Margaret River - Bunbury (WA) (Montag, 16.3.2009)
Wetter: sehr schön, warm / Temp.: 28 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.
Vorgestern haben wir noch geheizt, gestern Abend haben wir für kurze Zeit wieder die Klimaanlage laufen lassen. Um acht Uhr hatte es in unserem Büssli immer noch 28 Grad. So unterschiedlich sind die Temperaturen hier im Süden. Der heutige Morgen beginnt wieder einmal mit angenehmen 18 Grad.
"Bunbury" unser nächstes Ziel liegt nur ca. 100 km entfernt an der "Koombana Bay" mit dem "Leschenault Inlet". Wir fahren durch ausgedehnte Rebgebiete, die uns etwas an die Schweiz erinnern.

Die Trauben scheinen bald reif zur Ernte zu sein.
Darunter gibt es wahre Schmuckstücke von Weingütern mit Gutshof und Gastwirtschaft am eigenen Weiher. Leider ist es noch früh am Morgen, sonst würden wir hier bestimmt einkehren und etwas essen.

Auf halber Strecke genehmigen wir uns dann einen kurzen Café-Halt in "Busselton", bei McCafé". Dann fahren wir weiter nach "Bunbury". Nachdem wir den üblichen Einkauf und das Auftanken (für nur 13.9 cent / Liter) erledigt haben, machen wir uns auf Campingplatzsuche.
Der angepeilte Campingplatz "Koombana Bay Holiday Resort" ist ein BIG4 mit einer sehr guten Infrastruktur.
Nebst "Swimming Pool" und "Jumping Pillow" ist sogar ein eigener "Tennis Court" vorhanden.

Wir haben zu unserer Freude eine Parzelle mit Meeressicht erhalten. Der Campingplatz liegt nämlich just auf dem Damm zwischen Meer und "Inlet" und ist zudem nur 10 Gehminuten vom nächsten Shoppingcenter und der Haupteinkaufsstrasse mit Hunderten von Shops entfernt. Was will das Herz mehr?
Nach dem Lunch spazieren wir dem "Inlet" entlang in die Stadt zum bummeln.
Etliche Häuser in der Haupteinkaufsstrasse stammen noch aus dem vorletzten Jahrhundert und sind im typisch viktorianischen Stil erbaut.
Besonders stilvoll ist das "Hotel Rose", welches auch auf vielen Ansichtskarten abgebildet ist.
In Bunbury (WA) (Dienstag, 17.3.2009)
Wetter: wechselhaft, sonnig / Temp.: 25 Grad / Wind: 4 – 6 Bf.
Die "Bunbury Dolphin Discovery" liegt nur 3 Gehminuten vom Campingplatz entfernt und bietet eine Interaction-Zone am Strand, einen Discovery Room/Theatre sowie Café und Souvenir Shop. Auf dem Hochglanzprospekt schaut alles toll aus. Doch naturgemäss lassen sich wild lebende Delfine nicht in ein Programm einbinden. Nach einer Rückfrage bei der freundlichen Dame an der Kasse sind heute Morgen noch keine gesichtet worden.
Das Wetter hat sich leider verschlechtert. Es weht ein kräftiger Wind und der nächste Regenschauer steht bevor. Wir kehren wieder zu unserem Büssli zurück und warten erst mal die Wetterentwicklung ab.
Eigentlich wollten wir morgen der Küste entlang nach "Perth" weiterfahren. Es wäre aber schade, diese wunderbare Küste bei schlechtem Wetter einfach abzufahren. Wir entschliessen uns daher, noch einen Tag länger in "Bunbury" zu bleiben. Hier gibt es wenigstens jede Menge Shops und Shopping Centers zum Bummeln.
Am Nachmittag scheint die Sonnen wieder und die Temperaturen steigen auf immerhin 25 Grad an. Auf einem der zwei Hügeln der Stadt steht ein alter Leuchtturm, der zu einem Aussichtsturm umfunktioniert worden ist.
Der Aufstieg ist, wie oft in Australien, komfortabel ausgebaut.
"Bunbury" ist doch grösser, als man denkt. Es leben hier immerhin 22'000 Einwohner.


In den Shops werden wir daran erinnert, dass bald Ostern sind. Und es gibt sie auch in Australien, die leckeren "Lindt-Osterhäsli". Zwei davon haben wir schon abgezweigt. Sie warten im Kühlschrank auf ihre Schicksalsbestimmung :-)
Die "Kakadu-Papageien" sind hier zahlreich vertreten. Die munteren Gesellen sind auch gar nicht scheu, wie man vielleicht vermuten könnte.

Unsere Campingnachbarn aus der Schweiz zeigen uns eine giftige "Redback-Spinne", die sich in ihrem Stromkasten häuslich niedergelassen hat. Ihr Biss kann für den Menschen tödlich sein.
In Bunbury (WA) (Mittwoch, 18.3.2009)
Wetter: heiter bis sonnig / Temp.: 25 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.
Obwohl die Wetterprognosen in der Zeitung und im Internet übereinstimmend regnerisch Wetter vorhergesagt haben, werden wir heute Morgen mit einem wunderbaren Sonnenaufgang empfangen. Auch die morgendlichen Temperaturen sind mit 18 Grad angenehm warm. Soviel vorerst zum Wetter :-)
Obgleich in jeder Toilette die Bemerkung steht: "Use our water wisely!", wird der Rasen hier jeden Morgen eifrig besprinkelt. Das Wasser scheint hier doch nicht so rar zu sein.
Wir haben heute wieder einmal Wäsche- und Putztag, ein sogenannter "recovery and recreation day". Darüber gibt es nicht allzu viel zu berichten ;-)
Internet-Access
Wie bereits erwähnt, verfügt dieser Campinglatz auch über WLAN-Access, allerdings ist der Empfang nur beim Reception-Gebäude gesichert. Zudem ist nur die Variante als "continuously connection" erhältlich, d.h. es gibt keine Möglichkeit das Zeitguthaben mit Logoff/Logon auf mehrere Sitzungen innerhalb einer bestimmten Zeit (z.B. eine Woche) zu verteilen. Wir finden diese Art des Internet-Access von allen Varianten die Schlechteste.
Wir haben aus diesem Grund eine Tageskarte (24 h ab erster Connection) gekauft. Wenn man diese Zeit geschickt verteilt, kann man damit gleichzeitig zwei Tage abdecken.
Wir erledigen wieder einmal alle unsere Telefonate über "Skype" mit unseren Verwandten zuhause, führen unser Reisetagebuch nach, empfangen und versenden alle unsere Emails, etc. Und was nicht unwichtig ist, wir reservieren uns eine Parzelle auf dem favorisierten Campingplatz in "Perth".
Campingplatz Reservation
Erfahrungsgemäss sind die Campingplätze in Stadtzentrumsnähe ziemlich stark belegt. Wir empfehlen darum jedermann, sich vorgängig über den Aufenthalt in Grossstädten Gedanken zu machen und telefonisch einen Platz zu reservieren. Dies betrifft vor allem die Grossstädte "Sydney", "Brisbane", "Melbourne", "Adelaide" und "Perth".
Trotz Anitas eifrigem "Dolphin Watching" haben wir bis jetzt erst zwei an der "Jerwis Bay" am Anfang unseres Trips gesehen. Wir müssen uns wohl noch bis "Monkey Mia" gedulden :-)
Und so schaut Regenwetter in "Bunbury" aus. Die Wetterfrösche haben jedenfalls wieder einmal voll daneben getippt. Sie müssen wohl ein grosses Wolkenloch übersehen haben. Auf dem Foto das Wahrzeichen von Bunbury, der "Bunbury Tower".
Am Wochenende findet hier eine Motor-Show mit ultrastarken Motoren statt. Dieser "Worlds fastest Jet Van" ist auch dabei. Vielleicht ist unser Campervan doch ein wenig untermotorisiert und wir sollten ebenfalls ein Düsentriebwerk einbauen (Bildmitte).
Allerdings müssten dann alle Möbel raus und geschlafen wird dann auf dem Dach ;-)
Es gar nicht so einfach, auf dem "Jumping Pillow" hohe Sprünge zu machen. Allzu leicht wird man vom Kissen sozusagen abgeworfen.

Zur Feier des Tages haben wir uns in der Stadt ein feines italienisches Restaurant, das "Nicola's", ausgesucht. Für das italienische Ambiente sorgen verschiedene bekannte Bilder aus dem schönen Italien. Wir fühlen uns neben dem "Trevibrunnen" in Rom pudelwohl, nicht zuletzt, weil wir erst letzten Frühling selbst dort gestanden haben. Auch der Caprese und der Wein schmecken ausgezeichnet.
Doch leider hat uns unser sonst guter Spürsinn für original italienische Restaurants diesmal verlassen. Zunächst sieht alles perfekt aus. Das Lokal ist auch innert kürzester Zeit voll belegt.
Stutzig werden wir, als wir dann nach den Standorten der verschiedenen aufgehängten Fotos fragen und für ein Dorf an der ligurischen Steilküste die Antwort bekommen, dies sei Venedig.
Als wir dann unsere Pizzas probieren, wird uns endgültig klar, dass wir uns von der perfekten italienischen Tarnung eines Aussie-Restaurants haben täuschen lassen. Der Pizzateig ist absolut fade, wahrscheinlich ohne Salz zubereitet. Statt Mozzarellakäse hat der Pizzaiolo irgend einen australischen Schmelzkäse verwendet und dazu noch viel zu viel davon aufgetragen. Dieser macht uns in der Nacht dann auch schwer zu schaffen.
Beim Nachhausegehen erleben wir wenigstens noch eine wunderschöne Abendstimmung.
Bunbury - Perth (WA) (Donnerstag, 19.3.2009)
Wetter: schön / Temp.: 27 Grad / Wind: 1 – 3 Bf.
Vom wunderschönen "Perth" mit dem einmalig dunkelblauen Himmel haben wir schon längere Zeit geträumt. Heute ist es endlich soweit. Wir sind nur noch 185 km davon entfernt. Dennoch fahren wir beizeiten los, um von der Küste noch etwas zu sehen und nicht einfach auf dem "Highway" dorthin zu düsen.
"Mandurah" wurde am grossen "Peel-Inlet" erbaut, welches immerhin 30 km lang ist.
Dieses Fischerdorf ist gleichzeitig eine wunderschöne Wohngegend und schon beinahe ein Vorort von "Perth". Obwohl es noch etwa 80 km davon entfernt liegt, spürt man bereits den Einfluss der Millionenstadt an den noblen Villenquartieren, viele mit eigenem Bootsanlegesteg.

Das vom offenen Meer geschützte "Inlet" ist ideal, um mit Hausbooten darauf herumzukurven. Hier gibt es auch welche zu mieten.
Die Kakadu-Papageien sind sehr soziale Tiere. Augenfällig ist, dass sie häufig pärchenweise auf den Ästen sitzen.
Natürlich gibt es auch Einzelgänger,
oder scheue Rehlein,
oder solche, die andere argwöhnisch beobachten (sog. Papparazzi).
Nach einem kurzen Lunch in "Madurah" nehmen wir den Rest des Weges bis nach "Perth" unter die Räder. Zum Glück haben wir auf dem "Central Caravan Park" einen Platz vorreserviert. Der zentral gelegene Campingplatz ist schon ziemlich voll, als wir am späteren Nachmittag dort eintreffen.
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Montag, 16. März 2009
Adelaide (SA) - Perth VI (WA) (im Campervan)
Kategorien (Labels):
Australien
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