sicht aufs nahe Meer und den Vogelpark.


Es gibt tatsächlich auch Papageien, die sich zum Schlafen niederlegen, wie dieser "Port Lincoln Parrot".

Als Abschluss des eindrücklichen Besuches noch ein paar besonders schrille Exemplare, wie dieser "Red Winged Parrot",

oder dieser "Tuquoise Parrot",

oder dieser "Adelaide Rosella",

oder dieser "Crimson Rosella",

oder diese hübschen "Northern Rosellas".

Am besten gefällt uns aber immer noch der "Rainbow Lorikeet", der auch diesem Vogelpark, zumindest den Vornamen gab ;-)

Nach diesem sehr eindrücklichen Erlebnis im "Rainbow Jungle", schauen wir uns noch etwas im Dorf um und spazieren zum nördlichen Lookout mit Aussicht auf das "Inlet" von "Kalbarri".

Die hohen Wellen des Indischen Ozeans werden von einem vorgelagerten Riff gebrochen, so dass das "Inlet" praktisch von der Dünung verschont bleibt.


Nebst den gepflegten Parkanlagen verfügt "Kalbarri" über einen breiten, sauberen Sandstrand innerhalb des "Inlets" mit Toiletten und BBQ-Stellen.

Am Südstrand brechen die Wellen jedoch ungebremst an den Riffs und Klippen.

Bevor wir zum Campingplatz zurückkehren, gönnen wir uns in einem der schönen Strandcafés noch einen Cappuccino mit Kuchen. Der Swimmingpool ist im Moment nur schwach belegt, und so steht einem kühlenden Bade nichts im Wege.

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