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Samstag, 28. März 2009

Geraldton II (WA) (im Campervan)

Bei den Pinnacles (WA) (Samstag, 28.3.2009)
Wetter: bewölkt bis schön / Temp.: 28 Grad / Wind: 5 – 6 Bf.

Der "Nambung National Park" mit den spektakulären Kalksteinsäulen ist weltbekannt. Die "Pinnacles" sehen aus wie Kunstwerke, aus Sand und Kalk, vom Wind und Wetter geschaffen. Teilweise ragen die 3 bis 5 m hohen Kalksteinstümpfe wie Menschengestalten aus dem gelben Wüstensand empor. Die "Pinnacles" sollen vor 15'000 bis 80'000 Jahren entstanden sein. Über das 'Wie' streiten sich noch die Experten.

Wir stehen bereits um sechs Uhr früh auf, um beim Sonnenaufgang im "Nambung National Park" zu sein. Noch im Dunkeln fahren wir, wegen möglicher Kangaroos, vorsichtig mit nur 50 km/h zum Nationalpark.

Dort schwenken wir direkt auf den 4 km langen "Pinnacle Drive" ein, der mitten durch die schönsten Teile des Steinsäulenwaldes hindurch führt. Den 1,2 km langen "Desert View Walk" sparen wir uns für ein anders Mal auf ;-)

Leider ist der Himmel heute morgen ziemlich Wolken verhangen, so dass wir immer wieder darauf achten müssen, für die Fotos ein Wolkenloch zu erwischen.

Der Anblick der "Pinnacles" im gelben Streiflicht der Morgensonne ist absolut magisch. Wir sind von der Schönheit dieses Naturschauspiels überwältigt. Mit etwas Fantasie schauen die Steinsäulen aus wie versteinerte Menschengestalten.


Darunter gibt es auch riesige Felder mit kleineren, spitzen Felsstümpfen.

Der Wüstensand hat im Gegensatz zum schneeweissen Sand an der Küste eine stark gelbliche, beinahe goldene Färbung. Dessen Ursprung ist auch ein ganz anderer (siehe oben).



Unser Büssli schaut zwischen den teilweise mächtigen Steinsäulen so richtig niedlich aus.

Wir fahren wieder ein paar hundert Meter weiter. Die Landschaft präsentiert sich hier mit eher zerfurchten, bizarren Gebilden.

Wir sind inzwischen nicht mal unglücklich über den Wolken verhangenen Himmel. Er gibt dieser bizarren Landschaft einen dämonischen "Touch".

Im Hintergrund können wir die schneeweissen Sanddünen an der Küste noch gut erkennen.

Unser Büssli mit Anita schaut in dieser unendlichen Weite etwas verloren aus. Glücklicherweise ist der Track trotz sandigem Untergrund auch mit 2WD-Fahrzeugen gut zu befahren, vorausgesetzt sie sind nicht zu breit.

Es ist wirklich erstaunlich, was die Natur hier alleine durch Bodenerosion (Wind und Wasser) erschaffen hat.


Wir nehmen Abschied von den stummen Gestalten und fahren auf dem teilweise engen Track vorsichtig zwischen den Steinsäulen zum Ausgangspunkt des Nationalparks zurück.

Bei der Rückfahrt zum Campingplatz zweigen wir von der Zufahrtsstrasse zu den "Pinnacles" ab und fahren zum "Kangaroo Point". Und dann endlich sehen wir sie auf freier Wildbahn, die lang ersehnten "Grey Kangaroos". Der vorsichtige Vater schaut hinter dem Busch hervor, ob alles in Ordnung ist.

Behutsam wagt er sich danach aus der Deckung.

Die Mutter grast derweil relativ unbekümmert mit ihrem Jungen unweit vor uns.


Wir können uns immerhin bis auf ca. 10 m nähern, ohne dass sie vor uns fliehen.

Nach diesem tollen Erlebnis fahren wir vor dem Mittagessen noch kurz beim "Thirsty Point" vorbei und sind erstmal überrascht, wieviele Windsurfer und Kiter sich hier heute Samstag herumtummeln.

Wir treffen auch zwei Schweizer, die nach Australien ausgewandert sind und sich hier am Wochenende mit Kiten vergnügen. Sie sind extra von "Perth" hierher gefahren, weil der Wind und das Stehrevier für Kiter und Windsurfer super sind. Man kann bis zum Ende des Riffs ca. 1 km hinaus noch stehen.


Für einmal sind wir leider nur Zuschauer und nicht die Akteure. Es kribbelt uns heftig unter den Nägeln, aber ohne Surfausrüstung läuft hier nichts und es ist weit und breit kein Surfshop oder eine Vermietung vorhanden.

Wir schauen den Windsurfern, die mit ihren 4,5 m2 Segeln bei 6 -7 Bf. übers Wasser brettern noch etwas zu, bis sich bei uns der Hunger allmählich bemerkbar macht (wir sind heute früh fast ohne Frühstück losgezogen).


Im einzigen "General Store" von "Cervantes" kaufen wir uns im Vorbeifahren noch ein paar unentbehrliche Kleinigkeiten, wie Trinkwasser und Früchte. Anschiessend gibt's Mittagslunch. Diesen haben wir uns redlich verdient. Weil der Wind heute ziemlich stark bläst und die Sonne nur teilweise ihr Gesicht zeigt, machen wir uns einen ruhigen Nachmittag auf dem Campingplatz.

Da wir uns zurzeit an der Westküste Australiens befinden, können wir praktisch jeden Abend den Sonnenuntergang geniessen.



Cervantes - Geraldton (WA) (Sonntag, 29.3.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 30 Grad / Wind: 6 – 7 Bf.

"Geraldton" ist eine Kleinstadt an der Küste des indischen Ozeans mit ca. 22'000 Einwohnern. Die etwa 225 km lange Strecke bis dorthin legen wir auf der direkteren und abwechslungsreicheren Küstenstrasse zurück. Aufgrund des bisherigen durchschnittlichen Verbrauchs sollte der Diesel noch locker reichen. Tanken auf Überlandtankstellen ist vergleichsweise teuer.

Die Strecke führt abwechselnd durch Buschland und Sanddünen hindurch. Der Kontrast zwischen Buschwerk und der schneeweissen, meterhohen "Sandgebirge" ist faszinierend.



Es macht riesigen Spass diese Sandflanken barfüssig hinunter zu gleiten.

"Geraldton" selbst liegt ebenfalls eingebettet zwischen Sanddünen, die sich hier entlang der gesamten Küste erstrecken und auch etwas vom beständig starken Seewind schützen.

Die Polizei macht hierzulande übrigens mit netten Schildern auf ihre Anwesenheit aufmerksam ;-)

Die Fahrt geht trotzdem zügig vor sich und wir sind, dank einer zusätzlichen Stunde wegen der Umstellung Sommer- auf Winterzeit im Staat Westaustralien, bereits am Mittag in "Geraldton". Unser Ziel für die Unterkunft ist der relativ zentral gelegene BIG4 Campingplatz "Belair Gardens Caravan and Holiday Centre" mit grossem Swimmingpool und NET4 Internetzugang :-) Wir erhalten zudem einen wunderschönen Rasenplatz gleich hinter dem BBQ. Was will man mehr?

Der Campingplatz liegt im "West End" von "Geraldton" auf einer Halbinsel. Die Ecke hier gehört zu den windigsten Gebieten Australiens, versichert uns die Frau an der Rezeption. Die heutigen 5 bis 7 Bf. nennt sie eine kleine Brise :-)

Wie üblich, schauen wir uns zuerst im Stadtzentrum etwas um. Nach einem halbstündigen Spaziergang mit Rückenwind kommen wir dort an. Die "Mainstreet" beherbergt viele Shops, Restaurants und Cafés, doch sind diese am Sonntag mehrheitlich geschlossen.


Zum Glück gibt es noch "McDonald's". Im "McCafé" genehmigen wir uns einen Cappuccino und aktualisieren nebenbei noch unser Reisetagebuch :-)

In Geraldton (WA) (Montag, 30.3.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 30 Grad / Wind: 6 – 7 Bf.

Da wir einiges in der Stadt zu erledigen haben und die Ortschaft doch weitläufig ist, nehmen wir heute unser Büssli. Wir können zugleich noch Diesel auffüllen. Bei "McDonald's" ist heute ziemlich viel Betrieb und wir haben Mühe aufs Internet zu kommen.

Nach dem Einkauf sehen wir uns noch etwas die Stadt an. Die "Cathedral of St. Francis Xavier" schaut von aussen sehr interessant aus. Im Inneren ist sie eher bescheiden gehalten.

Gleich vis-à-vis befindet sich das "Queens Park Theatre" mit einem attraktiven Brunnen. Dieses "Entertainment and Convention Centre" ist für eine Ortschaft mit lediglich 22'000 Einwohnern doch bemerkenswert.

Eine ganz raffinierte Konstruktion ist die Sonnenuhr mit Uhrzeit und Tageskalender auf dem Vorplatz.

Zum Abendessen gibt's heute frischen tasmanischen Seelachs von Anita liebevoll zubereitet, ein besonderer Leckerbissen. Der Fisch ist wesentlich fettarmer und aromatischer als die Zuchtlachse aus Norwegen.


In eigener Sache:
Im April feiern wir das 10-jährige Jubiläum unserer Homepage "snowwind.ch". Aus diesem Anlass erhält unsere Homepage ab sofort ein neues Gesicht, zumindest was die Hauptseite anbelangt. Zu weiteren Veränderungen bleibt uns während unserer Australienreise kaum Zeit.

Auf der zusätzlichen Jubiläumsseite blicken wir ein wenig zurück auf den Beginn und unsere Beweggründe für dieses inzwischen umfangreiche Projekt. Die Jubiläumsseite kann jederzeit auch über die Laufschrift am unteren Rand der Homepage, über die DIREKT-AUSWAHL (Pull-Down-Menü) oder die Navigationsleiste im Reisetagebuch unter 'Impressum' aufgerufen werden.

Viel Vergnügen beim Durchlesen wünschen Euch

Heinz und Anita
(Travelling Webmasters)

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